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Kunstfehler in Haartransplantation und deren Korrektur mittels I-FUE Methode

Narbenfreie Abheilung des Entnahmeareals nach I-FUE Haartransplantation

Blog-Artikel
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Die Streifenmethode - die meist verwendete Methode der Haartransplantation - geht stets mit Narbenbildung einher

Die FUT Haartransplantation oder auch Streifenmethode und Striptechnik genannt, ist immer noch das am häufigsten angewandte Verfahren zur Haartransplantation in Deutschland. Ca. 90% der Haartransplantationen in Deutschland werden gegenwärtig nach diesem Verfahren durchgeführt.

Bei der Haartransplantation mittels FUT/Streifenmethode wird zur Gewinnung von Spenderhaaren ein langer Hautlappen von ca. 10-20 cm Länge mit einem Skalpell aus dem Hinterkopf herausgeschnitten. Die entstehende Hautlücke wird vernäht bzw. vertackert. Die Breite des Hautlappens wird durch die benötigte Transplantatanzahl und die Haardichte des Spenderareals bestimmt. Je mehr Eigenhaartransplantate für eine Haartransplantation benötigt werden, desto größer muss der auszuschneidende Hautlappen sein.

Die einzelnen Operationsschritte der Streifenmethode

  • Die Gewinnung der benötigten Spenderhaare erfolgt durch Herausschneiden eines Hautlappens vom Hinterkopf durch Skalpell.
  • Die Schnittlänge verläuft meistens von Ohr zu Ohr und ist bis zu 20 cm lang. Die Breite der Schnittwunde hängt von der Haardichte im Spenderareal und von der benötigten Transplantatanzahl ab.
  • Die entstehende Hautlücke wird nach der Entnahme des Hautlappens vernäht bzw. vertackert.
  • Der Hautlappen wird mittels scharfer Klingen von technischen Assistenten in einzelne Spenderhaar-Einheiten zerlegt.
  • Die manuell zerlegten Einheiten sind in der Regel unterschiedlich breit.
  • Der Empfängerbereich wird durch Bohrungen kleiner Empfangslöcher präpariert.
  • Die Spenderhaare / Transplantate werden in die Empfangslöcher eingesetzt.

Nachteile der Haartransplantation mittels Streifenmethode

  • Die Verheilung des verletzten Gewebes geht mit einer Narbenbildung einher.
  • Das verletzte Hautgewebe ist traumatisiert und bleibt als Folge dessen haarlos.
  • Zwischen dem dritten und sechsten Monat nach dem Eingriff tritt eine Verbreiterung der Narbe auf, welche durch überhöhte Spannung der Kopfhaut durch das ständige Einwirken der muskulären Zugkräfte der Nacken- und Rückenmuskulatur verursacht wird. Der sogenannte Back Stretch Effect tritt ein.

    Die Breite der Narbenausweitung wird bestimmt durch:
  • die Breite des entnommenen Hautlappens
  • die Hautbeschaffenheit des Patienten
  • die Nahttechnik
  • die körperliche Belastung durch z.B. sportliche Aktivitäten oder schwerkörperlicher Arbeit des Patienten. Eine mindestens drei- bis sechs monatige Pause körperlicher Belastungen muss eingehalten werden.

Traumabedingte Ausdünnung der Kopfhaare nach Anwendung der Streifenmethode

  • Aufgrund des Operationstraumas nach der Haartransplantation mittels Streifenmethode / FUT kann es zu einem irreversiblen, also nicht umkehrbaren Haarausfall um die Narbe herum kommen.
  • Dies führt zur Ausdünnung der Haare durch Verlust von gesunden Haaren am Hinterkopf. Zukünftige Haartransplantationen werden dadurch deutlich erschwert.
  • Das Verdecken der Narbe mit eigenen Haaren wird erschwert.
  • FUT / Streifenmethode trauma-assoziierter irreversibler Verlust von gesunden Haaren um Narbe bzw. Wundnaht - Irreversibler Shock Loss -

Weitere Komplikationen

  1. Durchtrennung von großen Hautnerven mit möglichem permanentem Taubheitsgefühl im Bereich der Narbe
  2. Mittelstarke bis schwere Schmerzen nach der Haartransplantation
  3. Seltener kommt es zu einem Absterben der Haut im Bereich der Wunde durch Kompression der hautversorgenden Arterien mittels einer starken Wundnaht
  4. Herausschauen der Narbe bei fortschreitendem Haarausfall. Daher sollte diese Technik der Haartransplantation bei jungen Patienten mit fortschreitendem Haarausfall nicht angewendet werden.

Die narbenbildende Stanztechnik - die zweithäufigste Methode der Haartransplantation in Deutschland

Etwa 5-8% der Haartransplantationen in Deutschland werden mittels der Stanztechnik (auch Punchtechnik genannt) durchgeführt.

Bei der Stanztechnik wird zur Gewinnung von Spenderhaaren eine Hohlnadel mit einem Durchmesser von 4 mm verwendet, welche ebenfalls wie die oben genannte FUT Haartransplantation mit sichtbaren – in diesem Fall mit kreisrunden – Narben einhergeht. Der entnommene Stanzzylinder mit Haaren wird anschließend für die Haartransplantation in kleine Haargruppierungen zerlegt und verpflanzt.

Bild links: Operationsmethode Stanztechnik: Gewinnung von etwa 4 mm großen Hautzylindern durch Herausstanzen der Haut am Hinterkopf

Bild mitte und rechts: Kreisrunde Narbenbildung nach der Haartransplantation durch Herausstanzen von Hautarealen am Hinterkopf mittels einer 4 mm großen Stanze

Nachteile der Stanztechnik

  1. 4 mm Stanztechnik darf bei jungen Patienten mit fortschreitendem Haarausfall augrund der Narbenbildung nicht eingesetzt werden. Bei fortschreitendem Haarausfall können die Narben herausragen und die Verpflanzung des Narbenareals geht mit einer geringen Anwachsrate einher
  2. Trauma-bedingter irreversibler Haarausfall um und unterhalb der Narbe und Zerstörung von zahlreichen gesunden Haarwurzeln um und unter der Wunde
  3. Mittelstarke postoperative Schmerzen
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Dr. Reaza Azar

Reza Azar
Ärztlicher Leiter, Zentrum für moderne Haartransplantation

Telefon: 030 / 206 474 18
E-Mail: info@ifue-haartransplantation.de

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