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Vorfahr mit Geheimratsecken

05.04.2011 09:44 von P. Azar

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse ergaben, dass Menschen bereits in der Steinzeit von Haarausfall betroffen waren. Forscher der Universität Kopenhagen untersuchten das Erbgut eines 4.000 Jahre alten Grönländers. Erstmalig in der Geschichte der archäologischen Forschung konnten die Gene eines in der Urzeit lebenden Menschen entschlüsselt werden.

Als Grundlage für die wissenschaftliche Untersuchung dienten einzelne Haarbüschel, woraus die Zellkern-DNS gewonnen wurde. Die dänischen Wissenschaftler fanden heraus, dass es sich um einen Mann vom Volk der Saqqaq handelt – die älteste Kultur Grönlands. Er besaß braune Augen, schaufelförmige Vorderzähne und dichtes, dunkles Haar. Seine Haut war gegenüber den meisten Europäern viel dunkler. Die Genomananalyse ergab außerdem die Zugehörigkeit zur Blutgruppe A positiv. Die DNS konnte Aufschluss darüber geben, dass der Mann aus der Steinzeit schon Geheimratsecken hatte und dass ihm eine Glatze drohte.

Der Leiter des Forschungsteams, Professor Eske Willerslev, geht davon aus, dass jahrtausendealte Haarproben aus allen Teilen der Welt verwertbar für die Wissenschaft sind. Unter anderem könnte man die Gene von südamerikanischen Mumien analysieren.