Haarausfall

Haarausfall nach der Schwangerschaft

von Reza Azar |

Kann eine Schwangerschaft ursächlich für Haarausfall der Schwangeren sein oder langfristig das Risioko erhöhen? Um diese Frage zu klären, ist zuerst festzuhalten, dass der Haarbestand des Menschen unter anderem von Hormonen abhängig ist. Eine Schwangerschaft beeinflusst, das ist allgemein bekannt, den Hormonhaushalt der Frau während und nach der Schwangerschaft in signifikanter Weise. Insbesondere das Hormon „Östrogen“ spielt dabei eine bedeutende Rolle. Nach der Geburt eines Kindes sinkt der Östrogenspiegel der Mutter. Als Folge dessen setzt bei vielen Frauen das sogenannte postpartale Effluvium (von lat.: post partum = nach der Geburt und lat.: Effluvium = gesteigerter Haarausfall) ein, welches eine Form des diffusen Haarausfalls ist. Dieser diffuse Haarausfall verteilt sich gleichmäßig über den gesamten Kopf und hängt also unmitelbar mit der Schwangerschaft zusammen.

Östrogen ist verantwortlich für Haarausfall nach der Schwangerschaft

Diese Form des Haarverlustes ist nach der Geburt eines Kindes normal, da in der Schwangerschaft durch einen erhöhten Östrogenspiegel mehr Haare als außerhalb der Schwangerschaft in der Wachstumsphase gehalten werden. Nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel stark und versetzt mehr Haare in die Ruhephase, bis sie sich nach etwa drei Monaten lösen und ausfallen. Das Phänomen lässt sich also mit den Wachstumphasen der Haare und deren Abhängigkeit von den Hormonen bereits vollständig erklären.

Ausprägung ist individuell verschieden

Der Haarausfall nach der Schwangerschaft ist von Mutter zu Mutter unterschiedlich stark ausgeprägt und wird zudem je nach Haarstruktur subjektiv sehr unterschiedlich wahrgenommen. Während einige Frauen sehr erschrocken und beängstigt sind, nehmen andere den vermehrten Haarausfall kaum wahr. In beiden Fällen können Mütter unbesorgt sein, dass dieses Phänomen nicht von Dauer ist. Nach etwa neun Monaten nach der Geburt des Kindes, wird sich der Hormonspiegel und damit auch der Haarstatus bzw. der Haarausfall der Mutter wieder normalisieren. Ein Risiko, dass eine Schwangerschaft die ursächlichen Faktoren von Haarausfall langfristig begünstigt, besteht nicht.

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