Fortschritte bei der Nachbildung einer komplexen Gewebestruktur im Labor

von Reza Azar |

Japanische Forscher konnten einen Zahn in der Niere einer Maus züchten. Die Methode lässt bisher noch keine Anwendung für den Menschen zu. Sie ist jedoch ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Nachbildung komplexer Gewebestrukturen. Professor Takashi Tsuji von der Universität Tokio stellte in Aussicht, dass auch Haarfollikel für Menschen mit Haarausfall auf ähnliche Weise hergestellt werden könnten.

Die Forschergruppe entwickelte den Zahn aus Stammzellen. Nachdem er in der Niere der Maus – wie in einem Brutkasten – herangewachsen war, implantierten sie ihn der Maus. Das Nagetier konnte den Zahn daraufhin wie einen normal gewachsenen Zahn einsetzen.

Bemerkenswert war die Zeitspanne, in der den Wissenschaftlern die Züchtung des Zahns gelang. Sie sparten zehn Tage gegenüber dem bisher benötigten Zeitraum ein, um einen Zahn nachzubilden. Langfristig möchten die Forscher einen Weg finden, um beschädigte Organe auszubessern oder um verlorene auszuwechseln. Eine mögliche Verwendung könnte einmal in der Züchtung von Haaren liegen.

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