Mittel gegen Haarausfall für Männer und Frauen: Welche helfen?

Das Angebot an Mitteln gegen Haarausfall ist fast unüberschaubar: Shampoos, Medikamente, Ernährung, Hausmittel, Haartransplantation. Dabei den Überblick zu behalten, kann schwierig werden. Woher weiß ich, welches für mich die richtige Therapie ist? Welche Mittel wirken gegen welche Art von Haarausfall? Und wann sollte der Rat eines Experten eingeholt werden?

Wir stellen Ihnen zehn verschiedene Optionen gegen Haarausfall im Vergleich vor. Was hilft, was nicht?

Bildergalerie: Unsere Patienten mit Haarausfall vor der Behandlung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Es gibt viele Mittel gegen Haarausfall auf dem Markt: Shampoos, Medikamente, Öle, Tabletten, Nahrungsergänzungsmittel oder Therapien.
  • Allerdings sind viele Haarausfall-Mittel nur bedingt wirksam, werden aber gut beworben und verkauft.
  • Ob ein Haarausfall-Mittel wirksam ist, liegt maßgeblich daran, ob es an der richtigen Ursache ansetzt. Manche Mittel wirken spezifisch gegen Haarausfall, andere dienen lediglich einer guten Haarpflege.
  • Es ist auch nicht immer ratsam irgendwelche Wirkstoffe einzunehmen. Denn Vitamine oder sonstige Wirkstoffe sollten auch nicht grundlos eingenommen werden.
  • Ursachen für Haarausfall können komplex oder multipel sein, deshalb vor Behandlung Expertenrat einholen.

Haarausfall: Mittel und Maßnahmen im Vergleich

Haarausfall: Was tun? Schon kleine Maßnahmen im Alltag können der Haargesundheit zuträglich sein und das Haar kräftigen. Wird der Haarausfall stärker, können Medikamente oder spezielle Therapien helfen. Hier finden Sie einen Überblick an 10 Mitteln gegen Haarausfall - zumindest werden sie dafür beworben.

1. Medikamente

Die meisten Medikamente gegen Haarausfall waren ursprünglich für andere Indikationen gedacht und wurden eher zufällig auch als wirksam gegen Haarausfall entdeckt.

Minoxidil

  • Das Medikament Minoxidil zum Beispiel wird eigentlich als Mittel gegen Bluthochdruck eingesetzt. Lokal auf der Kopfhaut angewandt kann es aber für verstärktes Haarwachstum sorgen.
  • Der Wirkmechanismus ist noch nicht ganz klar. Vermutet wird, dass das Mittel die Gefäße erweitert und dadurch für eine bessere Durchblutung der Kopfhaut sorgt. Das Präparat wird zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen.
  • Es ist freiverkäuflich und wird vor allem gegen erblich bedingten Haarausfall eingesetzt.
  • Die Wirkung hält jedoch nur an, solange das Präparat regelmäßig verwendet wird.
  • Systemische Nebenwirkungen treten durch die lokale Anwendung nahezu nie auf. Es kann jedoch zu Überempfindlichkeitsreaktionen der Kopfhaut kommen, in Form von “Shedding”. Dabei handelt es sich um schockartigen Haarausfall. Diese Nebenwirkung kann ca. 4-6 Wochen nach Beginn der Anwendung und nach abruptem Absetzen des Medikaments auftreten. Ist ein Absetzen des Medikaments geplant, sollte die Anwendung über mehrere Wochen reduziert und ausgeschlichen werden. Eine weitere Nebenwirkung kann sein, dass bei Frauen eine vermehrte Gesichtsbehaarung ausgeprägt wird.

Finasterid

  • Das Medikament Finasterid ist ein 5-alpha-Reduktasehemmer und wird eigentlich zur Behandlung einer gutartigen Vergrößerung der Prostata eingesetzt.
  • Es hemmt die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT). Damit wirkt es auch gegen die hormonellen Ursachen eines erblich bedingten Haarausfalls.
  • Das Mittel ist verschreibungspflichtig und wird als Tablette eingenommen.
  • Die wichtigsten Nebenwirkungen dieses DHT-Blockers sind depressive Verstimmungen sowie Störungen der Libido und Potenz. In einigen Fällen kommt es auch zu einer sogenannten Gynäkomastie (Vergrößerung der Brust bei Männern)
  • Für Frauen ist das Medikament nicht zugelassen und sollte auch insbesondere von Schwangeren oder Frauen im gebärfähigen Alter auf keinen Fall eingenommen werden.

