FAQ - Fragen & Antworten
Hier finden Sie Fragen, die uns besonders oft gestellt werden und unsere Antworten.
Dieser Fragenkatalog wird laufend überarbeitet und erweitert.
FAQ - Haartransplantation
Mit der von mir entwickelten I-FUE Methode gehen mehr als 10-15 % der transplantierten Spenderhaare sofort ins Wachstum über. Die übrigen Haarfollikel sind erst nach 6-8 Wochen in der Lage ein neues Haar zu produzieren. Da das Wachstum der eingesetzten Transplantate asynchron und in Schüben verläuft, wird das Endresultat der Haartransplantation zwischen dem 10. und 12. Monat erwartet. Es ist hier zu erwähnen, dass bei der klassischen FUE Methode und der so genannten Streifentechnik / FUT nur 2-8% der eingesetzten Transplantate sofort ins Wachstum übergehen.
Die Kosten für ein Graft / Transplantat betragen zwischen 3,50 bis 4 €. Der hier angegebene Preis ist abhängig von der Transplantatanzahl.
Die zu entnehmenden Transplantate werden aus der "sicheren Spenderregion" entnommen. Die Spenderhaare aus der sicheren Spenderregion sind vom genetischen Haarausfall nicht betroffen. Aus diesem Grunde ist es wichtig herauszufinden, wie weit sich der genetische Haarausfall individuell entwickeln wird? Erst mit der Beantwortung dieser Frage sind wir als Haarchirurgen in der Lage, die vom genetischen Haarausfall nicht betroffenen Spenderhaare zu bestimmen, zu entnehmen und zu transplantieren.
Die Transplantate aus der sicheren Region sind also Haare, die nicht vom genetischen Haarausfall betroffen sind. Auch nach einer Transplantation an anderer Stelle behalten diese ihre genetisch bedingten Eigenschaften und fallen auch an neuer Position nicht aus.
Leider gibt es Kollegen, die aus Unwissenheit die modernen und komplikationslosen Methoden in der Haartransplantation kritisieren. Die Methoden wie die Streifentechnik / FUT und der Punch-Technik sind einfach nicht mehr zeitgemäß und sollten nicht mehr zum Einsatz kommen, da sie mit zwei schwerwiegenden Komplikationen einher gehen: 1) Große und breite Narben und 2) traumabedingter Ausdünnung der Haare unterhalb und um die Narbe.
In einem Gespräch mit zwei weiteren FUE Spezialisten stellte ich fest, dass keiner von uns bisher einen einzigen Patienten nach Hause schicken musste, weil bei ihm eine FUE Haartransplantation nicht möglich war. Es handelt sich um einen schonenden Eingriff, der für fast alle Patienten durchführbar und geeignet ist.
FAQ - Augenbrauentransplantation
Die Neupositionierung der Augenbrauen nach der I-FUE bzw. FUE Augenbrauentransplantation ist eine neue Operationstechnik, die durch Entnahme und Verlagerung der nativen Augenbrauenhärchen die Form der Augenbrauen der jeweiligen Gesichtsform neu anpasst und eine Akzentuierung des Gesichtsausdruckes erzielt.
Augenbrauentransplantation ist eine kosmetischer Eingriff mit einer sehr geringen Komplikationsrate und kann bei jedem Patienten problemlos durchgeführt werden.
Bestimmte Erkrankungen müssen jedoch im Vorfeld ausgeschlossen werden.
- Zwanghaftes Herausrupfen der Augenbrauen
(Trichomanie, Trichotillomanie) - Wundheilungsstörungen wie Keloidbildung
Die Entnahme- und Transplantationstechnik nach der I-FUE Methode erfolgt mit mikrofeinen Instrumenten und ist sehr schonend für den Patienten. In der Regel ist nicht mit Komplikationen zu rechnen.
Ja, die Augenbrauentransplantation hat permanenten und langfristigen Harrwuchs zur Folge.
Liegt ein teilweiser Verlust einer beider Augenbrauen vor, entnehme ich Spenderhaare aus der unversehrten Augenbraue und transplantiere diese an der anderen kahlen Augenbraue. Es wird also eine Umverteilung von Augenbrauenhaaren zwischen den Augenbrauen durchgeführt.
Diese Operationstechnik ist sehr jung und wurde weltweit erstmalig im Jahr 2008 in unserer Klinik durchgeführt. Bei beidseitiger Ausdünnung der Augenbrauen, welche genetisch, krankheitsbedingt oder durch häufiges Auszupfen vorliegen kann, ist auch die Entnahme von Kopfhaar als Spenderhaar möglich.
