Glossar rund um Haarausfall und Haartransplantation

A

Allogene Haartransplantation

Die Allogene Haartransplantation beschreibt die (theoretisch mögliche) Übertragung/ Transplantation lebender Haarfollikel eines Menschen auf einen anderen fremden Menschen. Da das Gewebe des Spenders jedoch nicht mit dem Gewebe des Empfängers identisch ist, wird es nach etwa zwei bis vier Wochen nach der Transplantation zu einer Abstoßung der transplantierten Follikel kommen.

Alopezie

Der Begriff bezeichnet eine sichtbare Lichtung des Kopfhaares, also einen Zustand mit unnormal schütterem Haupthaar (Hypotrichose) oder mit haarlosen Hautbezirken. Die Alopezie (Alopecia) ist auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen und zeigt sich durch unterschiedliche Erscheinungsbilder. Je nach Ursache der Alopezie gibt es unterschiedliche Formen der Alopezie.

Am weitesten verbreitet sind:

  1. Androgenetische Alopezie/Alopecia Androgenetica
    ist genetisch bedingter Haarausfall, der also vererbt wird.
  2. Alopecia Areata/Kreisrunder Haarausfall
    ist runder, lokal begrenzter krankhafter Haarausfall.
  3. Diffuse Alopezie/Diffuser Haarausfall/Telogenes Effluvium
    ist diffuser Haarausfall am gesamten Kopf. Diese Form des Haarausfalls tritt öfters bei Frauen als bei Männern auf.

Lesen Sie dazu auch unsere Beiträge, welche Ursachen plötzlich starker Haarausfall haben kann und welche Mittel gegen Haarausfall helfen können.

Aminosäuren

Aminosäuren sind chemische Verbindungen, die die Grundbausteine von Proteinen bilden. Sie werden für die Bildung von Organen und Muskeln, Haut und Haaren benötigt. Manche Aminosäuren, die essenziellen Aminosäuren, kann der Körper nicht selbst herstellen, sondern ist auf eine Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Ein Mangel an Aminosäuren kann zu Haarausfall führen.

Anagenes Effluvium

Anagenes Effluvium steht für einen übermäßigen Ausfall von Haaren, die sich eigentlich in der Wachstumsphase befinden. Ursache ist eine akute Schädigung der Haarfollikel, die die Zellteilung stört und ein anomales, geschwächtes Haar zur Folge hat, was leicht ausfallen kann. Bekannteste Ursachen sind Chemotherapeutika, Schwermetallvergiftungen oder aggressive entzündliche Erkrankungen der Haarfollikel.

Anagenphase

Ein Haarfollikel durchläuft verschiedene Phasen, die man Haarzyklus nennt. Als Anagenphase bezeichnet man die Wachstumsphase des Haars, in der sich etwa 85 Prozent der Haarfollikel befinden. Sie dauert zwei bis sechs Jahre lang, das Haar wächst in dieser Zeit etwa einen Zentimeter pro Monat.

Anti-Baby-Pille

Die Anti-Baby-Pille ist ein hormonelles Verhütungsmittel. Sowohl die Einnahme der Pille als auch das Absetzen geht mit Änderungen im Hormonhaushalt der Frau einher. Beides kann deshalb einen hormonell bedingten Haarausfall verursachen.

Antimykotika

Antimykotika sind Medikamente gegen Pilzinfektionen. Pilzerkrankungen können auch auf der Kopfhaut auftreten. Sie werden durch den Kopfpilz Tinea capitis verursacht und können zu Schuppen, Entzündungen, Juckreiz und Haarausfall führen. Antimykotika gegen Kopfpilz sind Terbinafin, Itraconazol oder Fluconazol. Sie können als Tablette gegeben oder lokal auf der Kopfhaut angewandt werden als Shampoo, Lösung oder Creme.

Anwuchsrate

Die Anwuchsrate beschreibt den prozentualen Anteil von Haartransplantaten, die fest und dauerhaft im Empfängerareal anwachsen im Vergleich zu allen eingesetzten Transplantaten. Neben individuellen Faktoren sorgt insbesondere eine gute Technik der Haartransplantation für hohe Anwuchsraten.

Arganöl

Arganöl ist ein Naturprodukt des Arganbaums, der nur noch in Teilen Marokkos wächst. Es ist reich an ungesättigten Fettsäuren, Antioxidantien und Vitamin E. Bei Anwendung auf der Kopfhaut kann es durchblutungsfördernd wirken und die Haare glänzender machen. Außerdem soll es sich positiv auf das Haarwachstum auswirken. Bei trockener, brennender und schuppiger Kopfhaut kann es lindernd wirken.

Augenbrauen

Augenbrauen können ebenso wie Kopfhaar von Haarausfall betroffen sein. Ursächlich können genetische Faktoren, Nebenwirkungen von Medikamenten, verschiedene Haut- und Stoffwechselerkrankungen, Alopecia areata, Mangelerscheinungen, hormonelle Veränderungen, Stress oder Narben und Verletzungen sein. Durch Behandlung der Ursache kann der Haarverlust der Augenbrauen reversibel sein. Unterstützend wirken können regenerative Behandlungen. Bei bleibenden Lücken oder komplett ausgefallenen Augenbrauen ist eine Haartransplantation möglich. Als Spenderhaare hierfür kommen Augenbrauenhaare, die an unerwünschten Stellen wachsen infrage, ebenso wie Kopfhaar, Bart- oder Körperhaar. Lesen Sie auch unseren Beitrag zu den "perfekten Augenbrauen".

Autoimmunreaktion

Als Autoimmunreaktion bezeichnet man eine Störung des Immunsystems. Dabei richtet sich der Körper nicht nur gegen Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger oder Fremdsubstanzen, sondern greift fälschlicherweise körpereigene Strukturen an. Bekanntes Beispiel für eine Autoimmunreaktion ist die Erkrankung Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall). Dabei greifen Abwehrzellen die Haarwurzeln an, die daraufhin ihre Arbeit einstellen - es tritt ein Haarausfall auf.

Autologe Haartransplantation

Die Autologe Haartransplantation beinhaltet die Übertragung/ Transplantation körpereigener Haarfollikel/ Haare eines Patienten an eine andere Position desselben Patienten. Da das Gewebe des Spenders mit dem Gewebe des Empfängers in diesem Fall identisch ist, wird die Transplantation erfolgreich vom Körper angenommen. Folglich kann das transplantierte Haar an anderer Position weiter wachsen.

B

Back-Stretch-Effekt/Rückdehnungseffekt

Nach Haartransplantationen mittels der Streifenmethode wirken Spannungskräfte auf die vernähte oder vertackerte Narbe, die sich als Folge dessen zunehmend ausdehnt und verbreitert. Der englische Begriff „Back-Stretch-Effekt“ kann mit „Rückdehnungseffekt“ übersetzt werden.