Unser Rat an Sie:

  • Minoxidil: Unsere Erfahrungen zeigen, dass das Medikament im ersten Jahr der Einnahme eine Wirkung zeigt. Jedoch zeigt sich bei etwa 90% unserer Patienten nach etwa einem Jahr ein starker Wirkungsabfall und der Haarausfall schreitet weiter voran. Der Effekt von Minoxidil ist folglich nur von kurzfristiger Dauer und nicht nachhaltig. In der Anfangsphase der Einnahme gehen einige Haare von der Ruhephase in die Wachstumsphase über, sodass der Patient zunächst das Gefühl bekommt, das Haarwachstum trete wieder ein. Allerdings setzt nach ca. 1 Jahr der normale biologische Rhythmus des Haarzyklus wieder ein und der anfängliche scheinbare Effekt verpufft. Falls Sie das Medikament dennoch ausprobieren sollten, empfehlen wir die Anwendung des Mittels in Schaumform, da die Lösung zu einer Irritation der Kopfhaut führen kann. Zudem gibt es bei manchen Patienten erhebliche Nebenwirkungen, wie bereits beschrieben.
  • Finasterid: Wir beobachten bei unseren Patienten unter Einnahme von Finasterid einen guten Effekt gegen erblich bedingten Haarausfall bei Männern. Allerdings erleiden etwa 10 -15% unter Einnahme des Medikamentes mittlere bis starke Nebenwirkung, wie bereits beschrieben. So kann Finasterid ggf. zu einer Verschlechterung der Spermienqualität führen und sollte bei aktuellem Kinderwunsch nicht genommen werden.
  • Wir empfehlen unseren Patienten zunächst die körpereigenen Kräfte und Ressourcen durch sogenannte bioregenerative Therapien zu nutzen, bevor Medikamente zur Anwendung kommen.

2. Shampoos, Öle und Tinkturen

Es gibt verschiedene Shampoos und Tinkturen gegen Haarausfall, die in der Apotheke oder im Supermarkt erhältlich sind.

  • Beliebt sind Shampoos, die Koffein enthalten, zum Beispiel Alpecin oder Plantur 39. Koffein soll die Haarwurzeln stärken und die Wachstumsphase der Haare verlängern. Die Shampoos können bei erblich bedingtem Haarausfall helfen (typisch hierbei: Geheimratsecken), einen wissenschaftlich erwiesenen Effekt haben sie aber nicht.
  • Shampoos oder Tinkturen mit Alfatradiol (zum Beispiel Ell-cranell) sind ebenfalls auf dem Markt erhältlich. Durch die lokale Anwendung haben sie in der Regel keine systemischen Nebenwirkungen. Alfatradiol ist für die Behandlung von hormonell bedingtem Haarausfall bei Männern und Frauen zugelassen und kann helfen, den Haarausfall zu verlangsamen. Es ist freiverkäuflich erhältlich.
  • Für die freiverkäuflichen Shampoos können Sie sich auch bei Stiftung Warentest informieren, welche im Test besonders gut abgeschnitten haben.
  • Zusätzlich gibt es verschiedene Öle und Tinkturen, meist mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Basilikum, Thymian oder Bambus, die auf die Kopfhaut aufgetragen werden können. Sie wirken jedoch nicht spezifisch gegen Haarausfall, sondern dienen eher dazu, das Haar insgesamt zu kräftigen und widerstandsfähiger zu machen.

Unser Rat an Sie: Reine Koffeinshampoos oder Präparate mit Alfatradiol zeigen bei unseren Patienten keine bemerkenswerte Wirkung auf den Haarausfall.

