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Stammzellentherapie: der Booster gegen Haarausfall
- Körpereigene Stammzellen aus Unterhautfettgewebe oder Haarwurzeln
- Wachstumsfaktoren sorgen für Zellerneuerung, Gefäßneubildung, bessere Durchblutung
- Stammzellen sind "Booster" für Haarwachstum - ideal kombiniertbar mit anderen Therapien
2 bis 3 Stunden
Individuelle Kalkulation
Für Männer & Frauen
Seit 2013 behandeln wir im Zentrum für moderne Haartransplantation Haarausfall zusätzlich mit Stammzellen. Unsere erfolgreiche „Triple-Therapie-Plus“ wird dabei durch die Stammzellen-Therapie ergänzt, welche die Behandlung durch ihre positive, stimulierende Wirkung auf die Haare und das Haarwachstum unterstützt.
Die Stammzelltherapie wird in der Regel mit anderen Therapien kombiniert. Sie kann als “Booster” verstanden werden, der die Wirkung der Behandlung verstärkt.
Erfahren Sie im Folgenden mehr über die Wirkungsweise und den Ablauf der Stammzelltherapie.
Warum helfen Stammzellen gegen Haarausfall?
- Der Einsatz von Stammzellen zur Behandlung von Haarausfall beruht auf der Fähigkeit von Stammzellen, sich in verschiedene Zelltypen zu differenzieren und geschädigtes Gewebe zu regenerieren.
- Stammzellen produzieren, vereinfacht gesagt, bestimmte Wachstumsfaktoren, die über verschiedene regenerative Wirkmechanismen dem Haarausfall entgegenwirken.
- In die Kopfhaut eingebracht, stärken sie die Haarfollikel und helfen ihnen bei der Zellregeneration. So können sie sich erholen und ihre Arbeit wieder besser verrichten.
- Die positiven Auswirkungen auf die Zellregeneration und das Zellwachstum machen die Stammzelltherapie zu einer wertvollen therapeutischen Komponente bei verschiedenen Formen des Haarausfalls.
Bei welcher Art von Haarausfall ist Stammzellentherapie wirksam?
Die Behandlung mit Stammzellen ist besonders wirksam bei Haarausfall aufgrund von Alopecia areata, erblich bedingtem Haarausfall und vernarbender Alopezie.
- Kreisrunder Haarausfall: Bei der Alopecia areata treten plötzlich kreisrunde, kahle Stellen auf der Kopfhaut oder an anderen Körperstellen auf. Diese Autoimmunerkrankung entsteht, wenn das Immunsystem fälschlicherweise die Haarfollikel angreift. Betroffen sind Menschen jeden Alters und Geschlechts, häufig auch jüngere Erwachsene und Kinder.
- Erblich bedingter Haarausfall: Diese Form des Haarausfalls ist bei Männern durch eine allmähliche Ausdünnung der Haare gekennzeichnet, die häufig am Haaransatz, an den seitlichen Stirnseiten und im Bereich der Tonsur beginnt. Bei Frauen beginnt es meist mit einer Ausdünnung des Mittelscheitels. Die Ursachen sind vielfältig und können u.a. genetisch, hormonell, ernährungsbedingt oder krankheitsbedingt sein. Häufig betroffen sind Männer mittleren Alters und Frauen nach der Menopause.
- Vernarbende Alopezie: Bei der vernarbenden Alopezie handelt es sich um einen irreversiblen Haarausfall, bei dem der Haarfollikel durch Narbengewebe ersetzt wird. Ursachen können Entzündungen, Infektionen oder andere Erkrankungen der Haut oder des Körpers sein.
Die Stammzellentherapie wird jedoch selten als alleinige Behandlungsmethode eingesetzt, da sie in Kombination mit anderen Therapien und Behandlungsansätzen die Wirkung gegen Haarausfall verstärkt. Welche Therapiekombinationen sinnvoll sind, erfahren Sie weiter unten auf dieser Seite.
