Haartransplantation

Natürlicher Haarausfall, Prävention und Informationen zur FUE Haartransplantation

von Reza Azar |

In gewissen Maße ist Haarausfall vollkommen normal. Er gehört zu einem natürlichen Regenerationsprozess. Vor wenigen Tagen suchte mich ein Patient auf und berichtete mir, dass er sehr erschrocken gewesen sei, als er am Morgen nach dem Aufstehen ungefähr zwei Dutzend Haare auf seinem Kopfkissen gefunden hatte. Er fragte mich, ob man nun Maßnahmen ergreifen müsse und suchte Rat und Informationen zur FUE Haartransplantation bei mir.

Zunächst konnte ich meinen Patienten beruhigen. Man verliert jeden Tag Haare. In Fachkreisen ist man sich einig, dass der tägliche Verlust von 60 bis 100 Haaren in einem normalen Bereich liegt. Wenn der Haarausfall verstärkt auftritt oder partiell sowie wenn erste Bereiche sich lichten, sollte man sich Gedanken machen. Dann kann man auch die FUE Haartransplantation in Betracht ziehen.

Allerdings ist die Angabe von 100 Haaren, die man pro Tag verlieren darf, nur ein Richtwert. Jeder Mensch ist unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig, dass man sich beim Experten informiert, wenn man den Haarausfall bedenklich findet. Als Spezialist für Haarchirurgie wende ich individuelle Kriterien bei der Beurteilung an, führe eine Anamnese durch und informiere ausführlich über die Vorgehensweise bei einer FUE Haartransplantation, wenn der Patient diese in Betracht zieht.

Hier im Zentrum für Moderne Haartransplantation Berlin wenden wir eine ausgehend von der FUE Haartransplantation weiterentwickelte Methode an: die I-FUE Haartransplantation. Bei der I-FUE Haartransplantation werden wie bei der FUE Haartransplantation dem Hinterkopf einzeln Haare entnommen und in einer Konservierungslösung zwischengelagert, bis sie an der gewünschten Stelle implantiert werden. Bei der I-FUE Haartransplantation wird jedoch im Gegensatz zur FUE Haartransplantation die Dauer der externen Lagerung der Haare in der Lösung auf ein Minimum reduziert, indem in abwechselnden Phasen nach der Entnahme Haare die Haarfollikel an ihren neuen Bestimmungsort verpflanzt werden. Dadurch können sie sich schnellst möglich mit höchster Effektivität an die neue Umgebung anpassen.

Des Weiteren gibt es Punkte, die sowohl den Integrationsprozess der neuen Haare verlangsamen, als auch den Haarausfall fördern können. Da ist zunächst Stress zu nennen, da er die vorliegende – aber inaktive – erbliche Veranlagung zur Haarabstoßung anregt. Außerdem kann diese durch Rauchen in Kraft treten. Der negative Einfluss des Rauchens ist wissenschaftlich bewiesen. Die Giftstoffe, die man inhaliert, haben einen negativen Einfluss auf die Haarfollikel und können die Nährstoffzufuhr unterbinden. Daher rate ich allen Patienten im Vorfeld einer FUE Haartransplantation spätestens zwei Wochen vor der Operation mit dem Rauchen aufzuhören. Auch nach der Operation sollte man zumindest vorerst Zigaretten so oft wie möglich im Schrank lassen.

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