3. Nahrungsergänzung & Co

Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen ist nur dann sinnvoll, wenn auch ein nachgewiesener Mangel eines Nährstoffs besteht. Auch wenn viele Mittel für wenig Geld im Supermarkt zu haben sind, sollte vor der Einnahme ein Arzt aufgesucht werden und mittels Laborkontrolle untersucht werden, ob ein Nährstoffmangel besteht.

  • Einige Medikamente sind eigenständig eingenommen zumindest nicht schädlich, weil sie im Falle eines Überangebots einfach wieder über Niere oder Leber ausgeschieden werden.
  • Manche Mittel können jedoch auch gefährlich werden, wenn man sie im Übermaß zu sich nimmt. Dazu gehören zum Beispiel Eisenpräparate. Zu viel Eisen kann sich in Organen ablagern und diese schädigen.
  • Auch manche Vitamine können im Überschuss zu einer Vitaminvergiftung führen, weil sie fettlöslich sind und sich daher im Körper einlagern. Damit sie sich also nicht unbeabsichtigt schaden, sprechen sie vorher mit ihrem Arzt.

Auch wenn man einen Nährstoffmangel eher in ärmeren Ländern erwartet, gehört er auch in Deutschland zu einer der wichtigsten Ursachen für Haarausfall. Vor allem Eisenmangel ist ein sehr häufiger Grund. Manche Menschen nehmen durch ihre Ernährung bestimmte Nährstoffe nicht ausreichend auf, zum Beispiel Vegetarier und Veganer. Andere haben einen deutlich erhöhten Bedarf, weil sie viele Nährstoffe benötigen, wie beispielsweise Sportler oder Schwangere. Manche Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts können bestimmte Stoffe nicht richtig aufnehmen oder verstoffwechseln.

Ist ein Nährstoffmangel die Ursache von Haarausfall, kann nach dem Ausgleichen des Mangels das Haarwachstum wieder normal einsetzen. Es kann das richtige Haarausfall Mittel sein, sollte aber nur nach Bestätigung des Mangels genutzt werden.

Unser Rat an Sie: Eine zielgerichtete Therapie bedarf einer eingehenden Diagnostik, daher sollten vor jeder Einnahme von Vitaminen und sonstigen Spurenelementen eine Blutuntersuchung durch den Arzt veranlasst werden. Erst bei bestätigten Mängeln, sollten die fehlenden Substanzen ausgeglichen werden. Die oben genannten Spurenelemente haben keinen positiven Effekt auf die meisten Haarausfall-Erkrankungen, wie erblichen bedingten Haarausfall oder kreisrunden Haarausfall.

4. Hausmittel

Verschiedene Hausmittel gegen Haarausfall werden ebenfalls empfohlen. Sie werden auf die Kopfhaut aufgetragen und einmassiert, sollen einwirken und dann wieder ausgespült werden.

  • Beliebt sind hier insbesondere Apfelessig, Brennnesselextrakt, Kokosöl, Kaffee, Bier oder Arganöl.
  • Was alle diese Mittel gemeinsam haben: Ein wissenschaftlich erwiesener Nutzen gegen Haarausfall besteht nicht.
  • Dennoch können Sie damit ihren Haaren etwas Gutes tun. Sie können das Haar kräftiger und geschmeidiger machen und das Auftreten von Haarbruch und Spliss verringern.
  • Wer zusätzlich von Innen noch etwas für sich tun möchte: Haferflocken sollten regelmäßig im Speiseplan auftauchen, da sie viele für das Haarwachstum wichtige Nährstoffe enthalten.
  • Da es sich allesamt um natürliche Mittel handelt, sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. In seltenen Fällen können lokale Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Aus der Alternativmedizin gibt es auch einige homöopathische Mittel, die gegen Haarausfall empfohlen werden. Dazu gehören Globuli mit Calcium Fluoratum, Deplhinium Staphisagria oder Selenium. Gegen kreisrunden Haarausfall soll Barium Carbonicum helfen, gegen Haarausfall in den Wechseljahren Sepia.