Ablauf der Stammzellentherapie-Behandlung
Doch wie gelangen die körpereigenen Stammzellen aus dem Fettgewebe oder anderen Haarfollikeln an die betroffenen Stellen? Dies geschieht in drei Schritten:
1. Schritt: Die Gewinnung der Stammzellen
Für die Gewinnung von Stammzellen gegen Haarausfall kommen zwei Stammzellreservoirs in Frage.
- Das erste Reservoir ist das Fettgewebe, aus dem Fett-Stammzellen gewonnen werden. Mittels einer Spritze wird ein geringes Volumen an Unterhautfettgewebe des Patienten entnommen. Diese Entnahme erfolgt unter örtlicher Betäubung durch eine kleine Mikroöffnung in der Haut und ist für den Patienten schmerzfrei.
- Das zweite Reservoir sind die Haarfollikel. Die Gewinnung autologer Stammzellen aus Haaren erfolgt nach der etablierten Methode der Follicular Unit Extraction (FUE). Hierbei werden unter lokaler Anästhesie, mittels kleiner ca. 1mm großer Hohlnadel, einige wenige Haarwurzeln aus der Kopfhaut oder auch aus anderen Körperregionen wie z.B. aus dem Schambereich entnommen.
In den allermeisten Fällen greifen wir jedoch auf Stammzellen aus dem Fettgewebe zurück, da diese undifferenzierter sind und die Haarfollikel geschont werden. Weitere Details erläutern wir Ihnen gerne in einem Beratungsgespräch.
2. Schritt: Aufbereitung/ in Isolierung der Stammzellen
Nun müssen die Stammzellen aus dem Unterhautfettgewebe separiert werden. Das entnommene Fettgewebe wird in einem speziellen Verfahren zu einer zellulären Emulsion mit Fettstammzellen aufbereitet, die auch als „Nanofett“ bezeichnet wird.
Die Stammzellen werden durch ein spezielles Präparationsverfahren isoliert. Dies geschieht unter dem Mikroskop und unter sterilen Bedingungen.
3. Schritt: Injektion der Stammzellen in Kopfhaut
Die Stammzellen werden anschließend in die von Haarausfall betroffene Kopfhaut injiziert.
- Häufig wird dies mit einer PRP-Behandlung kombiniert. Dies ist aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll - Details dazu etwas weiter unten.
- Für die Einbringung wird eine Mesopistole genutzt. Diese Art der Injektion lässt eine individuelle Anpassung auf den Patienten zu und garantiert eine gleichmäßige Dosierung je Injektion.
Arten von Stammzellen und Entnahme
Stammzellen können auf zwei Arten gewonnen werden: Aus Fettgewebe oder aus vorhandenen Haarfollikeln, wobei wir vorwiegend auf jene aus dem Unterhautfettgewebe zurückgreifen.
Funktionale Stammzellen in Haarwurzeln helfen bei Selbsterneuerung und Haarausfall
Der natürliche oder pathologische Abnahme- bzw. Degenerationsprozess der Stammzellen in den Haarwurzeln führt nicht nur zu einer Miniaturisierung der Haarwurzeln und der Haare, sondern letztlich auch zum irreversiblen Ausfall der Haare.
Mehrere Stammzell-Populationen in den Haaren sind multipotent und besitzen somit die Fähigkeit, sich zu verschiedenen Zelltypen innerhalb des Gewebes zu differenzieren. Sie lösen regenerative Vorgänge in den Haarfollikeln und in der Haut aus und sind zur Selbsterneuerung fähig.
Die Injektion von isolierten Stammzellen kann das Zellwachstum und die Zellvermehrung in degenerierten Haarfollikeln, die von Haarausfall betroffen sind, stimulieren.
Multipotente Stammzellen aus dem Fettgewebe
Bei den gewonnenen Stammzellen aus autologem Fettgewebe handelt es sich um sogenannte mesenchymale Stammzellen, welche aus verschiedenen Zelltypen bestehen. Zu den isolierten Stammzellen gehören neben den Fettvorläuferzellen auch Endothelzellen, Fibroblasten, Makrophagen und Blutzellen.
