FUT-Haartransplantation & Stanztechnik Risiken

FUT Bedeutung – Was ist eine FUT-Haartransplantation?

Die FUT Haartransplantation (auch Streifenmethode und Striptechnik genannt) ist immer noch das am häufigsten angewandte Verfahren zur Haartransplantation in Deutschland. Ca. 90% der Haarverpflanzungen hierzulande werden nach dieser Methode durchgeführt.

Die FUT-Technik wurde in den 80er Jahren von Headington und Limmer eingeführt. Sie gilt heutzutage als veraltet. Völlig zu Recht, denn meist geht sie mit Nebenwirkungen einher, die sich durch andere Methoden leicht vermeiden lassen.

Folicular Unit Transplantation beschreibt eine Vorgehensweise der Spenderhaargewinnung. Dazu schneidet der Chirurg einen langen Hautlappen von ca. 10-20 cm Länge mit einem Skalpell aus dem Hinterkopf heraus. Die entstehende Hautlücke wird vernäht.

Wie breit der Hautlappen sein muss, hängt von der benötigten Anzahl an Grafts und der Haardichte im Spenderareal ab. Je mehr Eigenhaartransplantate für eine Haartransplantation benötigt werden, desto größer muss der auszuschneidende Hautlappen sein.

Anwendungsgebiete der FUT-Methode

  • Haartransplantationen am Kopf
  • Rekonstruktion von großen Arealen
  • bei längeren Haaren

Ablauf der FUT-Technik in Einzelschritten

Die Gewinnung der benötigten Spenderhaare erfolgt durch Herausschneiden eines Hautlappens vom Hinterkopf durch ein Skalpell.

Die Schnittlänge verläuft meistens von Ohr zu Ohr und ist bis zu 20 cm lang. Die Breite der Schnittwunde hängt von der Haardichte im Spenderareal und von der benötigten Transplantatanzahl ab.

Die entstehende Hautlücke wird nach der Entnahme des Hautlappens vernäht bzw. vertackert.

Der Hautlappen wird mittels scharfer Klingen von technischen Assistenten in einzelne Spenderhaar-Einheiten zerlegt.

Die manuell zerlegten Einheiten sind in der Regel unterschiedlich breit.

Der Empfängerbereich wird durch Bohrungen kleiner Empfangslöcher präpariert.

Die Spenderhaare / Transplantate werden in die Empfangslöcher eingesetzt.

Die Nachteile der FUT-Haartransplantation:
Narben, Schock Loss & Back Stretch

Die Verheilung des verletzten Gewebes geht mit einer Narbenbildung einher. Das Hautgewebe ist traumatisiert und bleibt als Folge dessen haarlos. Zwischen dem 3. und 6. Monat nach dem Eingriff tritt eine Verbreiterung der Narbe auf. Denn durch die Kopfhaut ist ständiger Spannung ausgesetzt, die durch die muskulären Zugkräfte der Nacken- und Rückenmuskulatur verursacht wird. Der sogenannte Back Stretch Effect tritt ein.

Aufgrund des Operationstraumas nach der Haartransplantation mittels Streifenmethode / FUT kann es zu einem irreversiblen, also nicht umkehrbaren Haarausfall um die Narbe herum kommen. Im Fachjargon als Shock Loss Effect bekannt. Dieser führt zur Ausdünnung der Haare durch Verlust von gesunden Haaren am Hinterkopf. Zukünftige Haartransplantationen werden dadurch deutlich erschwert.

FUE oder FUT – Was ist besser?

Im Zentrum für moderne Haartransplantation wenden wir ausschließlich die FUE bzw. die verbesserte I-FUE-Methode an. Die Gründe dafür sind vielfältig und betreffen zum einen das Wohl des Patienten, zum anderen die höheren Erfolgsquoten.

Die Vorteile von FUE im Vergleich zur FUT

  • Entnahmestelle verschließt sich am Tag der OP von allein, kein Vernähen notwendig
  • keine postoperativen Schmerzen
  • kaum Schwellungen
  • mikroskopische Narben mit bloßem Auge nicht sichtbar
  • natürlichere Ergebnisse
  • überdurchschnittliche Erfolgsquoten, da die Haarfollikel geschont werden

Weitere Komplikationen bei der FUT-Haarverpflanzung

  • Durchtrennung von großen Hautnerven mit möglichem permanentem Taubheitsgefühl im Bereich der Narbe
  • Mittelstarke bis schwere Schmerzen nach der Haartransplantation
  • Seltener kommt es zu einem Absterben der Haut im Bereich der Wunde durch Kompression der hautversorgenden Arterien mittels einer starken Wundnaht
  • Herausschauen der Narbe bei fortschreitendem Haarausfall. Daher sollte diese Technik der Haartransplantation bei jungen Patienten mit fortschreitendem Haarausfall nicht angewendet werden.
Operationsmethode Stanztechnik
Operationsmethode Stanztechnik: Gewinnung von etwa 4 mm großen Hautzylindern durch Herausstanzen der Haut am Hinterkopf

Die narbenbildende Stanztechnik & ihre Nachteile

Etwa 5-8% der Haartransplantationen in Deutschland werden mittels der Stanztechnik (auch Punchtechnik genannt) durchgeführt.
Bei der Stanztechnik wird zur Gewinnung von Spenderhaaren eine Hohlnadel mit einem Durchmesser von 4 mm verwendet.

Diese Methode erzeugt wie die oben genannte FUT Haartransplantation sichtbare – in diesem Fall kreisrunde – Narben.

Der entnommene Stanzzylinder mit Haaren wird anschließend für die Haartransplantation in kleine Haargruppierungen zerlegt und verpflanzt.

Kreisrunde Narbenbildung nach Stanztechnik
Kreisrunde Narbenbildung nach der Haartransplantation durch Herausstanzen von Hautarealen am Hinterkopf mittels einer 4 mm großen Stanze

Nachteile der Stanztechnik: Narbenbildung, geringe Erfolge, Shock Loss

  • 4 mm Stanztechnik darf bei jungen Patienten mit fortschreitendem Haarausfall aufgrund der Narbenbildung nicht eingesetzt werden. Bei fortschreitendem Haarausfall können die Narben herausragen und die Verpflanzung des Narbenareals geht mit einer geringen Anwachsrate einher.
  • Trauma-bedingter irreversibler Haarausfall um und unterhalb der Narbe und Zerstörung von zahlreichen gesunden Haarwurzeln um und unter der Wunde (Shock Loss)
  • Mittelstarke postoperative Schmerzen

Schonende Haarverpflanzung für natürlichen Haarwuchs

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Im Zentrum für moderne Haartransplantation sind wir auf alle Haarausfall-Therapien spezialisiert. Gerne helfen wir auch Ihnen, wieder langfristig volles Haar zu erhalten.

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Wie können wir Ihnen helfen?

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Reza P. Azar, Ärztlicher Leiter

Zentrum für moderne Haartransplantation
Nollendorfplatz 3-4
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Telefon: +49-30 206 474 18

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