Die eingesetzten Transplantate in den Augenbrauen beginnen kurz nach der Transplantation zu wachsen. Jedoch die meisten transplantierten Augenbrauenhaare fallen zwischen der 3. und der 5. postoperativen Woche aus. Erst ab dem zweitem postoperativen Monat beginnen die Augenbrauenhaare asynchron zu wachsen. Asynchron bedeutet, dass die Haare vereinzelt zu wachsen beginnen. Erst zwischen dem 5. und 7. postoperativen Monat kommt es zu einem starkem Anwachsen der transplantierten Augenbrauenhärchen. Das endgültige Behandlungsergebnis liegt etwa nach 10 Monaten vor.
Ja, die eingesetzten Haare erzielen im Vergleich zu Permanent Make UP ein natürliches Aussehen der Augenbrauen. Etwa die Hälfte der eingesetzten Haare wachsen länger als die normalen Augenbrauenhaare, welche durch das gelegentliche Schneiden angepasst werden kann.
Vielen Dank für Ihr Interesse bezüglich der Augenbrauentransplantation in unserer Klinik. Derzeit biete ich die Augenbrauentransplantion in Berlin und Düsseldorf an. Bei Patienten, die außerhalb dieser Städte wohnen, gewähre ich einen Nachlass von 10% auf die Operationkosten an.
FAQ - Wimperntransplantation
Die Behandlungskosten sind auf der Webseite ersichtlich.
Bestimmte Grunderkrankungen müssen ausgeschlossen werden.
Dazu gehören:
- lokale oder systemische Krankheiten müssen als Ursachen des Haarausfall ausgeschlossen werden
- Obsessives Herausrupfen der Wimpern (Trichomanie, Trichotillomanie) muss behandelt werden, um sicherzustellen, dass die transplantierten Haare nicht wieder ausgerupft werde
- Starke Narbenbildungen könnten das Endergebnis und die Anwachsrate beeinträchtigen. Dies kann im Rahmen der Erstberatung näher verifiziert werden
Während der Wimperntransplantation sind die Augen mit speziellen Schutzkappen beschützt. Post-operativen Komplikationen sind selten. Leichte bis mittelgradige Schwellungen mit leichter Hämatombildung verschwinden in der Regel nach drei Tagen.
Ja, die transplantierten Wimpernhaare sind dauerhaft.
Durch die Wimperntransplantation in unserer Klinik und die Verfeinerung der Transplantationstechnik gehen die neuen Wimpernhaare unmittelbar nach der Behandlung ins Wachstum über, so dass es nach einer Woche eine starke Wimpernverdichtung und nach drei Monaten etwa 4 cm lange Wimpernhaare im Sinne einer natürlichen Wimpernverlängerung vorliegen. Behandelnde Patienten können die neuen Wimpernhaare länger wachsen lassen oder auf die gewünschte Länge stutzen.
Ja, die eingesetzten Haare passen sich ihrem neuen Aufgabenbereich an. Das Längenwachstum der neuen Wimpernhaare entspricht annährend dem Längenwachstum der Kopfhaare, daher stutzen die Patienten ihre Wimpernhaare auf die gewünschte Länge.
Die Spenderhaare werden einzeln durch die so genannte I-FUE Technik entnommen und transplantiert. Die I-FUE Technik ist derzeit das modernste Verfahren in der Wimperntransplantation, welche patientenorientiert ist und die Anforderungen der ästhetischen Chirurgie des 21. Jahrhunderts erfüllt. Zu diesen Anforderungen gehören:
- Kein Skalpellschnitt
- keine Naht
- keine Blutung
- keine postoperativen Schmerzen
Die Wimperntransplantation ist ein sichere Operationstechnik mit hervorragenden und natürlichen Ergebnissen. In der Regel reicht eine einzige Sitzung aus, um die Erwartungen der Patienten zu erfüllen.
- Physisches Trauma, z. B.-, Unfall-, thermische, chemische oder elektrische Verbrennungen
- Lokale oder systemische Erkrankung, führt zu einem Verlust von Wimpern
- Angeborene geringe Dichte der Wimpern
- Selbst verschuldeten obsessive Rupfen der Wimpern (Trichotillomanie)
- Medizinische oder chirurgische Behandlungen, die dazu führen, Wimpernhaare zu verlieren, z. B. Strahlentherapie, Chemotherapie, operative Entfernung des Tumors
- Mögliche Anzeichen von Alopecia areata bei einigen Persone
Nach einer Erkrankung der Alopecia areata sollten die Haare noch innerhalb eines Jahres wieder wachsen. Nach Ablauf von 12 Monaten verringert sich die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Heilung drastisch. Beide Verfahren der Wimperntransplantation und Augenbrauentransplantation sind auch in Ihrem Fall als erfolgreiche Behandlungsmethoden zu sehen.
Die Wimperntransplantation ist die einzige Behandlungsmethode, die ein natürliches Ergebnis erzielen kann. Meine Erfahrungen zeigen, dass das Aufkleben von falschen Wimpern führt mittelfristig zur Ausdünnung und Verkürzung der Wimpernhaare. Die Anwuchsrate nach einer Wimperntransplantation ist höher als 95%.