Diese heterogene Mischung der Stammzellen wird „stromale vaskuläre Fraktion/ SVF“ genannt, welche aufgrund ihrer Differenzierungsmöglichkeit zur Gruppe der multipotenten Stammzellen gehört.
Für die Stammzelltherapie werden in der Regel Stammzellen aus dem Fettgewebe verwendet: Zum einen bleiben die Haarfollikel unversehrt, zum anderen sind die Stammzellen aus dem Fettgewebe undifferenzierter und damit anpassungsfähiger als Haarstammzellen.
Rolle und Wirkungsweise von Wachstumfaktoren
Die Stammzellen entfalten ihre zellanregende und zellproliferative Wirkung durch Produktion und Sekretion von spezifischen Wachstumsfaktoren.
Wachstumsfaktoren aus Stammzellen sind Moleküle, die eine Schlüsselrolle bei der Regeneration und Reparatur von Gewebe spielen. Stammzellen können sich in verschiedene Zelltypen umwandeln und beschädigte Bereiche reparieren. Die von ihnen produzierten Wachstumsfaktoren können als Botenstoffe betrachtet werden, die Signale an andere Zellen senden, um diesen Prozess zu unterstützen.
Diese Faktoren sind besonders interessant, da sie die Zellteilung und das Zellwachstum fördern.
Wachstumsfaktoren auf Zellebene
Bei den Wachstumsfaktoren handelt es sich um spezifische Aminosäuren, die durch Signaltransduktion das regenerative Zellwachstum und die Zellproliferation an den Haarwurzeln anregen. Dem Verlust von Haaren und der androgenetischen Miniaturisierung der Haare kann somit entgegengewirkt und eine Reaktivierung der Haarfollikel erzielt werden. Hierdurch werden die Haarfollikel so gestärkt und vitalisiert, dass sie schließlich wieder in der Lage sind, erneut dicke und kräftige Haare zu produzieren.
Wachstumsfaktoren bFGF und aFGF
Die Wachstumsfaktoren basic und acidic Fibroblast Growth Factors (bFGF und aFGF) stimulieren die Angiogenese an den Haarfollikeln. Der Prozess der Angiogenese beinhaltet eine verstärkte Gefäßbildung mit verbesserter Blutversorgung der Haarwurzeln. Durch die erhöhte Durchblutung erhalten die Haare mehr Sauerstoff und Nährstoffe, was wiederum die Grundlage für die Haargesundheit und das Haarwachstum ist. Außerdem bildet sich um die Haarwurzeln vermehrt Fettgewebe, das dem subkutanen Fettverlust bei Haarausfall entgegenwirkt.
- IGF: Die insulinähnlichen Wachstumsfaktoren IGF-1 und IGF-2 sind am Wachstum der Haarwurzeln beteiligt.
- VEGF: Die „vaskulär-endothelialen Wachstumsfaktoren/ VEGF“ beeinflussen die Angiogenese und erhöhen die Durchlässigkeit der Blutgefäße um die Haarfollikel.
- PDGF: Der „Platelet Derived Growth Factor“ verhindert die Apoptose/ programmierten Zelltod und sensibilisiert die Wirkung von anderen Wachstumsfaktoren auf die Haarfollikel.
Warum ist die Kombination mit anderen Behandlungswegen sinnvoll?
Die Kombination der Haarstammzelltherapie mit anderen Therapien ist vor allem aus zwei Gründen sinnvoll:
- Zur Einbringung der Stammzellen in das Kopfhautgewebe wird ein Trägermedium benötigt. Diese Chance kann genutzt werden, um den Haarfollikeln weitere wertvolle Wirkstoffe zuzuführen.
