Haarausfall Ursachen
bei Frau & Mann

Das steckt dahinter!

Volle Haare wirken vital, jugendlich und gesund. Haarausfall verbinden wir hingegen mit Krankheit oder dem Altern. Dabei ist es gar nicht so einfach, denn auch ein gesunder Mann kann an Haarverlust leiden oder eine junge Frau mit lichtem Haar kämpfen.

Es spielt also weniger das Alter eine Rolle als der körperliche und psychische Zustand des Menschen. Die häufigste Ursache für Haarausfall ist genetisch bedingt, doch auch Krankheiten oder eine ungünstige Ernährungsweise können unter Umständen zu Haarausfall führen.

Wann spricht man
von Haarausfall?

Jeder Mensch verliert mehrmals am Tag einige Haare. Das ist ganz natürlich und harmlos. Aber wann ist Haarausfall laut Medizinern ein Problem? Wann ist der Haarverlust krankhaft?

Definiert ist Haarausfall (im Fachjargon effluvium capillorum), wenn mehr als ca. 100 Haare pro Tag und über mehrere Wochen verloren gehen. Bei massivem Haarausfall mit sichtbar ausgedünnten Haaren oder kahlen Stellen handelt es sich um eine Alopezie. Haarausfall ist ein dauerhafter und übermäßiger Verlust an Haaren (permanenter Haarverlust).

Wie viel Haarausfall ist normal?

Ein Mensch verliert im Durchschnitt 70-100 Haare am Tag. Dabei ist es egal ob Mann oder Frau mit 20, 30, 40, 50 oder 60 Jahren. Bei älteren Menschen tritt er jedoch häufiger in Erscheinung.

Formen von Haarverlust

Es gibt unterschiedliche Formen von Haarausfall, die durch ihre spezifische Ursache näher bestimmt werden.

nicht-vernarbende Alopezien

Bei diesen Formen bilden sich keine Narben aus. Damit bleiben die Haarfollikel intakt.

  • erblich bedingter Haarausfall (Alopecia androgenetica)
  • kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
  • diffuser Haarausfall (diffuse Alopezie)

vernarbende Alopezien

Sind die Haarfollikel zerstört, bleiben oftmals Narben zurück.

  • Verätzungen
  • Hautkrankheiten (Bsp Akne)
  • Tumore auf der Haut

Haarausfall Symptome

Starker Haarausfall ist ein Warnsignal, denn Haarausfall ist ein Symptom für eine Erkrankung oder einen Mangel. Allerdings kann dieses Symptom von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt sein. Auch zwischen den Geschlechtern treten teils große Unterschiede auf.

Haarausfall bei Männern

Ein Großteil der Männer mit Haarausfall leidet an genetisch bedingter Alopezie. Selbstverständlich sind auch hier psychische und ernährungsbedingte Gründe nicht auszuschließen. Haarausfall bei Männern hat ein spezifisch männliches Muster.

1) androgenetische Alopezie Männer

  • beginnt meist an den oberen Schläfen (Geheimratsecken)
  • am vorderen Haaransatz/ der Stirn
  • an der Tonsur
  • und bildet einen Haarkranz
  • typisch kahle Stellen
  • kann schon im Teenager-Alter beginnen

2) diffuse Alopezie Männer

  • plötzlicher Beginn
  • kahle Stellen kreisrund, oval
  • an der Tonsur
  • betrifft auch Augenbrauen, Wimpern und Körperbehaarung

Haarausfall bei Frauen

Frauen erkranken seltener am erblich bedingten Haarverlust. Viel häufiger kommt es bei ihnen zu allgemeinem Haarausfall (diffuse Alopezie), zum Beispiel nach Schwangerschaft oder in den Wechseljahren.

Haarausfall bei Frauen hat ein spezifisch weibliches Muster.