Eine Aufenthaltsdauer von einem Tag ist ausreichend. Sie könnten direkt nach der Behandlung nach Belgien zurückfliegen. Jedoch das Selbstfahren mit einem Auto direkt nach der Behandlung ist nicht empfehlenswert.
FAQ - Körperhaartransplantation
Fast jeder Körperhaar ist als Transplantat geeignet. Jedoch sollten bei der Auswahl der Haare Kriterien wie Struktur und Farbe in Betracht gezogen werden.
Die Körperhaare passen sich ihrer neuen Umgebung an und können in der Regel gleiche Haarlänge wie die Kopfhaare erreichen.
Geringe Spenderhaare am Hinterkopf.
Die Körperhaare passen sich an ihrer Umgebung gut an und erreichen eine enorme Haarlänge, die ihrem früheren Wachstum am Körper nicht mehr entsprechen. Somit ist die Länge der Haare nicht absolut genetisch festgelegt. Dies bedeutet, dass durch Transplantation der Körperhaare in die Kopfhaut sich die Wachstumsphase der Haare verlängert. Dies geschieht womöglich über verschiedene Regelmechanismen, die bisher nicht bekannt und unerforscht sind.
FAQ - Haarausfall bei Frauen
Ja. Derzeit schreibe ich einen "Ratgaber für Haartransplantation". Unter dem Kapitel - Haarausfall bei Frauen- wird dieses Thema sehr gut abgehandelt. Während bei Männern über 95% der Fälle sich um einen genetischen Haarausfall handelt, handelt sich zumeist bei Frauen um den hormonell bedingten Haarausfall. Eine gezielte Labordiagnostik ist der erste Schritt bei der Behandlung des Haarausfalls bei Frauen. Bitte kontaktieren Sie mich zwecks einer Terminsvereinbarung.
FAQ - Haarausfall durch Rauchen
Diese Frage ist mit einem eindeutigen Ja zu beantworten. In meiner Sprechstunde empfehle ich meinen Patienten etwa 2 Wochen vor der geplanten FUE-Haartransplantation das Rauchen mittels vielversprechenden Medikamenten zu reduzieren und eine Woche vor der Haartransplantation mit Rauchen ganz aufzuhören. Hierzu erhalten Sie Rezepte.
Die Frage ist mit einem klaren Ja zu beantworten. Versuchen Sie das Rauchen mit Hilfe Ihres Arztes etwa 2 Wochen vor der geplanten Eigenhaarverpflanzung mit Hilfe von Medikamenten zu reduzieren bzw. aufzugeben. Die geplante Eigenhaartransplantation sollte Sie zum Aufhören von Rauchen motivieren. Denn der negative Einfluss des Rauchens auf Haarfollikel ist wissenschaftlich klar belegt.
Ja. Der Haarausfall kann duch Rauchen ausgelöst bzw. verstärkt werden.
FAQ - Haarausfall durch Stress
Zahlreiche Patienten von mir beschreiben diesen Zusammenhang. Zu den häufigsten Streßfaktoren, die mit akutem Haarausfall einhergehen, gehören Prüfungsstreß, Trennung von Partner und Scheidung. Womöglich wird der genetische Haarausfall duch einen dieser Streßfaktoren generiert. Mit anderen Worten die erbliche Alopezie bzw. genetischer Haarausfall liegt vor und wird durch einen Streßfaktor ausgelöst.
FAQ - Genetischer Haarausfall
Der genetische Haarausfall auch bekannt als androgenetische Alopezie wurde lange als eine autosomale dominante Erkrankung (Osborn, D. (1916) angesehen . Kuster et al. widersprachen diese Annahme (1984) und brachten den Beweis für den polygenetischen Vererbungscharakter der androgenetischen Alopezie. Mit anderen Worten sind mehrere Gene an der erblich bedingten Haarausfallform beteiligt und die Vererbung der defekten Gene kann sowohl mütterlicherseits als auch väterlicherseits weiter vererbt werden.
Schweikert et al. zeigten in Ihrer
Untersuchung die Rolle des 5 Alpha-Reduktase Isoenzyms an der erhöhten
Konzentration von Dihydrotestosteron (DHT) in den Haarfollikeln von dem
Haarausfall betroffener Kopfhaut. Weitere Arbeiten zeigten erhöhte
Bildung von Androgenrezeptoren im betroffenen Kopfhautareal.
Mit
der Entdeckung des LIPH Gen (2006) wurde erstmals die Beteiligung eines
zweiten Gens bei der Entstehung der erblich bedingten Alopezie
bestätigt. Das Gen konnte in den Haarfollikeln nachgewiesen werden und
ist verantwortlich für die Bildung des Lipase H - Enzyms (Science). Das
Enzym ist an der Bildung der bioaktiven Lipide der Zellmembran
beteiligt.
