Haartransplantation

Spenderhaaranzahl für Haartransplantationen berechnen

von Reza Azar |

In meiner Praxis suchte mich vor Kurzen eine junge Frau auf. Sie war bereits von einem weit fortgeschrittenen Haarausfall betroffen. In der Vergangenheit war Haarausfall kein Thema für sie. Erst nach einer Infektionskrankheit begannen ihre Haare immer lichter zu werden. Die Patientin war zunächst nur wenig beunruhigt. Sie hatte die Hoffnung, dass sich der Haarausfall wieder von selbst reguliere. Es stellte sich heraus, dass ihr Großvater mütterlicherseits an Haarausfall leidet. Damit wuchs die Wahrscheinlichkeit, dass die Patientin von androgenetischem Haarausfall betroffen sein könnte. Androgenetischer Haarausfall wird von dem Vater oder der Mutter an die darauffolgende Generation weitervererbt. Der Verlust der Haare ist demnach erblich bedingt. Um den Haarausfall einzudämmen, sind Haartransplantationen eine wirksame Methode.

Es ist möglich, im Vorfeld der Haartransplantationen die Anzahl der Transplantate zu bestimmen. Als Spenderhaare verwendet man Eigenhaar, welches vom Hinterkopf des vom Haarausfall Betroffenen entnommen wird. Bei der jungen Frau war der Haarausfall jedoch zu weit ausgedehnt, sodass die Spenderhaare in diesem Bereich in einem zu geringen Umfang vorhanden waren. Da Transplantate von anderen Körperstellen eine vergleichbare Struktur besitzen, können diese ebenso für Haartransplantationen genutzt werden. Mit Hilfe der Software des "Zentrum für moderne Haartransplantation Berlin", kann man anhand eines Fotos die Anzahl der zu transplantierenden Spenderhaaren ermitteln. Anschließend führten wir, bezogen auf den operativen Eingriff, ein Beratungsgespräch. Die Entnahme und das Einsetzen der Spenderhaare wird mittels der sanften I-FUE Methode vorgenommen. Das skalpellfreie Verfahren gilt als schmerzfreie und narbenfreie Haartransplantation. Als Entnahmeinstrument wird eine feine Mikro-Hohlnadel verwendet. Während der Entnahme stanzt man die Haare einzeln heraus und legt diese zur Überbrückung bis zur Einpflanzung, in eine nährstoffreiche und wachstumsfördernde Lösung. Die Lösung versorgt die empfindlichen Haarfollikel mit Nährstoffen und fördert zugleich das Wachstum der Transplantate. Nach der Entnahme bohrt man winzige Löcher an den kahlen Stellen, um die Spenderhaare darin einzusetzen. Die Lagerdauer der Transplantate wird durch die intermittierende Vorgehensweise der einzelnen Phasen möglichst kurz gehalten. Dies ermöglicht eine schnellere Verpflanzung und führt bei Haartransplantationen mittels I-FUE Methode zu erfolgreichen Ergebnissen.

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