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Hormontherapie wirkt Haarausfall nicht entgegen

17.05.2011 10:26 von P. Azar

Auf dem Internistenkongress in Wiesbaden, erklärte der Mediziner, Professor Eberhard Windler, im Mai, dass eine Hormontherapie in den Wechseljahren - entgegen weit verbreiteter Vorstellungen - kein jüngeres Aussehen verleiht und zudem einige Nebenwirkungen beinhaltet.

Durch eine Hormontherapie kann in den Wechseljahren weder die Hautalterung aufgehalten werden, noch gibt es einen Nachweis dafür, dass einige unangenehme Folgen des Alters, wie etwa ein Bartwuchs oder der Haarausfall, nachlassen.

Der Professor erklärte, dass eine positive Auswirkung auf die Herzgesundheit nicht belegt werden kann. Die Hormone haben lediglich einen positiven Effekt auf den Knochenbau. Setzt man die Hormone ab, geht die Wirkung jedoch wieder zurück. Überwiegend sind ältere Frauen von der Gefahr eines Knochenbruchs betroffen. Aus diesem Grund ist die Einnahme für Frauen in früheren Jahrzehnten ihres Lebens, laut Windler, nicht zu empfehlen. Viele Patientinnen berichten zwar, dass sie sich durch die Einnahme von zusätzlichen Hormonen wohler fühlten, aber man sollte beachten, dass dann auch ein Krebs-, Thrombose- und Schlaganfallrisikos besteht. Daher sollte man den Nutzen und die Risiken vor einer Hormontherapie genau abwiegen.