Haartransplantation

Was ist minimal-invasive Haartransplantation?

von Reza Azar |

Haartransplantationen werden bereits seit mehreren Jahrzehnten durchgeführt. Doch insbesondere in den letzten Jahren konnten bedeutende Erkenntnisse und technischer Fortschritt entscheidende Entwicklungen hervorbringen. Durch die minimal-invasive Chirurgie wird es möglich, auf ausgesprochen schonende Art, kosmetisch hochwertige und somit ästhetische Resultate zu erzielen. Die minimal-invasive Chirurgie konnte sich folglich erfolgreich als moderne Operationsmethode in immer mehr Bereichen für komplexe Eingriffe etablieren - dabei besonders in der plastischen Chirurgie und damit auch in der Ästhetischen- bzw. Schönheitschirurgie. Im Bereich der Haarchirurgie findet die minimal-invasive Technik Anwendung bei FUE- und I-FUE-Behandlungen. Das minimal-invasive Verfahren gilt als revolutionäre und derzeit fortschrittlichste Technik zur Durchführung einer Eigenhaarverpflanzung.

Eine minimal-invasive FUE-Haartransplantation kann (anders, als bei der FUT-Methode) auf die operative Entnahme eines Hautstreifens verzichten. Der Eingriff geht nicht mit sichtbaren Narben oder großen Schmerzen bei der Wundheilung einher und zieht auch keine unangenehmen Spannungsgefühle im Narbenareal nach sich. Sehr vorteilhaft für die Patienten ist auch, dass diese später jede Art von Frisur wählen können und nicht etwa durch sichtbare Narben beeinträchtigt werden.

Bei der minimal-invasiven Eigenhaarverpflanzung werden die Spenderhaare mittels feiner Hohlnadeln aus dem sicheren Spenderareal (Haarkranz) gewonnen. Das Empfangsgebiet wird unter Verwendung mikrochirurgischer Instrumente mit kleinsten „Empfangsöffnungen“ versehen, in welche die Spenderhaare durch Präzisionsarbeit eingesetzt werden. Es handelt sich hierbei um einen Eingriff mit geringstmöglicher Traumatisierung der Haut.

Aber nicht nur die äußerst schonende Behandlung stellt ein herausragendes Merkmal der minimal-invasiven Haartransplantation dar. Die nachfolgende Zusammenfassung zeigt die Vorteile im Überblick:

  • Auf Nähte oder Klammern wird verzichtet
  • In der Regel schmerzarmer Eingriff
  • Minimale Inzisionen (Hauteinschnitte) im Empfangsgebiet
  • Die Empfangslöcher sind so klein, dass sie später keine Narben hinterlassen
  • Hohe Anwuchsraten der transplantierten Haare
  • Diese Methode ermöglicht Korrekturen von FUT-Narben
  • Keine Einschränkungen bei der späteren Frisurenwahl – auch Kurzhaarschnitte oder Komplettrasur ist möglich bzw wird nicht durch unschöne Narben verhindert
  • Auch die Transplantation von Körperhaaren ist möglich

Die minimal-invasive Methode bietet ausgezeichnete Voraussetzungen für eine Haartransplantation unter modernsten Bedingungen. Sie stellt jedoch auch hohe Anforderungen an den ausführenden Haarchirurgen. Die Qualität des Eingriffs und das zu erwartende Resultat werden maßgeblich durch die Fähigkeiten und Erfahrungen des Arztes bestimmt. Dieser wichtige Aspekt sollte bei den Recherchen nach einem geeigneten Haarchirurgen Berücksichtigung finden.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zu einer minimal-invasiven I-FUE-Haartransplantation (Intermittent Follicle Unit Extraction), der weiterentwickelten und optimierten Form der klassischen FUE-Methode.

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