- Andererseits entfalten manche Stammzellen ihre Wirkung erst unter dem Einfluss bestimmter Wachstumsfaktoren, die beispielsweise im aufbereiteten Eigenblut (PRP) enthalten sind.
Deshalb bieten wir seit 2013 Kombinationsbehandlungen an. Je nach individueller Ausgangssituation kommen verschiedene Kombinationen in Frage. Sehr gute Ergebnisse konnten wir bisher mit einer Kombination aus Stammzell- und PRP-Therapie erzielen. Unsere klinischen Ergebnisse zeigen, dass der therapeutische Effekt gegen Haarausfall über Jahre anhalten kann. In welchen Abständen eine Auffrischungsbehandlung sinnvoll ist, muss jedoch patientenindividuell abgewogen werden.
Die Stammzellbehandlung sollte als eine Art "Booster" verstanden werden, der andere Therapien unterstützen und deren Wirkungsgrad erhöhen kann.
Kombination mit anderen Therapien
Andere regenerative Therapien entfalten ihre Wirkung noch besser in Kombination mit einer Stammzellenbehandlung der Haare. Infrage kommen dabei diese Therapien:
- PRP-Therapie: Durch Abtrennung der wertvollsten Blutbestandteile gewinnen wir Plasma, das reich an Wachstumsfaktoren und Nährstoffen ist. Dieses wertvolle Plasma wird gezielt in die Kopfhaut injiziert, um das Haarwachstum anzuregen und die Haarfollikel zu stärken.
- LLLT: Die Behandlung der Kopfhaut mit sanftem Laserlicht wirkt entzündungshemmend und fördert die Durchblutung, die für ein gesundes Haarwachstum wichtig ist. Die verbesserte Durchblutung unterstützt die Nährstoffversorgung der Haarfollikel und trägt zur Haargesundheit bei.
- Infusionstherapie: Bei dieser Therapie werden Mangelzustände im Körper erkannt und durch Zufuhr genau dieser Stoffe neutralisiert. Individuell zusammengestellte Infusionen liefern Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien, die dem Körper aus verschiedenen Gründen fehlen können.
- Meso-Therapie: Bei dieser Therapie werden Vitamine, Mineralien und Aminosäuren direkt in die mittlere Hautschicht injiziert. Ziel ist es, Haut und Haarwurzeln zu revitalisieren, Haarausfall zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden der Haut durch Zellregeneration zu fördern.
Im Beratungsgespräch erhalten Sie weitere Informationen und es wird individuell geklärt, welches Behandlungspaket für Sie die größte Wirkung hat.
Ist eine Kombination mit einer Haartransplantation sinnvoll?
Bei einer Haartransplantation werden Haare „umverteilt“, perfekt, um Lücken im Haarbild zu schließen oder die Haarlinie zu korrigieren - aber nicht, um den Haarausfall zu stoppen. Deshalb beginnt eine Behandlung bei uns in den allermeisten Fällen mit regenerativen Therapien:
- Dabei werden die vorhandenen Haarwurzeln gestärkt und eventuell inaktive Haarwurzeln wieder zum Wachstum angeregt.
- Ziel ist es, den Haarausfall zu stoppen oder zumindest „einzufrieren“.
Um den Erfolg einer Haartransplantation zu erhöhen und das Gewebe mit Nährstoffen und Wachstumsfaktoren anzureichern, können regenerative Therapien hilfreich sein.
Kosten der Stammzellenbehandlung der Haare
Im Gespräch mit unserem Team erhalten Sie einen transparenten Behandlungsplan, inklusive einer Kostenaufstellung.
Die Stammzelltherapie sollte mit anderen regenerativen Therapien kombiniert werden, um die Wirksamkeit zu erhöhen. Wie viele Sitzungen und wie viele Stammzellen notwendig erscheinen und welche Therapiekombinationen empfehlenswert sind, hängt von der Ausgangssituation ab (Art und Schwere des Haarausfalls, eine Ursache, mehrere Ursachen).
