Haarausfall

Haarwuchsmittel Finasterid steigert Brustkrebs-Risiko beim Mann

von Reza Azar |

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA warnt auf Grund mehrerer Fallberichte vor einem gesteigerten Brustkrebs-Risiko bei Männern. Die Einnahme des Haarausfallmedikamentes Finasterid soll damit im Zusammenhang stehen. Das Medikament wird sowohl bei einer gutartigen Prostatavergrößerung mit einer Dosis von fünf Milligramm als auch bei hormonell bedingtem Haarausfall in einer Dosis von einem Milligramm angewandt.

In Studien wurden über die Dauer von einem Jahr und bei einer Dosis von fünf Milligramm sieben Fälle von Brustkrebs bei Männern festgestellt. Man stellte sie einer Gruppe gegenüber, die das Medikament nicht einnehmen. Im Zeitraum von 1997 bis 2009 existieren bezogen auf die Einnahme von Finasterid in einer ein-Milligramm-Dosis drei Spontanberichte über Brustkrebs bei Männern. Bei einer fünf-Milligramm-Dosis gab es innerhalb einer Zeitspanne von 1992 bis 2009 weltweit 50 Fälle von Brustkrebs bei Männern.

Laut den EMA-Spezialisten liegen Hinweise auf Brustkrebs bei Männern unter Einnahme von Finasterid vor. Diese Erkenntnis konnte nachweislich zwar nicht gesichert werden, aber ein erhöhtes Risoko kann dennoch nicht ausgeschlossen werden. Experten drängen darauf, dass das Brustkrebsrisiko in der Produktinformation des Medikaments enthalten sein muss. Patienten, die Finasterid verschrieben bekommen, sollen von ihren Ärzten dazu angehalten werden, von möglichen Brustveränderungen zu berichten.

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