1) androgenetische Alopezie Frauen

  • beginnt meist am Mittelscheitel
  • an den Schläfen
  • und Oberkopf
  • selten komplett kahle Stellen
  • dünne Haare
  • sichtbare Kopfhaut
  • tritt häufig nach der Menopause auf

2) diffuse Alopezie Frauen

  • plötzlicher Beginn
  • allgemeine (lokale oder generalisierte) Ausdünnung
  • betrifft ggf. auch Augenbrauen, Wimpern und Körperbehaarung

Haarausfall Ursachen –
Die häufigsten Auslöser auf einen Blick

Es gibt eine Vielfalt an möglichen Auslösern für Haarverlust, wobei diese sich im Detail zwischen Mann und Frau unterscheiden können. Es finden sich aber auch Mischformen unter den Ursachen.

Die Tabelle gibt Ihnen einen Überblick zum Thema Ursachen für Haarausfall und deren Auslöser.

Erblich bedingter Haarausfall (Andropecia androgenetica)gut zu behandeln

Auslöser

  • Anlagebedingter Haarausfall
  • Haarfollikel reagieren überempfindlich auf das Hormon DHT (Männer)
  • gestörte Östrogen-Produktion bzw. erhöhte Testosteron-Produktion (hormoneller Haarausfall Frauen)

Merkmale

  • 95 % aller Haarausfall-Fälle
  • 60-80 % Männer ab 20 Jahre betroffen
  • 20-30 % Frauen mit 20 betroffen

Unterscheidung von typisch männlichen und typisch weiblichen Mustern (Verteilung des Haarverlusts)

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) und diverse Unterformen (Alopecia circumscripta, Alopecia totalis, Alopecia universalis)meist Spontan-Genesung

Auslöser

  • wahrscheinlich Autoimmun-Erkrankung
  • erbliche und psychische Faktoren ursächlich
  • tritt häufig zusammen mit: Neurodermitis, Schilddrüsen-Erkrankung, Morbus Addison, Down-Syndrom und Vitiligo auf

Auslöser

  • runde, kahle Stellen im Kopfhaar
  • breiten sich immer weiter aus
  • kann auch Körper, Bart, Augenbrauen und Wimpern betreffen
  • verläuft oft schubweise beginnt meist bereits im Kindes- und Jugendalter
  • in der Familie verhäuft

Diffuser Haarausfallheilbar

Auslöser

  • Stress
  • einseitige Ernährung
  • Eisenmangel
  • Vitaminmangel
  • Stoffwechselstörungen
  • Infektionen
  • Schilddrüsen-Dysfunktion
  • Schuppenflechte
  • Medikamente
  • Chemotherapie

Merkmale

  • Haar wird insgesamt dünner
  • gesamte Kopfpartie betroffen
  • gleichmäßig verteilte Lücken

nach Chemotherapiebehandelbar

Auslöser

Im Rahmen einer Krebsbehandlung kommt es sehr häufig zum Haarverlust. Endet die Chemo oder Strahlentherapie können sich die Haarfollikel regenerieren.

Merkmale

Ursache für diffusen Haarausfall

Medikamenten-Einnahme (chronisch)behandelbar

Auslöser

Wirkstoffe bremsen Haarwachstum

Merkmale

  • ACE-Hemmer
  • Betablocker
  • Heparin
  • Zytostatika
  • einige Antibiotika
  • Antibabypille mit hohem Gestagen-Anteil

anhaltender Stressmeist heilbar

Auslöser

  • erhöht die Konzentration bestimmter Botenstoffe
  • Entzündungen an den Haarfollikeln
  • Haarwurzeln sterben ab

Merkmale

kann kreisrunden, diffusen und androgenetischen Haarausfall auslösen

unausgewogene Ernährungsweiseheilbar

Auslöser

  • Eiweißmangel
  • Eisenmangel
  • strenge vegetarische Ernährung
  • streng vegane Ernährung

Merkmale

Mangelerscheinungen treten ca. bei 3 % Männern und 70 % der Frauen auf die Haarverlust beklagen

Krankheitenje nachdem therapierbar

Auslöser

  • Trichotillomanie
  • Neurosen
  • Trauer
  • Depressionen
  • Traumen
  • u.v.m.

