Haarausfall

Ausstellung im Naturhistorischen Museum Wien: Auch Parasiten können Haarausfall verursachen

von Reza Azar |

Parasiten sind verantwortlich für die mittlerweile bedeutendste Reisekrankheit das Dengue-Fieber. In den letzten Jahren haben sie Malaria den Rang abgelaufen. Wenngleich Parasiten durch die modernen hygienischen Verhältnisse das Leben in unserer Zivilisation schwer gemacht wurde, haben sich einige Parasitenstämme angepasst. Es sind derzeit 53 auf Menschen spezialisierte Parasiten bekannt, die weitestgehend hygieneresistent geworden sind.

Für Haarspezialisten ist besonders die Haarbalgmilbe interessant. Hunderte dieser nur 0,3 Millimeter großen Schmarotzer leben in den Poren unserer Gesichtshaut. Die Parasiten, die sich von Talg ernähren, werden in der Regel vom Immunsystem in ihre Schranken verwiesen. Daher kommt es fast nie zu gesundheitlichen Problemen. In Einzelfällen kann es dennoch zu einer extrem großen Milbenproduktion in der Kopfhaut kommen, was wiederum unter anderem zu Entzündungen und auch Haarausfall führen kann.

Im Naturhistorischen Museum Wien kann man sich noch bis zum 12. September eine Ausstellung zum Thema unter dem Titel „Parasiten – Life Undercover“ ansehen. Hier wird der Besucher aufgeklärt, wo er mit Parasiten in Berührung kommt und wie diese seine gesundheitliche Verfassung beeinflussen können. Auch wird auf die Bedeutung von Klimawandel und Globalisierung auf die Ausbreitung von Parasiten Bezug genommen.

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