Bart

Auch am Bart kann Haarverlust auftreten durch verschiedene Erkrankungen, Medikamente, genetische Faktoren oder Verletzungen und Narben. Manche Männer haben anlagebedingt einen spärlichen Bartwuchs. Bei hohem Leidensdruck ist es möglich, eine Transplantation von Barthaaren durchzuführen.

Basilikum

Shampoos, Spülungen oder Öle, die Basilikum enthalten, können als Mittel bei nicht krankheitsbedingtem Haarausfall eingesetzt werden. Basilikum enthält viele Vitamine und Spurenelemente sowie einen natürlichen Gegenspieler des männlichen Geschlechtshormons Dihydrotestosteron (DHT). Es soll haarwachstumsfördernd wirken und kann das Haar kräftiger und geschmeidiger machen. Lesen Sie mehr über Basilikum gegen Haarausfall.

Biotin

Biotin ist ein B-Vitamin, was eine wichtige Rolle im Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel spielt sowie DNA-Synthese und Zellwachstum fördert. Über die Ernährung wird normalerweise ausreichend Biotin aufgenommen, sodass ein Biotinmangel sehr selten ist. Ein Mangel an Biotin kann Haarausfall oder brüchiges Haar verursachen. Lesen Sie mehr über Biotin gegen Haarausfall.

Blutwerte

Vor einer Haarausfallbehandlung ist es wichtig, die zugrunde liegende Ursache für den Haarverlust zu finden. Sinnvoll ist eine Bestimmung der Blutwerte durch den behandelnden Arzt. So können Vitamin- und Nährstoffmangel, hormonelle Störungen oder verschiedene Krankheiten erkannt und gezielt behandelt werden, um den Haarverlust zu stoppen.

Bockshornklee

Bockshornklee ist eigentlich als Futter- und Gewürzpflanze bekannt. Es enthält jedoch zahlreiche Vitamine und Spurenelemente wie Eisen, Calcium, Magnesium, Zink, Vitamin A, C und D sowie B-Vitamine. Dadurch kann es bei diffusem Haarausfall durch Nährstoffmangel das Haarwachstum anregen. Auch eine Zunahme der Haardichte und -dicke kann beobachtet werden. Bockshornklee kann innerlich und äußerlich angewandt werden. Lesen Sie mehr über Bockshornklee gegen Haarausfall.

Bodygraft Transplantation/Körperhaartransplantation

Bei einer Körperhaartransplantation werden die Körperhaare mittels der I-FUE bzw. FUE-Entnahmetechnik entnommen und in die Kopfhaut verpflanzt. 
Im Zentrum für moderne Haartransplantation werden Körperhaare bei Patienten transplantiert, die sich bereits mehrerer Haartransplantationen nach veralteten Techniken (wie der Streifentechnik/FUT und der Punchtechnik) oder unsachgemäßer und zu aggressiver FUE-Methode, (wie sie häufig bei „Billigtransplanationen“ im kostengünstigeren Ausland durchgeführt werden) unterzogen haben und dem zur Folge nur wenige Spenderhaare am Hinterkopf haben. Zur Körperhaartransplantation sind Körperhaare von Rücken- und Brust am besten geeignet. Sie erzielen eine hohe Anwachsrate und passen sich optisch und strukturell den nativen Kopfhaaren an. D.h. sie werden in der Kopfhaut genau so lang wie native Kopfhaare.

Bodygraft/Körperhaar

Haarfollikel aus Körperregionen außerhalb des Kopfes, wie Brust, Beine, Achseln, Rücken.

Bulimie

Ein Grund für diffusen Haarausfall kann Nährstoffmangel sein. Nährstoffmangel kann durch Essstörungen wie Bulimie (Ess-Brech-Sucht) entstehen.

C

Chemotherapie

Eine Chemotherapie ist eine medikamentöse Behandlung bei Krebserkrankungen. Sie kann das Wachstum der Krebszellen eindämmen. Von der Wirkung der Chemotherapeutika sind aber auch andere Körperzellen betroffen, die eine hohe Zellteilungsrate aufweisen, zum Beispiel die Haarwurzelzellen. Es kann deshalb als Nebenwirkung zu Haarausfall kommen. Nach Abschluss der Therapie und nachdem die Medikamente komplett aus dem Körper verschwunden sind, ist der Haarverlust prinzipiell vollständig reversibel.

Coffein

Coffein ist ein Mittel, das häufig in freiverkäuflichen Shampoos gegen Haarausfall eingesetzt wird. In Laborstudien hat sich gezeigt, dass Coffein die Dauer der Wachstumsphase der Haare verlängern kann. Ein sicherer Effekt auf das Haarwachstum beim Menschen konnte bisher in wissenschaftlichen Studien nicht erwiesen werden.

Corona

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann neben vielen anderen Symptomen zu Haarausfall führen. Die Gründe sind nicht ganz klar. Ersten Erkenntnissen zufolge spielen entweder Gefäßveränderungen eine Rolle, die zu einer verminderten Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Haarwurzeln führen oder Autoimmunreaktionen. Es können verschiedene Muster des Haarausfalls entstehen wie ein diffuser oder kreisrunder Haarausfall, aber auch vernarbende Alopezien sowie verschiedene Mischbilder. Der Haarausfall tritt meist sechs bis acht Wochen nach der Erkrankung auf. Lesen Sie mehr über Corona und Haarausfall.

Cortisontherapie

Eine Cortisontherapie ist eine medikamentöse Behandlung gegen autoimmun bedingten Haarausfall. Cortison wirkt immunsuppressiv und kann dadurch die Fehlreaktion des Immunsystems abschwächen. In der Haarausfallbehandlung wird es vor allem bei der Alopecia areata eingesetzt und entweder lokal oder systemisch angewandt.

D

Dermatologe

Ein Dermatologe ist ein Hautarzt. Er kennt sich mit Erkrankungen der Haut und der Hautanhangsgebilde wie Nägeln und Haaren besonders gut aus. Deshalb kann er bei Haarausfall ein guter Ansprechpartner sein, eine breite Diagnostik durchführen und eine entsprechende Therapie einleiten.

DHI (Direct Hair Implantation)

DHI ist eine Technik der Haartransplantation. Die einzelnen Haarfollikel oder Grafts werden aus dem Spenderbereich entnommen und anschließend direkt ohne Zwischenlagerung in den Empfängerbereich implantiert.

Diffuser Haarausfall

Diffuser Haarausfall ist eine Form des übermäßigen Haarverlusts, bei dem das Haar am gesamten Kopf ausgedünnt wird. Einzelne Stellen können vermehrt betroffen sein. Häufige Ursachen sind Vitamin- und Nährstoffmangel, hormonelle Störungen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Stress, Infektionen, Vergiftungen oder verschiedene Erkrankungen. Nach Behandlung der Ursache ist diffuser Haarausfall prinzipiell reversibel.

