Forschung zu Haarausfall

Wir forschen zu Haarausfall

Unsere Forschung wird in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin und der Charité im eigenen Forschungslabor durchgeführt.

Die Forschungsschwerpunkte sind:
1) Stammzellen-Therapie zur Haarfollikelstimulation bei verschiedenen Haarausfallformen
2) Entwicklung neuer Verfahren zur Laser-Therpaie des Haarausfalls
3) Experimentelle Grundlagenforschung zum Haarklonen für Gewinnung von Spenderhaaren
4) Klinische und experimentelle Grundlagenforschung in der Haartransplantation

Publikationen zu Haarausfall

  • Asymmetry of the Receding Hairline in Men With Early Androgenetic Alopecia

Azar, R. P., Alexander Horst Thomas, Marcus Maurer and Gerd Lindner
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  • Alterations in hair follicle morphology and hair shaft production after follicular unit transplantation

Azar, R. P., Thomas, A. H., Maurer, M., and Lindner, G.:
Am. J. Dermatopathol. 2016: in press. IF: TBD (IF 2014: 1.38)
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  • Das neue Fachbuch von Reza Azar:
    Minimalinvasive Haartransplantation

Springer-Verlag, 2015
Hardcover, 156 Seiten

Buch online bestellen:
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  • The impact of the grafting technique on hair follicle morphology and hair shaft dimensions in the recipient site after hair transplantation

Der 9. Weltkongress für Haarforschung (World Congress for Hair Research) fand vom 18. bis 21. November 2015 in Miami, Florida, USA statt. Unsere wissenschaftliche Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Institut für die Biotechnologie der TU Berlin wurde unter dem Titel “The impact of the grafting technique on hair follicle morphology and hair shaft dimensions in the recipient site after hair transplantation” präsentiert.
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  • Hair Follicle Plasticity with Complemented Immune-modulation Following Follicular Unit Extraction

Azar, R. P., Thomas, A. H. and Lindner, G.:
Int J Trichology, 2015 Jan-Mar

Links:
Publikation bei NCBI
Publikation bei International Journey of Trichology

Zusammenfassung:
Haartransplantation ist bis dato die effektivste Therapieform um permanenten Haarausfall, insbesondere erblich bedingten Haarausfall (androgene Alopezie), zu behandeln. Im Gegensatz zu derzeit erhältlichen Wirkstoffen, die erblich bedingten Haarausfall nur verlangsamen und im besten Fall stoppen können, ermöglicht sie die Wiederherstellung von natürlich aussehendem Kopfhaar. Die Operation umfasst das Translozieren von Haarfollikeleinheiten aus einer Haarausfall-resistenten Spenderregion (meist der Okzipitalbereich des Kopfes) in die von Alopezie betroffenen Bereiche. Obwohl dies einen chirurgischen Eingriff mit autologen Transplantaten darstellt, kann es zu Veränderungen in den versetzten Haarfollikeln kommen. Mögliche Gründe für eine Transformation transplantierter Haarfollikel finden sich in der Prozedur selbst (z.B. Traumata, Ischämie, Inflammation) und im geänderten Mikromilieu der Empfängerregion. Eine vom Zentrum für moderne Haartransplantation durchgeführte Studie hatte zum Ziel, mögliche Veränderungen der Transplantate nachfolgend von FUE-Eingriffen (Follicular Unit Extraction) zu untersuchen.
Histomorphometrische und quantitative immunohistologische Methoden wurden angewandt, um die Morphologie sowie den Immunstatus in nativen (d.h. nicht transplantierten) und transplantierten Haarfollikeln zu analysieren. Die Proben stammten von zwei Patienten, bei denen während früherer FUE-Sitzungen Kopf-, Bart- und Brusthaarfollikel in den frontotemporalen Kopfbereich bzw. Barthaarfollikel in die Augenbrauen transplantiert worden waren. Die Studienergebnisse zeigten in beiden Fällen eine Miniaturisierung der transplantierten Haarfollikel 6 Monate post-OP. Die Follikellänge sowie die Größe der dermalen Papille (DP) waren gegenüber der jeweiligen Kontrollgruppe (native Kopf-, Bart- oder Brusthaarfollikel) reduziert. Durchschnittlich waren die transplantierten Haarfollikel in ihrer Länge um 20% geschrumpft, während die maximale DP-Schnittfläche um ca. 50% kleiner war (Abb. 1).

Größenvergleich dermaler Papillen von nativen und transplantierten Kopfhaarfollikeln
Abbildung 1:
Größenvergleich dermaler Papillen von nativen und transplantierten Kopfhaarfollikeln.

Gleichzeitig war eine starke Infiltrierung von T- und B-Lymphozyten sowie von Makrophagen in transplantierten Follikeln ersichtlich, insbesondere in der Infundibulum- und Isthmusregion (Abb. 2).

Immunhistologische Färbungen zum Markieren und B- und T-Zellpopulationen in nativen und transplantierten Kopfhaarfollikeln
Abbildung 2:
Immunhistologische Färbungen zum Markieren und B- und T-Zellpopulationen in nativen und transplantierten Kopfhaarfollikeln

Während bei allen Follikeltypen (Kopf, Bart, Brust) die Präsenz von B-Zellen im Mittel um das 20-fache zunahm, war die Infiltrierung von T-Zellen in Kopfhaarfollikeln am prominentesten (Steigerung um das 13-fache gegenüber der nativen Kontrolle).
Zusammenfassend führte die Transplantation von Haarfollikeln mittels FUE in den beiden Patientenfällen zu morphologischen Veränderungen, die unabhängig von der Spenderregion auftraten und möglicherweise maßgeblich durch Morphogene der infiltrierenden Immunzellen vermittelt wurden.

  • Skin and hair on-a-chip: in vitro skin models versus ex vivo tissue maintenance with dynamic perfusion.
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Kontaktieren Sie uns bitte und vereinbaren einen persönlichen Beratungstermin mit mir.
Dr. Reaza Azar

Reza Azar
Ärztlicher Leiter, Zentrum für moderne Haartransplantation

Telefon: 030 / 206 474 18
E-Mail: info@ifue-haartransplantation.de

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von Reza P. Azar, Leiter des Zentrums für moderne Haartransplantation

 

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