Erfolg bei Haarausfall-Forschung: Laborzüchtung von Haarfollikel

Eine interessante Forschungsleistung für die angewandte Haarforschung wurde jetzt an der Technischen Universität Berlin erreicht. Biotechnologen um Professor Roland Lauster konnten erfolgreich ein Haarfollikel aus körpereigenen Stammzellen im Labor züchten. Das bedeutet für die Behandlung von Haarausfall einen Meilenstein, da diese Haarfollikel für die zukünftige Erforschung der Haarausfall-Ursachen zur Verfügung gestellt werden. So können das Haarwachstum, die Haarstruktur und Pigmentierung sowie die Wirksamkeit von Substanzen und deren Nebenwirkungen getestet werden, ohne dass auf Tierversuche zurückgegriffen werden müsste.

Wenn genetischer Haarausfall auch auf natürlichen Wegen nicht aufgehalten werden kann, ist dieser Schritt für die Ursachen-Behandlung von größter Bedeutung. Das Forschungsteam der Biotechnologen sieht für die Zukunft auch in der Eigenhaartherapie große Chancen. Vielleicht können die aus dem Eigenhaar gezüchteten Follikel bald auch als Spenderhaar für die Haartransplantation dienen. Das wäre ein weiterer Schritt zur Optimierung der Haartransplantation. Klinische Studien müssen jetzt beweisen, dass die Durchführbarkeit für den Menschen ohne Gefährdung gewährleistet ist, und eine Wirksamkeit bei der Haartransplantation erfolgt.

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