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Wie helfen Stammzellen gegen Haarausfall/ Alopezie?

Seit 2013 behandeln wir Haarausfall im Zentrum für moderne Haartransplantation ergänzend auch mit Stammzellen. Unsere erfolgreiche „Triple-Therapie-Plus“ wird dabei durch die Stammzellen-Therapie ergänzt, welche die Behandlung durch ihre positive, stimulierende Wirkung auf die Haare und das Haarwachstum unterstützt. Die Behandlung mittels Stammzellen ist besonders wirkungsvoll bei Haarausfall durch Alopcia areata, erblich-bedingten Haarverlust und vernarbende Alopezien.

Zur Gewinnung von Stammzellen gegen den Haarausfall greifen wir auf zwei Stammzellen-Reservoirs des Patienten zurück. Das erste Reservoir ist das Fettgewebe, aus dem Fett-Stammzellen gewonnen werden und das zweite Reservoir sind die Haarfollikel, aus denen Haarfollikel–Stammzellen gewonnen werden.

Fett-Stammzellen gegen Haarausfall

Wie werden Fett-Stammzellen gewonnen und zur Behandlung von Haarausfall verwendet?

Mittels einer Spritze wird ein geringes Volumen an Unterhautfettgewebe des Patienten entnommen. Diese Entnahme erfolgt unter örtlicher Betäubung durch eine kleine Mikroöffnung in der Haut und ist für den Patienten schmerzfrei.

Das so gewonnene Fettgewebe wird anschließend durch ein spezielles Verfahren zu einer Zellemulsion mit Fett-Stammzellen aufbereitet, welche auch als „Nano-Fett“ bezeichnet wird. Das Stammzellen-enthaltene Nano-Fett wird schließlich in die von Haarausfall betroffene Kopfhaut injiziert.

Wie helfen Fett–Stammzellen gegen Haarausfall?

Bei den gewonnenen  Stammzellen aus autologem Fettgewebe handelt es sich um sogenannte mesenchymale Stammzellen, welche aus verschiedenen Zelltypen bestehen. Zu den isolierten Stammzellen gehören neben den Fett-Vorläuferzellen auch Endothelzellen, Fibroblasten, Makrophagen und Blutzellen. Diese heterogene Mischung der Stammzellen wird „stromale vaskuläre Fraktion/ SVF“ genannt, welche aufgrund ihrer Differenzierungsmöglichkeit zur Gruppe der multipotenten Stammzellen gehört.

Die Fett-Stammzellen produzieren bestimmte Wachstumsfaktoren, welche über verschiedene regenerative Wirkungsmechanismen dem Haarausfall entgegenwirken.

Wie helfen Wachstumsfaktoren aus Fett-Stammzellen gegen Alopezie?

Es handelt sich um Wachstumsfaktoren als spezifische Aminosäuren, die durch Signaltransduktion das regenerative Zellwachstum und die Zellproliferation an den Haarwurzeln anregen. Dem Verlust von Haaren und der androgenetischen Miniaturisierung der Haare kann somit entgegengewirkt und eine Reaktivierung der Haarfollikel erzielt werden. Hierdurch werden die Haarfollikel so gestärkt und vitalisiert, dass sie schließlich wieder in der Lage sind, erneut dicke und kräftige Haare zu produzieren.

Welche Wachstumsfaktoren aus Fett-Stammzellen helfen gegen Haarausfall?

Spezielle Wachstumsfaktoren wirken dem Haarausfall entgegen und können ihn bestenfalls stoppen. Diese sind im Wesentlichen: FGF, IGF, VEGF und PDGF-BB.

Die Wachstumsfaktoren bFGF und aFGF

Die Wachstumsfaktoren basic und acidic Fibroblast Growth Factors (bFGF und aFGF) stimulieren die Angiogenese an den Haarfollikeln. Der Prozess der Angiogenese beinhaltet die vermehrte Gefäßbildung mit verbesserter Blutversorgung der Haarwurzeln. Durch die gesteigerte Durchblutung erhalten die Haare vermehrt Sauerstoff und Nährstoffe, was wiederum die Grundlage der Haargesundheit und des Haarwachstums ist. Darüber hinaus entsteht um die Haarwurzeln vermehrt Fettgewebe, welches der subkutanen Fettreduktion im Rahmen des Haarausfalls entgegenwirkt.