Dihydrotestosteron/ DHT

DHT ist die Abkürzung für „Dihydrotestosteron“, ein männliches Sexualhormon, welches für den genetisch bedingten Haarausfall bei Männern verantwortlich ist. Das DHT greift die Haarwurzel an, sodass sich die Wachstumsphase des Haares verkürzt und dessen Ruhephase immer länger wird. Die Haarwurzel verkümmert zunehmend, so dass das Haar immer kürzer und dünner wird, bis die Haarwurzel letztlich abstirbt und das Haar ausfällt. Hier sprechen wir von der Miniaturisierung der Haare. Das Kopfhaar am Hinterkopf- und im Nackenbereich ist allerdings gegen das DHT- Hormon unempfindlich. Diese gesunden Haarfollikel werden bei der Haartransplantation entnommen und in die von Haarausfall betroffenen Stellen eingesetzt. Das transplantierte Haar behält seine gesunden Eigenschaften, inklusive der DHT-Resistenz bei und kann an neuer Position gesund und langfristig weiterwachsen.

Diphenylcyclopropenon

Diphenylcyclopropenon oder DCP ist ein Mittel, das zur topischen Immuntherapie bei einer schweren Alopecia areata angewandt wird. Es handelt sich um einen reizenden Stoff, der eine allergische Entzündungsreaktion der Kopfhaut auslöst. Dadurch soll das Immunsystem von der Autoimmunreaktion gegen die Haarwurzelzellen "abgelenkt" werden bzw. die vorhandenen Abwehrzellen "verdünnt" werden. So kann ein Nachwachsen der Haare ermöglicht werden.

Donor- Area/Spender-Bereich

Der englische Begriff betitelt den "Spender- Bereich", aus dem die zu transplantierenden Haarfollikel entnommen werden. Dies ist meistens der Hinterkopf- oder Schläfenbereich oder auch Körper (Brust, Bart, Bein) da die dort gewachsenen Haarfollikel resistent gegen androgenetisch bedingten Haarausfall sind.

E

Effluvium

Es ist normal, dass jeden Tag etwa 70 bis 100 Haare von unserem Kopf ausfallen. Wenn über einen längeren Zeitraum der tägliche Haarverlust deutlich über der Norm liegt, spricht man von unerwünschtem Haarausfall oder Effluvium.

Eisen

Eisen ist ein Spurenelement, das für viele Enzyme der DNA-Synthese benötigt wird. Da die Haarfollikel sehr stoffwechselaktiv sind und eine hohe Zellteilungsrate haben, ist eine ausreichend hohe Eisenversorgung des Körpers wichtig für ein gesundes Haarwachstum. Eisenmangel kann zu diffusem Haarausfall führen. Weltweit ist Eisenmangel die häufigste Mangelerscheinung und ist auch in Deutschland weit verbreitet. Mehr über Eisenmangel und Haarausfall.

Empfänger-Bereich/Recipient Area

Der Empfänger-Bereich ist der von Haarverlust betroffene Bereich, der transplantiert werden soll. Der entsprechend englische Begriff ist "recipient area“.

Erblicher Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall wird auch androgenetische Alopezie genannt. Es handelt sich um die mit Abstand häufigste Form von Haarausfall bei Männern und Frauen und ist in etwa 95 Prozent aller Fälle die Ursache von übermäßigem Haarverlust. In fortgeschrittenem Alter sind etwa 8 von 10 Männern und bis zu 5 von 10 Frauen betroffen. Ursächlich ist eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem männlichen Geschlechtshormon Dihydrotestosteron (DHT). Die klassische Erscheinungsform beginnt bei Männern mit Geheimratsecken, zunehmender Lichtung der Stirn und Seitenpartien sowie der Tonsur und kann im Endstadium in einem schmalen Haarkranz münden, der sich am Hinterkopf von Ohr zu Ohr zieht. Bei Frauen kommt es meist zu einem Haarverlust in der Scheitelregion.

Erythrozyten

Erythrozyten sind rote Blutkörperchen. Sie können zum Beispiel als Nebenprodukt bei der Gewinnung von thrombozytenreichem Plasma für eine PRP-Therapie anfallen.

Extensions

Extensions sind Strähnen aus Echt- oder Kunsthaar, die mit verschiedenen Methoden in den eigenen Haaren befestigt werden können, um das Haar künstlich zu verlängern oder zu verdichten.

F

Finasterid

Finasterid ist ein Medikament, das zur Behandlung des erblich bedingten Haarverlusts eingesetzt wird. Es hemmt die Umwandlung von Testosteron in das stoffwechselaktive Dihydrotestosteron (DHT). Da der erblich bedingte Haarausfall auf einer Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber DHT beruht, kann das Medikament den Haarverlust mindern.

FUE Haartransplantation

FUE steht für "Follicle Unit Extraction", was eine skalpellfreie und dadurch narbenfreie Entnahmetechnik der Haartransplantation beschreibt. Die Spenderhaare werden mittels spezieller Mikrohohlnadeln einzeln entnommen und einzeln in die kahlen Stellen verpflanzt. Die optimierte und weiterentwickelte Form ist die so genannte I-FUE Methode von Azar. Lesen Sie hier mehr über die FUE-Haartransplantation.

Fullicular Unit/FU/Follikuläre Einheit

FU steht als Abkürzung für „Follicular Unit“. Die follikuläre Einheit ist eine natürliche Haarfollikel-gruppen, die aus 1 bis maximal 5 unmittelbar nebeneinander wachsenden Haaren besteht. Da bei der Haartransplantation die kompletten follikulären Einheiten transplantiert werden sollten, entstehen pro transplantierter follikulärer Einheit also meistens mehrere Haare und nicht nur eins.

FUT

FUT steht für Follicular Unit Transplantation und ist eine Technik der Haartransplantation. Sie wird auch "Streifenmethode" genannt und in Deutschland häufig angewandt. Zur Gewinnung der Spenderhaare wird am Hinterkopf ein etwa 20 Zentimeter breiter Hautlappen entfernt. Die entstandene Lücke wird vernäht. Der Hautlappen wird in einzelne Einheiten zerlegt und diese Transplantate in Empfangslöcher im Empfängerareal eingesetzt. Hier erfahren Sie mehr über die FUT-Haartransplantation.

G

Geheimratsecken

Als Geheimratsecken bezeichnet man es, wenn der Haaransatz oberhalb der Schläfen zunehmend zurückweicht und kahle Stellen entstehen. Am häufigsten entstehen Geheimratsecken bei Männern ab dem 20. Lebensjahr, aber auch Frauen können betroffen sein. Mit Abstand häufigste Ursache ist der erblich bedingte Haarausfall. Normalerweise besteht kein Krankheitswert. Insbesondere Betroffene in jüngerem Alter können jedoch unter einer starken psychischen Belastung leiden. Passende Frisuren, konservative und medikamentöse Therapien sowie regenerative Behandlungen können helfen. Ebenfalls ist eine Haartransplantation an den Geheimratsecken möglich.