Merkmale

oft diffuser oder kreisrunder Haarausfall

Vernarbende Haarausfallformen (Alopecia cicatricalis)behandelbar

Auslöser

meist Begleiterscheinung von Erkrankungen oder Entzündungen der Kopfhaut (Pilze, Bakterien etc.)

Merkmale

  • Narbenbildung
  • teilweise auch Juckreiz
  • Schmerzen
  • evtl. Wundbildung

psychische Krankheitenbehandelbar

Auslöser

  • Trichotillomanie
  • Neurosen
  • Trauer
  • Depressionen
  • Traumen
  • u.v.m.

Merkmale

oft diffuser oder kreisrunder Haarausfall

falsche Haarpflege

Auslöser

Vermehrter Haarbruch ist kein medizinischer Haarausfall die Haarfollikel bleiben intakt. Auslöser meist mechanische Reizung oder Chemikalien

Überbeanspruchung der Haare durch häufiges:

  • Blondieren
  • Färben
  • Dauerwelle
  • Gelen
  • Glätten
  • Föhnen
  • Haarspray

Wir helfen Ihnen die Ursache des Haarausfalls zu identifizieren

Die Ursache des Haarausfalls zu identifizieren, ist ein wichtiger Schritt, um Haarausfall dauerhaft zu stoppen. Eine langfristige Lösung bietet daher z.B. die moderne Haartransplantation.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage

Wie können wir Ihnen helfen?

Sie interessieren sich für eine professionelle Diagnostik und Behandlung Ihres Haarausfalls? Oder Sie möchten ihre Wimpern, Augenbrauen oder Ihren Bart durch eine Haartransplantation wiederherstellen oder optisch verschönern lassen? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

Reza P. Azar, Ärztlicher Leiter

Zentrum für moderne Haartransplantation
Nollendorfplatz 3-4
D-10777 Berlin

Telefon: +49-30 206 474 18

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FAQ: Häufige Ursachen für Haarausfall

Im Folgenden möchten wir Antworten auf häufige Fragen hinsichtlich des Haarausfalls bieten. Sollten Sie noch offene Fragen haben, freuen wir uns auf Ihre Nachricht.

Wieviel Haarausfall ist normal?

Männer wie Frauen machen sich oft Sorgen, wenn sie bemerken, dass sie viele Haare verlieren. Dies fällt besonders auf, wenn sich in der Bürste oder im Abfluss der Dusche eine große Anzahl ausgefallener Haare ansammelt. Bis zu einem gewissen Umfang ist das ganz normal: Durchschnittlich 100.000 einzelne Haare hat jeder Erwachsene auf dem Kopf. Jedes Haar hat eine individuelle Lebensdauer von zwei bis sechs Jahren. Danach fällt es von alleine aus. Dass man einige Haare verliert, ist daher völlig normal.

Täglich verliert jeder Mensch zwischen 20 und 200 Haare. Dabei verliert man/frau wahrscheinlich nicht jeden Tag die gleiche Menge. Beispielsweise beim Haare waschen oder Kämmen lösen sich besonders viele Haare. Dafür fallen wahrscheinlich am folgenden Tag weniger aus. Krankhafter Haarausfall liegt erst dann vor, wenn Sie über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare verlieren.

Ein Arzt bestimmt den Status der Haarwurzeln mit Hilfe eines Trichogramms. Dafür reißt er etwa 50-70 Haare mitsamt Wurzeln aus der Kopfhaut aus. Der natürliche Haarzyklus besteht aus Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase. Die normale Verteilung liegt bei 80 % der Haare in der Wachstumsphase, 1 % in der Ausfallphase und nicht mehr als 20 % in der Ruhephase. Befinden sich zu viele Haarfollikel gleichzeitig als Telogenhaare in ihrer Ruhephase, äußert sich das in sichtbar lichterem Haar, beispielsweise im Bereich des Scheitels.

