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Im Sommer wird das Haar verstärkt produziert, um die Kopfhaut zu schützen, während im Herbst viele dieser Haare ausfallen, indem sie in die Ruhephase (Telogenphase) eintreten. Besonders im Herbst verstärkt sich dieser Effekt durch die Auswirkungen des Sommers auf den Haarzyklus.
Dieser Haarausfall betrifft nicht jeden gleich stark, sondern ist von Person zu Person unterschiedlich.
Es gibt naheliegende Ursachen, die den Haarausfall im Herbst begünstigen. Aber auch genetische Ursachen können eine Rolle spielen: Studien des französischen Forschers Dominique Michel Courtois legen nahe, dass die saisonale Schwankung möglicherweise auf Überreste des evolutionären Fellwechsels zurückzuführen ist.
Es gibt noch weitere Faktoren, die den Haarausfall im Herbst und Winter begünstigen:
- Im Sommer ist die Kopfhaut intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt. UV-Strahlen können die Haarwurzeln stressen und dazu führen, dass die Haare früher in die Ruhephase (Telogenphase) eintreten. Die Auswirkungen zeigen sich typischerweise erst nach einigen Wochen, was den vermehrten Haarausfall im Herbst erklärt.
- In den Herbst- und Wintermonaten nimmt die Sonneneinstrahlung deutlich ab und damit auch die körpereigene Produktion von Vitamin D. Vitamin D ist wichtig für die Funktion der Haarfollikel und das Zellwachstum. Ein Mangel kann den Haarzyklus negativ beeinflussen und den saisonalen Haarausfall verstärken.
- Die jahreszeitlich bedingte Ausschüttung von Hormonen wie Melatonin beeinflusst den Haarzyklus. Weniger Tageslicht im Herbst erhöht die Produktion von Melatonin, während Wachstumsprozesse im Körper gedrosselt werden.