Für eine forcierte Reaktivierung der Haarfollikel empfehlen wir die Stammzellenbehandlung mit 4 PRP- und 12 Softlaser-/ LLLT-Behandlungen nach „Triple Therapie Plus“.
Antworten auf häufige Fragen
Abschließend beantworten wir häufige Fragen zur Haarwurzelbehandlung mit Stammzellen.
Bestehen Risiken bei der Behandlung?
Da die Gewinnung bzw. Isolierung der hier genannten körpereigenen Stammzellen ohne enzymatische Bearbeitung erfolgt, ist der therapeutische Einsatz von Stammzellen unbedenklich und risikolos.
Ist die Stammzellen-Therapie schmerzhaft?
Grundsätzlich müssen Stammzellen zunächst gewonnen und aufbereitet werden. Dies kann auf zwei Arten geschehen: Aus Fettgewebe oder aus Haarfollikeln. Beide Methoden sind schmerzarm oder schmerzfrei (Betäubung der Region).
Die Injektion der Stammzellen in die Kopfhaut erfolgt mit einer Mesopistole. Dabei dringen Mikronadeln wenige Millimeter in die Kopfhaut ein und die Lösung wird in das Gewebe eingebracht - dieser Vorgang ist schmerzarm, aber nicht völlig schmerzfrei. Bei schmerzempfindlichen Patienten verwenden wir ein spezielles Betäubungsmittel.
Wie lange dauert es, bis das Ergebnis sichtbar wird?
Die Zeit bis zum sichtbaren Erfolg einer Stammzelltherapie hängt von verschiedenen Faktoren ab: Der Wachstumsphase der Haare, der individuellen Reaktion des Körpers, dem Ausmaß des Haarausfalls sowie weiteren begleitenden Therapien.
Meist dauert es mehrere Monate, bis sich erste sichtbare Erfolge einstellen. In vielen Fällen berichten Patienten von einer Verbesserung nach etwa 3 bis 6 Monaten. Der Grund dafür ist, dass Haare in einem natürlichen Wachstumszyklus wachsen und Zeit brauchen, um auf die Behandlung anzusprechen.
Muss man sich auf die Stammzellen-Therapie gegen Haarausfall vorbereiten?
Da es sich um eine minimal invasive Behandlung handelt, kann der Patient vor dem Eingriff normal essen und trinken. Am Tag der Behandlung sollten die Haare mit Shampoo gewaschen werden.
Wichtig: 3 Tage vor der Behandlung dürfen keine nichtsteroidalen Antirheumatika und kein Marcumar eingenommen werden.
Hilft eine Stammzellentherapie auch gegen graue Haare?
Unsere Stammzellforschung und -therapie konzentriert sich auf Haarwachstum und Haarausfall, nicht auf die Pigmentierung.
Graue Haare entstehen in der Regel, wenn die Melanozyten, also die Zellen, die für die Pigmentierung des Haares verantwortlich sind, mit der Zeit ihre Funktion verlieren oder weniger Melanin produzieren. Meist handelt es sich dabei um einen natürlichen Alterungsprozess.
Wechselwirkungen und positive Effekte sind nicht auszuschließen, aber nicht Ziel der Behandlung.
Gibt es wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit?