Welche Haarausfall Ursachen kommen besonders häufig vor?

Am häufigsten tritt der sogenannte androgenetische Haarausfall auf. Dabei reagieren die Haarwurzeln überempfindlich auf körpereigene Geschlechtshormone, die sogenannten Androgene. Aufgrund einer genetischen Veranlagung stellen sie mit der Zeit ihre Aktivität ein. Dann wachsen die Haare nach dem Ausfallen nicht wieder nach und es entstehen mit der Zeit lichte und später sogar kahle Stellen. Etwa 80 % aller Männer und die Hälfte aller Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens androgenetischen Haarausfall.

Eine weitere Ursache für Haarschwund ist die Autoimmunerkrankung Alopecia Areata. Beim sogenannten kreisrunden Haarausfall attackieren die körpereigenen Immunzellen die Haarwurzeln. Die genauen Prozesse bei der Entstehung dieser Art des Haarausfalls konnten bisher noch nicht geklärt werden. Manchmal tritt sie nur vorübergehend auf, manchmal ist der kreisrunde Haarausfall aber auch dauerhaft.

Der diffuse Haarausfall als weitere Haarausfallerkrankung tritt vor allem bei Frauen häufiger auf. Die möglichen Ursachen für gleichmäßig über den Kopf verteilten Haarausfall sind vielfältig. Ursächlich sind vor allem:

  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Infektionskrankheiten, zum Beispiel schwere Grippe, Scharlach, Tuberkulose und andere
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Nährstoff- oder Vitaminmangel
  • Strahlentherapie
  • Hormonschwankungen wie im Rahmen einer Schwangerschaft

Neben diesen Ursachen für Haarausfall können auch äußere Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Ein ständiger Zug an der Haarwurzel kann ebenfalls zu Haarausfall führen. Diese sogenannte Traktionsalopezie wird beispielsweise durch sehr straff gebundene Zöpfe, Frisuren und Haar Extensions ausgelöst.

Unterscheiden sich die Ursachen für Haarausfall bei Männern und Frauen?

Beide Geschlechter leiden unterschiedlich häufig an den verschiedenen Arten von Haarausfall. Auch die Ursachen und Symptome des erblich-bedingten/ androgenetischen Verlusts des Haupthaares unterscheiden sich bei Mann und Frau:

  • Bei Männern löst vor allem das Androgen Dihydrotestosteron den erblich bedingten Haarausfall aus. Die Haarwurzeln reagieren überempfindlich darauf und die Wachstumsphase der Haare wird immer kürzer, bis sie schließlich ganz ausbleibt. Da Männer mehr Testosteron bilden als Frauen, sind sie häufiger und vor allem oft schon früher von androgenetischem Haarausfall betroffen.
  • Bei Frauen wandelt das Enzym Aromatase an den Haarfollikeln männliche in weibliche Sexualhormone um. Letztere haben meist eine wachstumsfördernde Wirkung auf die Haare. Bei Frauen ist die Ursache des erblich bedingten Haarausfalls daher meist eine Störung der Aromatase. Auch der Rückgang der Östrogenproduktion in der Menopause erhöht das Risiko, an Haarausfall zu erkranken.

Während Männer häufiger an androgenetischem Haarausfall leiden, ist bei Frauen diffuser Haarausfall weiter verbreitet. Das liegt vor allem daran, dass sie durch Schwangerschaft, Geburt und hormonelle Verhütungsmethoden und Schilddrüsenerkrankungen häufiger unter Hormonschwankungen leiden. Auch Stoffwechselerkrankungen und Mangelernährung kommen bei Frauen häufiger vor. Keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen zeigt sich, wenn es um kreisrunden Haarausfall oder Kahlheit in Folge von Verletzungen geht. Hier sind beide Geschlechter etwa gleich häufig betroffen.