Glatze

Eine Glatze ist eine größere kahle Stelle auf dem Kopf, die durch Haarausfall oder durch Abrasieren der Haare entstanden ist.

GOÄ

GOÄ ist die Abkürzung für "Gebührenordnung für Ärzte". Es handelt sich dabei um eine Verordnung, die die Grundlage der Berechnung und Abrechnung aller ärztlichen Leistungen bildet, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt werden. Sie regeln die Abrechnung privatärztlicher Leistungen. Da es sich bei kosmetischen Eingriffen wie einer Haarausfallbehandlung in der Regel nicht um einen medizinisch notwendigen Eingriff handelt, werden die Kosten meist nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Sie müssen selbstständig bezahlt werden, die Kosten richten sich nach der aktuellen GOÄ.

Graft/Transplantat

Ein Graft oder Transplantat ist ein Hautstück mit Haarfollikeln. Es wird bei einer Haartransplantation aus dem Spenderbereich entnommen, kann dann nochmals in kleinere Stücke zerteilt werden und wird anschließend im Empfängerbereich eingesetzt. Ein Graft kann entweder einen einzelnen Haarfollikel oder eine follikuläre Einheit, eine Gruppe aus bis zu fünf zusammengehörigen Haarfollikeln, enthalten.

H

Haaransatz/Haarlinie

Als Haaransatz bezeichnet man den Übergang zwischen haarloser Stirn und dem Kopfhaar (Stirn- Haar- Grenze). Die Haarlinie umrahmt das Gesicht. Sie ist erblich bedingt und verläuft von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die Höhe und der Verlauf des Haaransatzes nehmen großen Einfluss auf das Erscheinungsbild des Menschen und sind bei der Haartransplantation somit von großer ästhetischer Bedeutung.

Haare

Der Mensch besitzt je nach Haarfarbe und individueller genetischer Veranlagung zwischen etwa 90.000 und 150.000 Kopfhaare, die in follikulären Einheiten/Follicular Units wachsen. Jede dieser Haarwurzelgruppen enthält ein bis maximal fünf Haare. Ein täglicher Verlust von bis zu 100 Haaren über den gesamten Kopfbereich verteilt, ist beim Menschen normal. Die ausgefallenen Haare werden von den verbleibenden Haarwurzeln nachgebildet – so wachsen ständig neue Haare nach.

Haare – der Aufbau

Jede follikuläre Einheit bestehet aus dem - in der Haut liegenden Haarfollikel und dem außerhalb der Haut sichtbaren Haarschaft. Der Haarfollikel beinhaltet die Haarwurzel, die Haarzwiebel und die Haarpapille, welche das Haar in der Haut verankern. Der Haarschaft ist der äußerlich sichtbare Teil, den wir optisch als Haar wahrnehmen.

Haaredas Haarwachstum

Das Wachstum der menschlichen Kopfhaare erfolgt in verschiedenen Phasen. Monatlich wächst das Kopfhaar etwa 12-15 Millimeter - jährlich bis zu 15-18 Zentimetern. Die Haarfollikel durchleben folgende Wachstumsphasen, die sich zyklisch wiederholen.

  • Wachstumsphase/Anagenphase: Ausbildung der Haarwurzel und Wachstum des Haares, Dauer 2 bis 6 Jahre, etwa. 85 % der Kopfhaare befinden sich in dieser Phase.
  • Übergangsphase / Katagenphase: Das Haar löst sich aus der Wurzel und wird zunehmend in die obere Schicht der Kopfhaut geschoben. Dauer 2 bis 3 Wochen, etwa 1 % der Kopfhaare befinden sich in dieser Phase.
  • Ruhephase/Telogenphase: Das Haar wird nicht mehr versorgt und stirbt ab. Es sitzt zunehmend lockerer in der Kopfhaut, bis es durch den Schub des nachwachsenden Haares, Kämmen oder Waschen aus der Kopfhaut gelöst wird. Dauer 2 bis 6 Monate, etwa 14 % der Kopfhaare befinden sich in dieser Phase.
Haarfollikel

Ein Haarfollikel ist das kleinste Organ des Menschen. Es handelt sich um eine Struktur, die die Haarwurzel umgibt und dadurch das Haar in der Kopfhaut verankert. In den Haarfollikel münden Talgdrüsen, unten am Haarfollikel befinden sich kleine Muskeln, die das Haar aufstellen und so eine Gänsehaut verursachen können.

Haarpigmentierung

Als Haarpigmentierung bezeichnet man ein Verfahren, bei dem Farbpigmente in die Kopfhaut eingebracht werden, um lichtes Haar optisch zu verdichten. Die Methode ist ähnlich wie bei einem Permanent Make-up. Ob eine Haarpigmentierung für einen bestimmten Menschen geeignet ist, hängt davon ab, welche Art von Haarausfall in welcher Ausprägung vorliegt und in welcher Farbe und Länge das Resthaar vorhanden ist.

Haartransplantation

Haartransplantation bedeutet eine Umverteilung der vorhandenen Haare mit samt der Wurzel innerhalb eines Individuums. Die Haartransplantationsmethoden kann man in zwei Gruppen einteilen:

  1. Narben-assoziierte Haartransplantationstechniken wie die Streifentechnik/FUT oder die Punchtechnik
  2. Narbenfreie Haartrannsplantationsmethoden wie die FUE- bzw. I-FUE Haartransplantation

Lesen Sie hier auch unseren speziellen Beiträge:

Halbglatze

Bei einer Halbglatze fehlt ein größerer Teil des Kopfhaars, der Kopf ist aber noch nicht komplett kahl. Meist sind Stirn, Schläfen und Oberkopf bis zur Tonur kahl, während an den Seiten und dem Hinterkopf noch Haare stehen. Klassischerweise kommt die Halbglatze bei fortgeschrittenen Formen des erblich bedingten Haarausfalls vor.

Hamilton-Norwood-Schema

Das Hamilton-Norwood-Schema ist eine Stadieneinteilung des erblich bedingten Haarausfalls. Es erlaubt eine standardisierte medizinische Dokumentation. Es gibt sieben Stadien, die von kleinen Geheimratsecken bis hin zur Maximalausprägung, einem schmalen Haarkranz am Hinterkopf, reichen.