Unser Rat an Sie: Einige Pflanzliche Mittel sind aufgrund von ihrer durchblutungsfördernden bzw. antientzündlichen Wirkung empfehlenswert. Eine begleitende Therapie ist allerdings erforderlich, sonst halten sich die Ergebnisse in Bezug auf den Haarausfall in Grenzen.

5. Kopfhautmassage

Eine Kopfhautmassage kann einfach in den Alltag integriert werden und wird häufig empfohlen, um Haarausfall zu stoppen.

  • Fakt ist: Ein effektives Mittel gegen Haarausfall oder zur Stimulation des Haarwachstums ist sie nicht.
  • Die Kopfhautmassage ist primär gut zur Entspannung und kann nützlich sein, wenn Stress eine der Ursachen für Haarausfall ist. Außerdem wird die Durchblutung der Kopfhaut angeregt, wodurch die Haarwurzeln besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden können. Das kann unterstützend zur Kräftigung der Haare beitragen. Als alleiniges Mittel zur Behandlung von Haarausfall ist es wenig erfolgversprechend.

Unser Rat an Sie: Massagen können das Stresslevel des Einzelnen reduzieren, allerdings gibt es keinen direkten (positiven) Effekt von Massagen auf den Haarausfall.

6. Richtige Frisur, richtiges Styling

Sogar die falsche Frisur kann zu Haarausfall führen. Das nennt man Traktionsalopezie.

  • Dabei kommt es durch eine hohe Zugbelastung zu einem Ausfallen der Haare. Gefährdet sind vor allem Mädchen und Frauen, die häufig straffe Pferdeschwänze, Dutts oder Flechtfrisuren tragen.
  • Aber auch enge Kopfbedeckungen können die Haarwurzeln schädigen wie Stirnbänder, Kopftücher oder Helme. Es kommt zu einem Haarausfall vor allem am Haaransatz an der Stirn und den Schläfen.
  • Durch lockere Frisuren oder offene Haare lässt sich die Traktionsalopezie vermeiden. Sie ist reversibel, wenn das Haar weniger Strapazen ausgesetzt wird.

Auch verschiedene Stylingprodukte und -methoden können das Haar stark beanspruchen. Vor allem Färben, Tönen oder Bleichen gehört dazu, ebenso ein heißer Fön, Glätteisen oder Lockenstab. Regelmäßig aufgetragenes Haargel oder viel Haarspray kann Haarbruch verstärken.

Andererseits kann die richtige Frisur verstärkten Haarausfall gut kaschieren und das Haar voller wirken lassen. Bestimmt kann Ihr Friseur Ihnen helfen, den für Sie passenden Schnitt zu finden, um das noch vorhandene Haar schön zu präsentieren und von den lückenhaften oder dünner werdenden Stellen abzulenken.

Unser Rat an Sie: Das Tragen von Extensions als modisches Accessoires, sei es an Wimpern oder Kopfhaaren, führt unausweichlich zu einer Entzündungen der Haarfollikel und permanentem Haarausfall. Die Therapie dieser Art von Haarausfall-Erkrankung gestaltet sich zudem als sehr schwierig.

7. Sport

Sport kann einen wichtigen Beitrag zur Haargesundheit leisten. Die stressreduzierende Wirkung des Sports senkt den Spiegel an Stresshormonen im Blut, die das Haar dünn und spröde machen können. Außerdem wird neben dem restlichen Körper auch die Kopfhaut besser durchblutet, wodurch Sauerstoff und Nährstoffe besser zu den Haarwurzeln gelangen können. Das Schwitzen beim Sport bewirkt, dass die Poren gereinigt und Toxine ausgeschwemmt werden. Dadurch wird die Haut gesünder und es bieten sich gute Grundvoraussetzungen für ein neues Haarwachstum.

Die stressreduzierende Wirkung von Sport kann sich auch günstig auf Autoimmunerkrankungen wie den kreisrunden Haarausfall auswirken, da sich diese Krankheiten durch Stress verschlimmern können. Besonders gut tun Yoga oder Ausdauersportarten wie Laufen, Fahrradfahren oder Schwimmen. Grundsätzlich ist jede Sportart geeignet, die Ihnen Spaß macht und gut tut.

