Was ist die I-FUE Augenbrauentransplantation?

Die I-FUE Methode (Intermittent Follicle Unit Extraction) zur Augenbrauentransplantation ist eine von dem Haarchirurgen Reza Azar weiterentwickelte Form der klassischen FUE Augenbrauentransplantation. Bei der I-FUE Augenbrauentransplantation werden die Spenderhaare in kurzen zeitlichen Intervallen entnommen und eingesetzt. So werden die empfindlichen Haarfollikel  während der Augenbrauentransplantation möglichst wenig beschädigt. Zwischen Entnahme und Transplantation lagern die Haare nur kurz in einem mit körpereigenem Blutplasma angereicherten Medium. Die verkürzte Lagerungszeit ist – genau wie die schnelle Abwechslung zwischen Entnahme und Einsetzen der Haare ein Grund für den Erfolg der I-FUE Augenbrauentransplantation. So kann eine Anwachsrate von mehr als 90% erreicht werden.

Die benötigten Spenderhaare werden wie bei der klassischen FUE Methode der Augenbrauentransplantation mittels einer Hohlnadel mit einem Durchmesser von weniger als 1 mm einzeln entnommen, so dass im Vergleich zu veralteten Techniken der Augenbrauentransplantation – wie der Streifentechnik – keine verbleibenden Narben entstehen. Auch die postoperativen Schmerzen der Patienten lassen sich so auf ein Minimum reduzieren.



  1. Bilder oberer Reihe: 1) Hohlnadel (Durchmesser 0.9 mm) wird zur Gewinnung einzelner Spenderhaare eingesetzt – das weltweit einzige narbenfreie Entnahme-Verfahren in der Augenbrauentransplantation 2) Entnahme und Transplantation von Körperhaaren in der Augenbrauentransplantation ist in unserer Klinik die erste Wahl 3) Fünffach vergrößerte Aufnahme: Hohlnadel wird über das zu entnehmende Haar geführt
  2. Bilder unterer Reihe: 4) Das für die Augenbrauentransplantation freigestanzte Haar wird mittels einer Pinzette herausgenommen 5) Das Spenderhaar in der Hand des Haarchirurgen 6) Das entnommene Transplantat wird in die Augenbraue eingesetzt
  1. 22-jährige Patientin mit überzupften Augenbrauen. Postoperative Aufnahme direkt nach Augenbrauentransplantation der linken Augenbraue mit 350 Transplantaten nach I-FUE Einzelhaartransplantation
  1. Die gleiche Patientin: Postoperative Aufnahme sechs Monate nach der Augenbrauentransplantation der linken Augenbraue mit 350 Transplantaten nach dem Prinzip der I-FUE Einzelhaartransplantation.
  2. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass die Veröffentlichung von Vorherbildern in Deutschland nicht erlaubt ist.

Deutliche Vorteile der I-FUE Augenbrauentransplantation

Im Mittelpunkt der I-FUE Augenbrauentransplantation steht der Respekt vor dem Spenderhaar beziehungsweise dem Haarfollikel.

Das herkömmliche und veraltete – und leider in Deutschland noch am häufigsten eingesetztes – Verfahren der Augenbrauentransplantation ist die so genannte Streifentechnik (auch Strip- oder FUT-Technik genannt) zur Gewinnung von Spenderhaaren aus dem Hinterkopf.

Bei dieser Technik wird ein Hautlappen am Hinterkopf mittels eines Skalpells entnommen und die entstehende Hautlücke anschließend vernäht. Dieses Verfahren der Augenbrauentransplantation geht immer mit einer Narbenbildung am Hinterkopf einher und ist nur zur Gewinnung von Kopfhaaren verwendbar. Daher können viele Operateure, die noch nach diesem Verfahren arbeiten, keine Körperhaare für die Augenbrauentransplantation verwenden.

Die I-FUE Methode, als die optimierte Form der klassischen FUE Methode, ist im Gegensatz zur Streifentechnik ein hautschonendes Verfahren der Augenbrauentransplantation, welches ohne Einsatz von Skalpell und Naht vonstatten geht. Ferner ist die I-FUE Technik in der Lage, die Körperhaare, die die geeignedsten Spenderhaare sind, für die Augentransplantation zu gewinnen und einzupflanzen.

Die herausragenden Vorteile der I-FUE Methode in der Augenbrauentransplantation in Einzelnen:

  1. 1) Nach der Entnahme der Spenderhaare wird bei der I-FUE Augenbrauentransplantation, im Vergleich zu den herkömmlichen Methoden der Augenbrauentransplantation, die Lagerung der Spenderhaare sehr kurz gehalten. In der klassischen FUE Augenbrauentransplantation werden die benötigten Transplantate in einem Arbeitsschritt entnommen und erst nach der kompletten Entnahme, an anderer Stelle eingepflanzt. Dies beinhaltet eine lange Lagerung der Spenderhaare außerhalb des Körpers, was wiederum eine Schädigung der hochsensiblen Haarfollikel nach sich zieht. In der Intermittent Follicle Unit Extraction (I-FUE) Augenbrauentransplantation, der vom Haarchirurgen Azar weiterentwickelten und optimierten Methode, erfolgt die Entnahme der Transplantate nicht in einer einzigen langen Entnahme, sondern in vielen kurzen Entnahmephasen. Nach jeder Entnahme erfolgt die sofortige Transplantation der Spenderhaare. Diese kurzen abwechselnden Entnahme- und Transplantationsphasen schützen die empfindlichen Haarfollikel bei der Augenbrauentransplantation vor Schädigung und erzielen eine wesentlich höhere Anwachsrate im Ergebnis.
  2. 2) Im Zentrum für Moderne Haartransplantation Berlin werden die entnommenen Spenderhaare für die Augenbrauentransplantation nicht wie sonst üblich, in der physiologischen und nährstofflosen Kochsalzlösung gelagert, sondern in einer nährstoffreichen und mit körpereigenen Wachstumsfaktoren angereichert. Diese spezielle Lösung wird in unserer Praxis aus dem Eigenblut des Patienten mittels einer Zentrifuge gewonnen und dient einer beschleunigten Einheilung der Augenbrauentransplantate im Transplantationsgebiet.
  3. 3) Skalpellfreie und narbenfreie Gewinnung von Spenderhaaren für die Augenbrauentransplantation mittels einer Hohlnadel mit einem Durchmesser unter 1 mm
  4. 4) Die I-FUE Methode ermöglicht die Gewinnung und Transplantation von Körper- und Kopfhaaren
  5. 5) Keine nennenswerten postoperativen Schmerzen nach der Augenbrauentransplantation im Vergleich zu den herkömmlichen Operationsverfahren wie z.B. der Streifentechnik / FUT
  1. Linkes Bild: Blutabnahme, Mittleres und rechtes Bild: Gewinnung von mit Wachstumsfaktoren angereichertem Plasma als ein optimales Medium zur schonenden Lagerung der Augenbrauentransplantate für eine frühe Einheilung der Transplantate in der Augenbrauentransplantation