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Haarausfall nach Gen-Forschung bei Mäusen

19.08.2011 12:12 von P. Azar

Nach der Deaktivierung eines Gens bei Mäusen, entdeckten Biochemiker der Universität Bonn, dass nicht nur die Informationsübermittlung zwischen den Nervenzellen beeinflusst war. Die Tiere litten darauf hin auch an Haarausfall. Dies legt den Schluss nahe, dass besagtes Gen nicht nur für die Weiterleitung von Signalen im Gehirn verantwortlich gemacht werden kann, sondern auch weitere Aufgaben im Organismus übernimmt.

Die Wissenschaftler forschten an der weißen Ummantelung der Leitungsbahnen von Nervenzellen, die auf Grund ihrer Farbe auch weiße Substanz genannt wird. Dazu schalteten Sie das Enzym Fettsäure-2-Hydroxylase (FA2H) mittels eines Gens aus. Das Enzym ist wiederum für die Bildung eines grundlegenden Stoffes – bestimmter Lipide – in der weißen Substanz verantwortlich.

In der Folge konnten die Forscher eine geringfügige Störung der Nervenzellen sowie eine Lichtung des Mäusefells und wiederkehrenden Haarausfall beobachten. Das lag wohl daran, dass sich die Talgproduktion an den Haarbälgen verändert hatte. Dementsprechend ist das FA2H Enzym wohl für die Lipide-Herstellung im Gehirn und an den Talgdrüsen zuständig.

Auf Haarausfall bei Menschen lässt sich dieses Forschungsergebnis vermutlich nicht direkt übertragen. Menschen mit einem Defekt an besagtem Enzym, weisen keine Haarveränderungen auf.