Hashimoto-Thyreoiditis

Eine Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, die im Verlauf zu einer Unterfunktion der Schilddrüse führt, anfangs aber auch mit einer Überfunktion einhergehen kann. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann zu Hautveränderungen, brüchigen Haaren und diffusem Haarausfall führen. Andererseits treten verschiedene Autoimmunerkrankungen häufig parallel auf, sodass bei einer Hashimoto-Thyreoiditis auch ein kreisrunder Haarausfall vorkommen kann. Erfahren Sie hier mehr über die Rolle der Schilddrüse und Haarausfall.

Hautlupus

Der Lupus erythematodes ist eine Autoimmunerkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis. Man unterscheidet eine systemische Form, die den ganzen Körper betreffen kann und den Hautlupus, der nur die Haut betrifft. Er wird auch kutaner Lupus erythematodes genannt und tritt in mehreren Unterformen auf. Es gibt verschiedene Hautveränderungen wie eine Gesichtsrötung, scheibenförmige rötliche Plaques mit Schuppen oder derbe, entzündliche Knoten. Ein Hautlupus kann zu vernarbendem Haarausfall führen.

Hohlnadel

Eine Hohlnadel ist ein medizinisches Instrument, das zur Haartransplantation benötigt wird. Man kann die feine Hohlnadel präzise über eine einzelne follikuläre Einheit im Spenderbereich stülpen und sie dann aus der Haut ausstanzen, um ein Transplantat zu erhalten.

Hormone

Hormone sind Botenstoffe, die in verschiedenen Organen gebildet werden und verschiedene Körperfunktionen steuern. Hormone wirken sich auch auf das Haarwachstum aus und können Haarausfall begünstigen. Zum Beispiel spielt das männliche Geschlechtshormon Dihydrotestosteron (DHT) eine wichtige Rolle bei erblich bedingtem Haarausfall. Bei Frauen können Schwankungen des Geschlechtshormons Östrogen in der Pubertät, der Menopause, einer Schwangerschaft oder dem An- und Absetzen der Pille ebenfalls Haarausfall verursachen. Auch Schwankungen der Schilddrüsenhormone können zu Haarverlust führen.

I

I-FUE Haartransplantation

I-FUE "Intermittent Follicle Unit Extraction" - Haartransplantation ist die von dem Haarchirurgen Azar optimierte und weiterentwickelte Form der klassischen FUE Haartransplantation. Die Anwachsrate der transplantierten Spenderhaare nach der I-FUE Methode ist deutlich höher als die Anwachsrate nach der FUE Haartransplantation. Dies liegt an den kürzeren Lagerungszeiten der Haarfollikel außerhalb des Körpers.

IG-Haartransplantation

Bei der IG-Haartransplantation handelt es sich um eine neue Methode der Haartransplantation, die nach langjähriger Forschung im Jahr 2022 erstmals im Zentrum für moderne Haartransplantation in Berlin durchgeführt werden konnte. IG steht für Instant Growth - sofortiges Wachstum. Bei bisherigen Methoden der Haartransplantation war es die Regel, dass die transplantierten Haare zunächst ausfallen und das reguläre Wachstum erst nach einigen Monaten einsetzt. Mit der IG-Methode wurde es möglich, dass ein Großteil der versetzten Haare sofort weiter wächst.

Immuntherapie

Eine Immuntherapie ist eine Behandlung, bei der das körpereigene Immunsystem zur Krankheitsbekämpfung eingesetzt wird. Bekanntes Beispiel bei Haarausfallbehandlungen ist die topische Immuntherapie bei einer Alopecia areata. Dabei wird mit reizenden Stoffen eine lokale Entzündungsreaktion auf der Kopfhaut ausgelöst. Dadurch wird das Immunsystem von der Alopecia areata "abgelenkt" und diese kann sich bessern.

Infusionstherapie

Mangelerscheinungen können Grund für Haarausfall sein. Sie können mit einer Blutuntersuchung festgestellt werden. Bei der Infusionstherapie werden fehlende Vitamine, Spurenelemente oder Aminosäuren nach individuellen Bedürfnissen zugeführt.

K

Katagenphase

Ein Haarfollikel durchläuft verschiedene Phasen, die man Haarzyklus nennt. Als Katagenphase bezeichnet man die Übergangsphase, in der sich etwa ein Prozent der Haarfollikel befinden. Nach Abschluss der Wachstumsphase wird innerhalb von ein bis zwei Wochen die Zellteilung und Nährstoffversorgung an der Haarwurzeln eingestellt und das Haar bis kurz unter die Kopfhaut nach außen geschoben.

Korrekturbehandlung/Repair work

Korrekturbehandlungen sind korrigierende Nachbehandlungen nach mangelhaften oder misslungenen Vorbehandlungen. Sie verfolgen das Ziel einer Verbesserung. Das Zentrum für moderne Haartransplantation hat sich auf Korrekturbehandlungen spezialisiert und kann somit zuvor gemachte Fehler (anderer Ärzte) verbessern oder korrigieren.

Kreisrunder Haarausfall

Kreisrunden Haarausfall nennt man auch Alopecia areata. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung. Dabei entstehen runde bis ovale, komplett kahle Stellen im Haar. Neben dem Kopfhaar können die gesamte Körperbehaarung sowie Augenbrauen und Wimpern betroffen sein. Die Erkrankung kann spontan ausheilen, Rezidive sind häufig. Behandlungsansätze umfassen lokale oder systemische immunsuppressive Therapien. Etwa zwei Prozent aller Menschen sind von der Erkrankung betroffen, häufig Kinder und Jugendliche.

Kunsthaar-Implantate

Bei einer Kunsthaar-Implantation werden synthetisch hergestellte Haare für eine Haartransplantation verwendet. Insbesondere Patienten, denen wenig körpereigenes Spendermaterial zu Verfügung steht, können sich für diese Methode interessieren. Da es sich bei Kunsthaaren um Fremdkörper handelt, treten jedoch häufig Abwehrreaktionen, Entzündungen und Infektionen der Kopfhaut auf. Auch das ästhetische Ergebnis ist weniger ansprechend als bei Echthaar.

L

Lagerungszeit der Transplantate

Der zeitliche abstand zwischen der Entnahme der Transplantate und deren Verpflanzung in das Transplantationsareal wird als Lagerungszeit bezeichnet.

Libido

Libido ist ein anderes Wort für Sexualtrieb. Bei Haarausfall ist es vor allem in der medikamentösen Therapie ein Thema. Einige Medikamente gegen erblich bedingten Haarausfall, insbesondere Finasterid, greifen in den Hormonhaushalt ein. Durch eine verminderte Freisetzung des männlichen Geschlechtshormons Dihydrotestosteron (DHT) wird einerseits Haarausfall vermindert, andererseits können Nebenwirkungen auftreten wie Stimmungsschwankungen, Vergrößerung der Brustdrüsen oder eben ein Verlust oder eine Verminderung der Libido.

