Wimperntransplantation

Hauterkrankungen und Allergene können Wimpernausfall verursachen

von Reza Azar |

In dem neu erschienenen Buch “Der Ophthalmologe“ weisen die Autoren, Dr. Elisabeth Kohl und Kollegen, aktuell darauf hin, dass viele dermatologische Erkrankungen auf das empfindliche Augenlid übergehen und dort Wimpernausfall (Madarose) verursachen können.

Im Mutterleib entwickeln sich aus dem äußeren Keimblatt des Embryo in einer ersten Zellteilung unter anderem Haut und Augen. Der gemeinsame Ursprung bewirkt, dass spätere Erkrankungen häufig beide Organe betreffen. Schuppenflechte (Psoriasis) dehnt sich beispielsweise bei jedem zehnten Patienten auf die Augenlider aus und bewirkt eine Lidentzündung (Blepharitis). Diese Entzündung führt bei vielen Betroffenen dann zu teilweisem oder sogar vollständigem Wimpernausfall.

Auch Allergene dringen in die Epidermis des Lids ein und verursachen Ekzeme. Bei Frauen erscheint diese Komplikation häufiger. Das kann an den Duftstoffen im Make-up liegen oder am Kontakt mit den Kunststoffen und Metallen, die für Schminkpinseln und -applikatoren verarbeitetet werden. Diese Stoffe können eine Typ-IV-Sensibilisierung bewirken. Eine eingehende Untersuchung, ob möglicherweise Allergien bestehenden, ist anzuraten. Diese gibt Auskunft über die auslösenden Faktoren der Entzündung.

Klebstoffe, wie Cyano- oder Methacrylate, die zur Befestigung künstlicher Nägel benutzt werden, können ebenfalls Lidekzeme auslösen, wenn sie von den Händen in die Augen gelangen. Ein weitere Ursache für Entzündungen sind Konservierungsmittel aus Augentropfen und anderen Medikamenten, auf die Betroffene allergisch reagieren.

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