Ja die gibt es. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Studien und Veröffentlichungen:
- Diese Studie konzentriert sich auf ein Protein, das möglicherweise der Schlüssel zu vollem Haar sein könnte und bezieht sich auf Haarfollikel-Stammzellen. Mehr erfahren
- Salk Institute: Diese Forschung findet einen überraschenden Zusammenhang zwischen dem Immunsystem und Haarwachstum, wobei Stammzellen eine wichtige Rolle spielen. Mehr erfahren
- Diese Studie der University of California befasst sich mit der Rolle des Hedgehog-Signalwegs in der Regulation von Haarfollikel-Stammzellen. Dieser Signalweg ist wichtig für die Kommunikation zwischen Zellen und spielt eine entscheidende Rolle in der Entwicklung und Regeneration von Geweben, einschließlich Haarfollikeln. Mehr erfahren
- Universität zu Köln: Diese Studie beschäftigt sich mit einem neuen Mechanismus, der die Langlebigkeit von Stammzellen steuert und somit möglicherweise Haarausfall verhindern kann. Mehr erfahren
- Diese Studie untersucht die Rolle von epidermalen Stammzellen in der Hautgewebe-Technik, insbesondere im Kontext der Haarfollikelregeneration. Sie bietet Einblicke in die Mechanismen, wie Stammzellen zur Wiederherstellung von Haarfollikeln beitragen können. Mehr erfahren
- Diese Publikation bietet einen Überblick über herkömmliche und innovative stammzellbasierte Therapien für androgenetische Alopezie. Sie diskutiert sowohl etablierte als auch experimentelle Ansätze zur Behandlung dieser Form von Haarausfall. Mehr erfahren
Ist die Stammzellentherapie eine Alternative zur Haartransplantation?
Es kommt immer auf den Einzelfall an. In den allermeisten Fällen ist es sinnvoll, die vorhandenen Haarwurzeln mit regenerativen Therapien zu stärken und inaktive Haarfollikel sogar zu reaktivieren. Die Stammzelltherapie ist dabei eine mögliche, aber nicht die einzige Therapieoption.
Grundsätzlich sollte der Haarausfall gestoppt oder zumindest klar prognostizierbar sein, bevor eine Haartransplantation durchgeführt wird. Das Ziel der Haartransplantation ist die Umverteilung des Resthaares. Allerdings sind nicht alle Patienten für eine Haartransplantation geeignet.
Eine Haartransplantation ist in der Regel weder als erste noch als einzige Maßnahme zur Behandlung von Haarausfall geeignet.
Was können Betroffene noch tun?
Auch der Lebensstil hat einen Einfluss und Sie können etwas gutes für Ihre Haare tun. Achten Sie auf:
- Ausreichend Sport und Bewegung - für das seelische Wohlbefinden, eine bessere Durchblutung etc.
- Ausgewogene Ernährung, ggf. in Absprache mit dem Arzt speziell angepasst (z.B. DHT-Blocker bei erblich bedingtem Haarausfall; eisenreiche Ernährung bei Eisenmangel etc.)
- Die Haarpflege sollte schonend und frei von unnötigen Chemikalien sein. Vermeiden Sie auch sonstigen Stress für die Haare: Zu häufige oder zu aggressive Pflege; Haare färben, Extensions und Zugbelastun etc.
Darüber hinaus erhalten Sie im Gespräch und während der Behandlung viele weitere Empfehlungen und wirksame Tipps, z. B. wie sich Entzündungen auf den Haarausfall auswirken und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, an bestimmten Arten von Haarausfall zu erkranken (je nach Familienanamnese).
Fazit
Grundsätzlich ist die Stammzelltherapie minimalinvasiv, narbenfrei und wird mit körpereigenen Stammzellen durchgeführt. Sie ist risikoarm, gut verträglich und wirkungsvoll - insbesondere wenn sie mit anderen Therapien kombiniert wird.
Dadurch wird die Wirkung hinsichtlich Nährstoffversorgung, Zellregeneration und Zellwachstum maximiert.
- Andere regenerative Therapien (PRP, LLLT, Meso, Infusionstherapie) können als unterstützende Maßnahmen eingesetzt werden.
- Eine Haartransplantation kann zu einem späteren Zeitpunkt oder zur Korrektur von kahlen Stellen (bspw. Geheimratsecken) oder des Haaransatzes sinnvoll sein.
- Bei Krankheitsverdacht, atypischem Haarausfallmuster, unklarer Ursache oder Nährstoffmangel können weitere Untersuchungen (Kopfhaut, Blutbild, Urin) sinnvoll sein, um die eigentliche Ursache des Haarausfalls zu finden.
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und stehen bei Fragen jederzeit zur Verfügung.

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