Low-Level-Laser

Die Low-Level-Laser-Therapie gehört zu den regenerativen Therapien einer Haarausfallbehandlung. Die Kopfhaut wird mit einem medizinischen Laser behandelt. Dadurch wird die Durchblutung der Kopfhaut und damit die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung verbessert. Die Zellteilung wird angeregt und die Wachstumsphase der Haare verlängert. Dadurch kann verstärktem Haarausfall entgegengewirkt werden.

M

Magenbypass

Ein Magenbypass ist eine Operationsmethode für stark übergewichtige Menschen. Dabei wird ein Großteil des Magens und ein Teil des Dünndarms funktionell ausgeschaltet, wodurch ein wesentlich schnelleres Sättigungsgefühl eintritt und die Aufspaltung der Nahrungsbestandteile erst später im Magen-Darm-Trakt erfolgt. Dadurch wird den Patienten eine zügige und ausgeprägte Gewichtsabnahme ermöglicht. Problematisch ist, dass durch die geringe Nahrungsmenge und die schlechtere Nährstoffaufnahme Mangelerscheinungen entstehen können. Insbesondere ein Mangel an Eisen und verschiedenen Vitaminen tritt häufig auf. Das kann zu Haarausfall führen - ein häufiges Symptom bei Patienten nach einer solchen Operation.

Medizintourismus

Medizintourismus bezeichnet die gezielte Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen im Ausland. Dies ist bei Haarausfallbehandlungen ein häufiges Thema, weil viele Anbieter im Ausland zum Beispiel eine Haartransplantation deutlich billiger anbieten als in Deutschland oder ein Komplettpaket inklusive Urlaub versprechen. Zu beachten ist jedoch, dass die technische und hygienische Qualität im Ausland häufig nicht mit der in Deutschland vergleichbar sind. Im Fall vom Komplikationen ist auch die Rechtslage im Ausland meist zu Ungunsten des Patienten.

Menopause

Als Menopause wird die letzte Menstruation im Leben einer Frau bezeichnet. Da es hiernach zu deutlichen hormonellen Umstellungen im Körper kommt, leiden viele Frauen in dieser Phase unter verstärktem Haarausfall. Mehr über Haarausfall in den Wechseljahren.

Meso-Therapie

Die Meso-Therapie ist eine Behandlungsmethode aus der Alternativmedizin gegen Haarausfall. Dabei werden bestimmte Vitamine, Spurenelemente, Hyaluronsäure, Medikamente oder homöopathische Mittel direkt in die Kopfhaut injiziert. Dadurch kann die Selbstheilung angeregt und das Haarwachstum gefördert werden.

Microneedling

Beim Microneedling handelt es sich um einen Beauty-Trend gegen Haarausfall. Verwendet wird eine kleine Rolle, die Dermarolle, die zahlreiche kurze und feine Nadeln enthält. Bei der Verwendung auf der Kopfhaut werden damit winzige oberflächliche Verletzungen der Haut erzeugt. Dadurch soll die Durchblutung angeregt und die Freisetzung von Wachstumsfaktoren gefördert werden.

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebenswichtige Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Man unterscheidet Makromineralstoffe und Spurenelemente. Zu den Makronährstoffen gehören zum Beispiel Kalium, Calcium oder Magnesium, zu den Spurenelementen beispielsweise Eisen, Selen, Zink oder Kupfer. Mineralstoffe werden für sehr viele Stoffwechselprozesse benötigt. Ein Mangel an Mineralstoffen kann zu verschiedenen Stoffwechselstörungen führen und zum Beispiel Haarausfall verursachen.

Minimal-invasiv

Als minimal-invasiv bezeichnet man einen chirurgischen Eingriff, bei dem nur kleinste Hautschnitte durchgeführt werden. Vorteile sind eine geringere Narbenbildung, schonendere Eingriffe, eine schnellere Heilung und weniger Schmerzen. Moderne Methoden der Haartransplantation werden in minimal-invasiven Eingriffen durchgeführt.

Minoxidil

Minoxidil ist ein Medikament, was gegen erblich bedingten Haarausfall verwendet wird. Es ist eigentlich als Blutdruckmittel bekannt, wirkt lokal auf der Kopfhaut angewandt aber dem Haarausfall entgegen. Es ist als Lösung oder Schaum erhältlich.

Morbus Basedow

Ein Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Sie führt zu einer Schilddrüsenüberfunktion. Dadurch kann verstärkter Haarausfall ausgelöst werden. Durch eine medikamentöse Regulation der Schilddrüsenfunktion ist dieser Haarausfall prinzipiell reversibel.

Motorisierte Entnahme

Im Rahmen einer Haartransplantation ist es möglich, die einzelnen follikulären Einheiten nicht per Handarbeit, sondern durch einen Roboter oder mithilfe eines Roboters durchführen zu lassen. Das bezeichnet man als motorisierte Entnahme der Transplantate. Die Methode ist schneller und arbeitssparend im Vergleich zur manuellen Entnahme, jedoch nicht so schonend und führt häufig zu einer Verletzung der Transplantate.

N

Neurodermitis

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die zu rötlichen, juckenden Ausschlägen führt. Neurodermitis kann auch auf der Kopfhaut auftreten und dadurch zu Haarausfall führen. Außerdem kann eine Neurodermitis mit Autoimmunerkrankungen wie der Alopecia areata gemeinsam auftreten.

O

Oestrogenspiegel

Der Östrogenspiegel ist die Menge von weiblichen Geschlechtshormonen im Körper. Das Hormon Östrogen wirkt sich günstig auf das Haarwachstum aus. Hohe Östrogenspiegel können deshalb das Haarwachstum beschleunigen, niedrige Spiegel für Haarausfall sorgen. Durch hormonelle Umstellungen kann es bei Frauen daher in vielen Lebensphasen zu Haarausfall kommen, zum Beispiel beim An- oder Absetzen der Anti-Baby-Pille, in der Pubertät, während oder nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Mehr über Haarausfall bei Frauen.

P

Phototrichogramm

Ein Phototrichogramm ist eine diagnostische Methode zur Beurteilung des Haarwachstums. Dabei werden kleine Stellen auf der Kopfhaut markiert und kahl rasiert. Diese Stellen werden dann fotografiert. Nach wenigen Tagen fotografiert man die markierten Stellen erneut. Durch einen Vergleich der Fotos kann man das Haarwachstum beurteilen. Das Phototrichogramm kann sowohl in der Diagnostik des Haarausfalls als auch zur Beurteilung eines Therapieerfolgs angewendet werden. Da die Methode jedoch sehr aufwendig ist, wird sie vorrangig in Studien eingesetzt.

