Haarausfall

Gen Lhx2 zur Förderung des Haarwachstums

von Reza Azar |

Wissenschaftler der Umea Universität in Schweden haben ein Gen entdeckt, welches für die Regulation der Haarbildung zuständig ist. Das Gen mit der Bezeichnung Lhx2 schaltet sich in der Ruhephase des Haarzyklus ein und wird innerhalb der Wachstumsphase tätig. Zur Geburt ist das Lhx2 reichlich vorhanden und regt die Haarbildung bei Neugeborenen an.

Haarfollikel haben eine begrenzte Lebensdauer. Die Dauer der Wachstumsphase bestimmt unmittelbar die Länge der Haare. Solange die Haare wachsen sind die Haarfollikel aktiv. Nach einer gewissen Zeitspanne sterben sie ab und bilden sich nach einer Ruhephase wieder neu. Hält die Ruhephase an, ist von krankhaftem Haarausfall die Rede. Haare haben unterschiedliche Funktionen wie den Schutz vor Sonneneinstrahlung oder Wärmedämmung. Durch den Verlust der Haare gehen auch diese Schutzfunktionen verloren.

Die Forschergruppe fand außerdem heraus, dass das Gen nicht wie ursprünglich vermutet, in den Stammzellen der Haarfollikel vorzufinden ist, sondern in den Vorläuferzellen. Zudem ist das Lhx2 nicht nur für die Aktivierung der Haarbildung zuständig, sondern auch für die Strukturierung der Haare. Das Forschungsteam konnte mit ihrer Arbeit frühere Ergebnisse widerlegen.

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