Haartransplantation

Erblicher Haarausfall betrifft auch Frauen

von Reza Azar |

Der genetisch-hormonelle Haarausfall, bei dem männliche Hormone und Erbanlagen eine Rolle spielen, ist in den meisten Fällen verantwortlich für den Verlust der Haare bei Männern. Nur wenige wissen, dass dieser Haarausfall auch bei Frauen auftritt. Das Erscheinungsbild ist beim weiblichen androgenetischen Haarausfall ein anderes. Bei Frauen macht sich der Haarausfall eher am Oberkopf und in der Scheitelregion bemerkbar, während Männer Geheimratsecken und schließlich eine Tonsur ausbilden. Wird der Haarausfall sichtbar und lichte Stellen werden erkennbar, kann die Patientin mit einer I-FUE Haartransplantation diese Bereiche wieder auffüllen.

Grundlage dieser Methode ist die FUE Haartransplantation. Das ist eine sehr moderne Form der Haartransplantation bei der eigene Haare verpflanzt werden. Die Spenderhaare für die FUE Haartransplantation können entweder vom Kopf der Patientin stammen oder von anderen Körperbereichen. Körperhaare erlangen ein längeres Wachstum, wenn sie in die Kopfhaut transplantiert wurden. Diese Erkenntnis hilft den von Haarausfall Betroffenen, weil die Möglichkeiten der Haarentnahme sich dadurch vergrößern.

Die Vorgehensweise bei der FUE Haartransplantation ist darauf ausgerichtet, Haarfollikel und Patientin zu schonen. Die sensiblen Follikel werden einzeln mit einer Mikro-Hohlnadel ausgestanzt und vorsichtig mit einer Pinzette herausgezogen. Bis zur Insertion lagern die Follikel in einer Nährlösung. Schließlich implantiert der Haarchirurg die Spenderhaare an den vorgesehenen Bereichen des Kopfes, dort wo der Haarausfall sich sichtbar zeigte.

Die I-FUE Methode wie sie in meiner Praxis, dem Zentrum für Moderne Haartransplantation Berlin angewendet wird, beruht auf der FUE Haartransplantation und optimiert die Vorgehensweise. Das geschieht, indem die drei aufeinanderfolgenden Phasen der Entnahme, Lagerung und Einpflanzung verkürzt und in stetigem Wechsel durchgeführt werden. Die sensiblen Follikel verbleiben dann nur so kurz wie möglich außerhalb des Körpers. Die Anwuchsrate vergrößert sich und die Einheilung wird angekurbelt.

Der androgenetische Haarausfall tritt bei Frauen meist ab dem 40. Lebensjahr, während und nach der Menopause auf. Obwohl ein männliches Hormon, das Testosteron, am Haarausfall mitwirkt, handelt es sich nicht um eine Störung des Hormonspiegels. Es sind tatsächlich genetische Anlagen, die eine Reaktion auf das Hormon und damit den Haarausfall bewirken.

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