Pilzinfektionen

Pilzinfektionen sind infektiöse Hauterkrankungen. Sie können auch auf der Kopfhaut vorkommen und werden dort meist durch den Kopfpilz Tinea capitis ausgelöst. Es entstehen rötliche, schuppige Bereiche auf der Kopfhaut, an denen häufig die Haare ausfallen. Häufig sind Kinder betroffen. Die Behandlung erfolgt mit Anti-Pilz-Mitteln, sogenannten Antimykotika. Mehr über Haarausfall bei Kindern.

PRP

PRP steht für Platelet Rich Plasma oder plättchenreiches Plasma. Die PRP-Behandlung gehört zu den regenerativen Therapien bei der Haarausfallbehandlung. Es handelt sich um eine Eigenbluttherapie. Dem Patienten wird Blut entnommen und speziell aufbereitet, sodass ein an Blutplättchen, Zytokinen und Wachstumsfaktoren reiches Serum entsteht. Es wird in die Kopfhaut injiziert und regt Wachstum und Zellerneuerung der Haarwurzeln an.

Puppenkopf-Effekt

Bei einer Haartransplantation ist es wichtig, die Haarlinie und die Wuchsrichtung der Haare zu beachten. An der Haarlinie sollten zum Beispiel nur einzelne Haare und keine follikulären Einheiten eingesetzt werden. Das Ergebnis sieht sonst unnatürlich wie bei einer Puppe aus (Puppenkopf-Effekt).

S

Schilddrüsenerkrankung

Eine Schilddrüsenerkrankung kann zu einer Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse führen. Dies wiederum beeinflusst verschiedene Stoffwechselvorgänge und kann zum Beispiel zu Haarausfall führen. Außerdem gehen einige Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse mit anderen Autoimmunerkrankungen wie der Alopecia areata einher.

Schwangerschaft

In der Schwangerschaft stellt sich der Hormonhaushalt einer Frau stark um. Insbesondere der Östrogenspiegel steigt deutlich an. Östrogen verlängert die Wachstumsphase der Haare und sorgt dadurch für besonders schöne Haare bei Schwangeren. Nach der Geburt fällt der Östrogenspiegel stark, sodass es zu Haarausfall kommen kann. Es entsteht ein diffuser Haarausfall, vor allem an den Schläfen und dem Scheitel. Zusätzlich ist in der Schwangerschaft der Bedarf an manchen Nährstoffen deutlich erhöht, sodass Haarausfall durch Mangelerscheinungen begünstigt werden kann. Lesen Sie mehr über Haarausfall nach der Schwangerschaft.

Shock-Loss/Schockausfall

Shock-loss beschreibt den traumabedingten Haarausfall durch extern zugeführte Schädigung der Haut z.B. durch zu grobe Instrumente oder Skalpellschnitte oder durch arterielle Unterversorgung der Haarfollikel durch unsachgemäße Anwendung von Betäubungsmitteln.
Bei der Entnahme der Transplantate können die Haut und die umliegenden Haarfollikel geschädigt werden, so dass es dadurch zu einem traumabedingten Haarverlust kommt, der vorübergehend oder dauerhaft sein kann. Dies kann eine spätere Transplantations-gewinnung für weitere Haartransplantationen erschweren oder sogar unmöglich machen.

Slit-Technik

Die Slit-Technik ist ein Schritt in der Haartransplantation nach der FUE-Methode. Dabei werden mit speziellen feinen Klingen winzige Kanäle im Empfängerareal erzeugt, die die Transplantate aufnehmen können. Sie müssen im richtigen Abstand und im richtigen Winkel gesetzt werden, um ein natürliches Ergebnis zu erreichen.

Spurenelemente

Als Spurenelemente bezeichnet man Mikronährstoffe, die über die Nahrung aufgenommen werden müssen und für viele Stoffwechselprozesse wichtig sind. Zu den Spurenelementen gehören Eisen, Kupfer, Selen, Zink, Chrom, Fluor oder Jod.

Stammzellen-Therapie

Die Stammzellen-Therapie ist eine regenerative Behandlung bei Haarausfall. Dabei wird Unterhautfettgewebe entnommen und so aufbereitet, dass Fett-Stammzellen extrahiert werden können. Diese Stammzellen werden in die Kopfhaut injiziert und produzieren dort Wachstumsfaktoren, die das Haarwachstum anregen.

Streifenmethode/Streifenmethode/FUT/Strip-Technik

Der Begriff Streifenmethode bezeichnet die Methode der Haartransplantation, bei der mittels eines Skalpells, ein spindelförmiger Hautlappen aus der Kopfhaut herausgeschnitten wird. Dieser wird anschließend durch Zerlegung des Hautlappens in einzelne Grafts/Spenderhaare zerlegt. Diese Methode verursacht bei den meisten Patienten eine optisch unschöne und schmerzhafte Narbe.

Wir distanzieren uns ausdrücklich von dieser schädigenden Methode!

Bild oben: Hautlappenentnahme bei der FUT/ Streifenmethode

Bild oben: Getackerte Wunde nach der FUT/ Streifenmethode

Bild oben: Narbe nach der FUT/ Streifenmethode

Stress

Stress kann körperliche Symptome wie Haarausfall verursachen. Man geht davon aus, dass ursächlich ein erhöhter Spiegel von Stresshormonen zugrunde liegt, der wiederum die Ausschüttung von entzündungsfördernden Substanzen begünstigt. Durch Entzündungsprozesse am Haarfollikel wird die Wachstumsphase der Haare verkürzt und Haarausfall begünstigt. Lesen Sie hier mehr über stressbedingten Haarausfall.

T

Telogenes Effluvium

Als telogenes Effluvium bezeichnet man einen gesteigerten Haarverlust durch ein vorzeitiges Eintreten der Haare in die Telogenphase (Ruhephase) des Haarzyklus. Ursachen können schwere Infektionserkrankungen, Operationen, großer Stress, ausgeprägte Diäten oder verschiedene Erkrankungen sein. Da oft eine zeitliche Latenz von zwei bis drei Monaten zwischen Auslöser und Haarverlust liegt, kann die Ursache schwer zu erkennen sein.

Telogenphase

Ein Haarfollikel durchläuft verschiedene Phasen, die man Haarzyklus nennt. Als Telogenphase bezeichnet man die Ruhephase des Haars. Es ist nicht mehr fest in der Kopfhaut verankert und wird innerhalb der nächsten ein bis drei Monate ausfallen. In der Regel befinden sich etwa 14 Prozent der Haare in dieser Zyklusphase.

Thrombozytenarm

Thrombozytenarmes Plasma ist ein Nebenprodukt, das bei der PRP-Therapie entsteht. PRP steht für Platelet Rich Plasma, plättchenreiches Plasma oder thrombozytenreiches Plasma. Es wird zur Anregung der Selbstheilungskräfte bei Haarausfall eingesetzt. Bei der Zentrifugation bleiben thrombozytenarmes Plasma und rote Blutkörperchen zurück.