Als alleinige Therapie hilft Sport als Mittel gegen Haarausfall nicht, kann jedoch unterstützend wirken.

Unser Rat an Sie: Sport sollte im Rahmen der körperlichen Ertüchtigung einen Ausgleich bringen, den Körper aber nicht zu sehr strapazieren. Extremsportler sollten auf Muskelaufbauprodukte (und Doping) verzichten, denn Substanzen wie Anabolika und Keratin verstärken den Haarausfall erheblich.

8. Gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Faktor für die Haargesundheit. Durch die Ernährung nimmt der Körper Vitamine, Nährstoffe und Spurenelemente auf, die für ein gutes Haarwachstum wichtig sind.

Fehlen diese Stoffe, wird das Haar schnell dünn, brüchig oder fällt aus. Besonders betroffen sind Menschen mit Essstörungen, Vegetarier oder Veganer. Insbesondere verschiedene Vitamine und Eisen sind wichtig für das Haarwachstum. Eisenmangel ist einer der bedeutendsten Gründe für den diffusen Haarausfall.

Es gibt einige Autoimmunerkrankungen, die mit Haarausfall einhergehen oder sogar Haarausfall als Hauptsymptom haben (wie der kreisrunde Haarausfall). Da sich diese Erkrankungen je nach Ernährung verschlechtern können, wird vor allem im alternativmedizinischen Bereich eine entzündungshemmende Ernährung für Betroffene empfohlen. Dazu gehören viel Obst und Gemüse, Kräuter und Gewürze, die reich sind an ätherischen Ölen, Omega-3-Fettsäuren und fermentierten Lebensmittel. Als entzündungsfördernd und damit nicht empfehlenswert gelten Lebensmittel mit viel Zucker oder Weizen sowie künstlichen Farb- und Aromastoffen.

Unser Rat an Sie: Eine ausgeglichenen Ernährung ist gut und wichtig. Bei einer veganen Ernährung empfehlen wir eine regelmäßige Blutuntersuchung, damit Mangelzustände frühzeitig erkannt und ausgeglichen werden können.

9. Regenerative Therapien

Regenerative Therapien sind nicht-operative Behandlungsmethoden, die die körpereigenen Selbstheilungskräfte nutzen, um schonend und schmerzfrei ein gesundes Haarwachstum zu fördern.

PRP-Therapie

  • Dazu steht zum Beispiel die PRP-Therapie zu Verfügung (PRP= Platelet Rich Plasma). Es handelt sich um eine Eigenbluttherapie.
  • Dem Patienten wird Blut entnommen und speziell aufbereitet, sodass ein Serum aus Blutplasma und Blutplättchen entsteht. Darin sind viele Zytokine, Wachstumsfaktoren und Mikronährstoffe enthalten.
  • Sie regen die Regeneration der Haarwurzeln an und beschleunigen das Haarwachstum.

Stammzellentherapie

  • Alternativ gibt es auch eine Stammzellentherapie, bei der aus Unterhautfettgewebe Stammzellen gewonnen und in die Kopfhaut injiziert werden.
  • Dadurch gelangen Stoffe zu den Haarwurzeln, die die Proliferation der Haarwurzelzellen anregen und das Haarwachstum beschleunigen können.

Weitere Therapien:

  • Auch eine Laser-Therapie steht zu Verfügung, die die Durchblutung der Kopfhaut verbessert und die Wachstumsphase der Haare verlängert.
  • Aus dem Bereich der Homöopathie kommt die Meso-Therapie infrage, bei der Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente oder homöopathische Mittel in die Kopfhaut injiziert werden. Dadurch stehen wichtige Bausteine für ein gesundes Haarwachstum zu Verfügung und die Selbstheilungskräfte werden angeregt.

Unser Rat an Sie: Die regenerativen Ansätze sind zurzeit die wirksamsten Therapien gegen Haarausfall. Die antientzündliche und regenerative Wirkung auf die beschädigten Haarfollikel führen bei vielen Haarausfall Erkrankungen zu einer langfristigen Verbesserung.

10. Haartransplantation

Die Haartransplantation kann eine Option sein, wenn sonst nichts mehr hilft, um die kahlen Stellen im Haar loszuwerden.

  • Als primäre Therapie ist sie aber der falsche Ansatz, da sie den Haarausfall nicht stoppen kann. Eine Haartransplantation kommt erst dann infrage, wenn die Ursache des Haarverlusts behandelt wurde (sofern möglich), der Haarausfall nicht mehr weiter fortschreitet und noch kahle Stellen im Haar verblieben sind.
  • Wird zu früh transplantiert und der Haarverlust schreitet weiter fort, bleiben die transplantierten Stellen als behaarte Areale stehen und rundherum entstehen wieder kahle Stellen. Das sieht sehr unschön und unnatürlich aus und sollte vermieden werden.

Die modernste Technik der Haartransplantation ist die I-FUE-Methode (I-FUE= Intermittend follicular unit extraction).

  • Dabei werden einzelne Haare oder follikuläre Einheiten aus dem Spenderbereich, meistens am Hinterkopf, entnommen.
  • Nach nur einer kurzen Zwischenlagerung in einer Kochsalzlösung werden sie im Empfängerareal eingesetzt.
  • Diese Methode ist durch die minimal-invasive Technik schonend, schmerzarm und geht nur selten mit relevanten Komplikationen einher. Die Erfolgsquoten und das kosmetische Ergebnis sind besonders gut.

Im Zentrum für moderne Haartransplantation in Berlin führen wir ausschließlich Transplantationen mit Eigenhaar durch und nicht mit Kunsthaar.

  • Voraussetzung für eine Haartransplantation ist daher, dass noch genügend Spenderhaar vorhanden ist.
  • Ist das gesamte Kopfhaar ausgefallen, kommen noch Körperhaare als Spender in Betracht. In den seltenen Fällen, dass das Kopfhaar und die gesamte Körperbehaarung ausgefallen sind (bei einer Alopecia universalis), kommt eine Eigenhaartransplantation bei Ihnen leider nicht mehr infrage.

Unser Rat an Sie:

  • Die Haartransplantation ist aus medizinischer Sicht das Ultima Ratio, also der letzte Ausweg. Es geht nicht darum den Haarausfall zu stoppen, sondern nur um eine Umverteilung von Haaren. Daher ist der Haarausfall vorher zwingen zu behandeln, mit effektiven Therapieformen. Erst wenn der Haarausfall gestoppt oder signifikant verlangsamt wurde, ist eine Haartransplantation in Betracht zu ziehen.
  • Spenderhaare sind in der Anzahl limitiert und eine misslungene Haartransplantation lässt sich nur bedingt korrigieren. Daher sollten keine Experimente mit unerfahrenen Anbietern und Billiganbietern im Ausland gewagt werden. Auch eine exzessive Entnahme von Haaren ist kritisch, da Shock Loss und eine Übererntung des Spenderareals die Folge sein können.

Fazit zu Haarausfall-Mitteln: Für Wirksamkeit auf Ursache achten

Als wichtigsten Punkt lässt sich festhalten: Ob ein Mittel gegen Haarausfall wirkt, hängt davon ab, ob die richtige Ursache gefunden wurde.

  • Jedes Medikament und jede Therapie kann nur wirksam sein, wenn es für die vorgesehene Ursache eingesetzt wird. So lässt sich zum Beispiel eine Pilzinfektion der Kopfhaut nicht mit Antibiotika behandeln, ein Medikament gegen kreisrunden Haarausfall wird in der Regel nicht gegen erblich bedingten Haarausfall helfen.
  • Auch das beste Mittel gegen Haarausfall hilft nicht, wenn es für die falsche Indikation eingesetzt wird.
  • Wichtig ist daher auch, Medikamente nicht eigenständig ohne ärztliche Rücksprache einzunehmen, da einige Stoffe im Übermaß ihrem Körper deutlichen Schaden zufügen können.