Tinea capitis

Tinea capitis ist der Erreger von Kopfpilz. Es handelt sich um eine infektiöse Pilzerkrankung der Kopfhaut, die mit rötlichen, schuppigen Hautveränderungen und Haarausfall einhergeht.

Topisch

Eine topische Anwendung ist eine örtliche, äußerliche Anwendung eines Mittels. Bei Haarausfall werden zum Beispiel Shampoos oder Lösungen zur Behandlung eingesetzt, die topisch auf der Kopfhaut angewendet werden.

Traktionsalopezie

Die Traktionsalopezie ist eine Form des mechanisch verursachten Haarausfalls. Es kommt durch erhöhte Reibung, Druck- oder Zugbelastung zu einem vermehrten Haarausfall, vor allem am Haaransatz und den Seitenpartien. Auslöser sind enge, straffe Zöpfe, enge Kopfbedeckungen, Frisuren wie Dreadlocks oder Cornrows, täglich gleicher Haarschmuck, Extensions oder starkes Ziehen beim Frisieren.

Transsektionsrate/Transsektion

Die Transsektionsrate beschreibt das Verhältnis beschädigter oder zerstörter Haarfollikel durch die Entnahme. Bei unsachgemäßer Entnahme steigt die Transsektionsrate – also die „Zerstörungs- oder Beschädigungsrate“.

Trichogramm

Ein Trichogramm ist eine diagnostische Methode zur Beurteilung eines Haarausfalls. Dabei werden dem Patienten 50 bis 100 Haare entfernt und unter dem Mikroskop beurteilt. So lassen sich Aussagen darüber treffen, wie viele Haare sich in einer bestimmten Phase des Haarzyklus befinden und ob krankhafte Veränderungen der Haarwurzeln vorliegen.

Trichologe

Ein Trichologe ist ein Spezialist für Fragen zu Kopfhaut, Haaren und Haarwurzeln. Er kann Tipps geben zur Haarpflege und Verbesserung der Haargesundheit. In der Regel ist ein Trichologe kein Arzt und darf deshalb auch keine Diagnosen stellen oder Medikamente verschreiben.

Trichoscan

Ein Trichoscan ist eine diagnostische Methode zur Beurteilung eines Haarausfalls. Dabei wird eine Stelle der Kopfhaut kahl rasiert. Nach drei Tagen wird die Stelle eingefärbt und fotografiert. Ein Computer kann daraus Daten über das Haarwachstum und den Status der Haarwurzeln errechnen.

Trichotemnomanie

Die Trichotemnomanie ist ähnlich wie die Trichotillomanie eine psychische Störung. Betroffene haben den Zwang, sich selbst immer wieder Haare abzuschneiden. Dadurch entstehen Bereiche verminderter Haardichte mit auffällig kurzen Haaren.

Trichotillomanie

Trichotillomanie ist eine psychische Erkrankung, bei der sich Betroffene selbst die Haare ausreißen. Dadurch entstehen kahle Stellen auf dem Kopf, auch Hautreizungen können auftreten.

V

Vitamine

Vitamine sind organische Verbindungen, die der Körper für lebenswichtige Stoffwechselvorgänge benötigt, aber nicht in ausreichender Menge selbst synthetisieren kann. Sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Ein Vitaminmangel kann zu Stoffwechselstörungen wie Haarausfall führen, weil wichtige Vorgänge wie die DNA-Synthese und Enzymfunktionen dadurch gestört werden. Für das Haarwachstum wichtig sind die Vitamine A, B, C, D und E. Hier erfahren Sie mehr über Vitamine & Haarausfall.

Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)

Die Weißfleckenkrankheit Vitiligo ist eine Autoimmunerkrankung, bei der es zu einem Untergang der Pigmentzellen der Haut kommt. Dadurch entstehen weiße Flecken auf der Haut. Zusätzlich können weiße Haarsträhnen vorkommen. Die Erkrankung ist gutartig, aber nicht heilbar und kann kosmetisch sehr störend wirken. Sie kommt gehäuft gemeinsam mit anderen Autoimmunerkrankungen wie dem kreisrunden Haarausfall vor.

W

Wimpern

Auch Wimpern können von Haarausfall betroffen sein. Ursächlich zugrunde liegen können verschiedene Erkrankungen, mechanischer Stress, Nebenwirkungen von Medikamenten, Vitamin- oder Nährstoffmangel sowie angeborene Augenerkrankungen oder -fehlstellungen. Falls auch nach Ursachenbehebung kein zufriedenstellendes Wachstum der Wimpern mehr eintritt, ist eine Wimperntransplantation möglich.

Wuchsrichtung

Die Wuchsrichtung ist die Richtung, in die die Haare wachsen. Sie ist je nach Stelle am Kopf unterschiedlich. Bei einer Haartransplantation ist es wichtig, die Transplantate im richtigen Winkel in das Empfängerareal einzusetzen, damit die Wuchsrichtung mit den bereits dort vorhandenen Haaren übereinstimmt und ein natürliches Bild entsteht.

Z

Zink

Zink ist ein wichtiges Spurenelement für das Haarwachstum. Zinkmangel kann die Haarstruktur verändern und für Haarausfall sorgen. Es wird vermutet, dass ein Mangel an Zink auch kreisrunden Haarausfall verstärken kann.

Zupftest

Der Zupftest ist ein einfacher Selbsttest, den Patienten durchführen können, wenn sie vermuten, an verstärktem Haarausfall zu leiden. Am Morgen vor dem Test sollte sich der Patient die Haare waschen. Bei der Testdurchführung nimmt man etwa zehn Haare in die Hand und zieht mit einer konstanten Kraft daran, ohne die Haare auszureißen oder auseinanderzureißen. Wenn danach mehr als 30 bis 40 Prozent der Haare in der Hand bleiben, deutet das auf verstärkten Haarausfall hin. Der Test kann auch zur Kontrolle einer laufenden Therapie durchgeführt werden.

Zytokine

Zytokine sind Botenstoffe, die der Signalübertragung zwischen Zellen dienen und deren Vermehrung und Entwicklung steuern können. Während einige Zytokine, zum Beispiel bei der Alopecia areata, entzündungsfördernd wirken und dadurch Haarausfall verursachen können, wirken andere Zytokine, zum Beispiel im Rahmen einer PRP-Therapie, wachstumsfördernd.

Wie können wir helfen?

Sie interessieren sich für eine professionelle Diagnostik und Behandlung Ihres Haarausfalls? Oder Sie möchten ihre Wimpern, Augenbrauen oder Ihren Bart durch eine Haartransplantation wiederherstellen oder optisch verschönern lassen? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

Reza P. Azar, Ärztlicher Leiter

Zentrum für moderne Haartransplantation
Kurfürstendamm 218
10719 Berlin

Telefon: +49-30 206 474 18

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