Teilweise gibt es sogar verschiedene Kombinationen an Ursachen eines Haarverlusts. Das macht die Behandlung nochmals komplexer und sollte nur gemeinsam mit einem Experten angegangen werden. Neben der spezifischen Therapie ist es immer empfehlenswert, allgemeine Maßnahmen wie gesunde Ernährung, Sport oder eine sanfte Haarpflege zu berücksichtigen, um die Haargesundheit weiter zu unterstützen. Ein Wundermittel, das jede Form von Haarverlust zuverlässig behebt, gibt es leider noch nicht.

Die häufigsten Ursachen von Haarausfall

Das Wichtigste für eine erfolgversprechende Therapie gegen Haarausfall ist es, die richtige Ursache zu finden und diese spezifisch zu therapieren. Dabei kann Ihnen zum Beispiel der Hausarzt, Dermatologe oder Haarchirurg helfen. Durch eine gezielte Anamnese, körperliche Untersuchung und verschiedene Blutwerte können die unterschiedlichen Formen von Haarausfall differenziert werden.

  • Die mit Abstand häufigste Ursache für Haarausfall ist der erblich bedingte Haarausfall, der durch eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber männlichen Geschlechtshormonen bedingt ist. Er trifft insbesondere Männer mit fortschreitendem Alter und Frauen nach den Wechseljahren.
  • Verschiedene Autoimmunerkrankungen können ebenfalls zu Haarausfall führen. Am wichtigsten ist hier der kreisrunde Haarausfall, auch Alopecia areata genannt. Man erkennt ihn an kreisrunden, komplett kahlen Stellen auf der Kopfhaut. Er kann behandelt werden oder sistiert spontan - allerdings treten häufig Rezidive auf. Auch Corona-Erkrankungen zeigen teilweise diese Muster auf.
  • Diffuser Haarausfall führt zu insgesamt ausgedünntem Haar, teils lokal betont. Er kann verschiedene Ursachen haben wie Nährstoffmangel, Nebenwirkungen von Medikamenten, Chemotherapie oder Infektionen der Kopfhaut.
  • Daneben gibt es speziellere Formen des Haarausfalls wie die Traktionsalopezie, psychische Erkrankungen wie die Trichotillomanie oder Haarverlust durch Verbrennungen oder Verletzungen der Kopfhaut.

Nach der Ursachenfindung kann das richtige Haarausfall Mittel ausgewählt werden. Lesen Sie auch hier weiter:

Empfehlung: Ursache beim Experten ermitteln lassen, dann gezielt behandeln

Die Behandlung Ihres Haarausfalls wird nur dann erfolgreich sein, wenn vorher eine gezielte Diagnostik durchgeführt wurde und auch die richtige Ursache therapiert wird. Für Sie als Patient ist es fast unmöglich, den Überblick über alle Therapieoptionen und Mittel gegen Haarausfall zu behalten.

  • Deshalb wenden Sie sich frühzeitig an einen Experten für Haarausfall-Behandlungen in Berlin, zum Beispiel an das Zentrum für moderne Haartransplantation in Berlin.
  • Wir bieten umfassende Erfahrung und Expertise im Bereich der Haarausfall-Behandlungen an.
  • Eine Vielzahl an regenerativen Therapien kann vielen Patienten bereits zu neuem Haarwachstum verhelfen.
  • Wenn trotzdem noch Lücken im Haar vorhanden sind, bekommen Sie bei uns eine haarchirurgische Behandlung nach höchstem medizinischem Standard. Unser ärztlicher Leiter Reza P. Azar hat viele Techniken der Haarchirurgie selbst verfeinert und auf modernstem Niveau geführt.

Gerne können Sie sich telefonisch, per E-Mail oder über unser Online-Formular mit uns in Verbindung setzen. Wir finden die für Sie individuell am besten passenden Therapieoptionen. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Wie können wir Ihnen helfen?

Sie interessieren sich für eine professionelle Diagnostik und Behandlung Ihres Haarausfalls? Oder Sie möchten ihre Wimpern, Augenbrauen oder Ihren Bart durch eine Haartransplantation wiederherstellen oder optisch verschönern lassen? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

Reza Azar, Ärztlicher Leiter

Zentrum für moderne Haartransplantation
Kurfürstendamm 218
10719 Berlin

Telefon: +49-30 206 474 18

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