IGF

Die insulinähnlichen Wachstumsfaktoren IGF-1 und IGF-2 sind am Wachstum der Haarwurzeln beteiligt.

VEGF

Die „vaskulär-endothelialen Wachstumsfaktoren/ VEGF“ beeinflussen die Angiogenese und erhöhen die Durchlässigkeit der Blutgefäße um die Haarfollikel.

PDGF

Der „Platelet Derived Growth Factor“ verhindert die Apoptose/ programmierten Zelltod und sensibilisiert die Wirkung von anderen Wachstumsfaktoren auf die Haarfollikel.

Stammzellen aus Haaren helfen gegen Haarausfall

werden Stammzellen aus den Haaren gewonnen und verwendet?

Die Gewinnung autologer Stammzellen aus Haaren erfolgt nach der etablierten Methode der Follicular Unit Extraction (FUE). Hierbei werden unter lokaler Anästhesie, mittels kleiner ca. 1mm großer Hohlnadel, einige wenige Haarwurzeln aus der Kopfhaut oder auch aus anderen Körperregionen wie z.B. aus dem Schambereich entnommen. Nach einem speziellen Präparationsverfahren werden Stammzellen aus den Haaren isoliert. Dies geschieht mikroskopisch-assistiert und unter sterilen Bedingungen.

Um die isolierten Stammzellen ins Gewebe injizieren zu können, werden diese mit PRP, als flüssiges Träger-Medium aufbereitet und nach Mesotherapie in die Kopfhaut injiziert.

Wie wirken Stammzellen aus Haaren gegen Haarausfall?

Der natürliche oder pathologische Abnahme- bzw. Degenerationsprozess der Stammzellen in den Haarwurzeln führt nicht nur zu einer Miniaturisierung der Haarwurzeln und der Haare, sondern letztlich auch zum irreversiblen Ausfall der Haare. Mehrere Stammzell-Populationen in den Haaren sind multipotent und besitzen somit die Fähigkeit, sich zu verschiedenen Zelltypen innerhalb des Gewebes zu differenzieren. Sie lösen regenerative Vorgänge in den Haarfollikeln und in der Haut aus und sind zur Selbsterneuerung fähig.

Durch die Injektion von isolierten Stammzellen aus den Haaren kann das Zellwachstum und die Zellprolifertion in den degenerierten und von Haarausfall betroffenen Haarfollikeln angeregt werden.

Wie helfen Wachstumsfaktoren aus Stammzellen der Haare gegen Alopezie?

Die Stammzellen entfalten ihre zellanregende und zellproliferative Wirkung durch Produktion und Sekretion von spezifischen Wachstumsfaktoren.

Warum ist die Kombination aus Haar – Stammzellentherapie und PRP -Behandlung sinnvoll?

Die Kombination von Haar-Stammzellen-Therapie und PRP-Therapie ist aus zwei Gründen sinnvoll:

Das plättchenreiche Plasma dient einerseits als flüssiges Trägermedium für die Rückführung/ Reinjektion der aus den Haarfollikeln entnommenen Stammzellen in die von Haarausfall betroffenen Hautareale.

Andererseits entfaltet sich die Wirkung mancher Stammzellen erst unter Einflussnahme bestimmter Wachstumsfaktoren, welche im PRP „Plättchen-reichen Plasma“ enthalten sind.

Vorteile der kombinierten Stammzellen-Therapie  und PRP - Behandlung gegen Haarausfall

Seit 2013 wenden wir die kombinierte Behandlung von Stammzellen- und PRP- Therapie in unserer Praxis an. Unsere klinischen Ergebnisse zeigen, dass der hierdurch erzielte therapeutische Effekt gegen Haarausfall über Jahre hinweg anhält. Eine jährliche Wiederholung der Behandlung zur Auffrischung und Erhaltung des Effektes gegen Haarausfall, wie sie normalerweise bei reiner PRP-Therapie notwendig ist, entfällt bei der PRP- kombinierter Stammzellen-Therapie.

So gesehen ist die kombinierte Stammzellen-Therapie und PRP- Behandlung mittelfristig weniger kostenintensiv als im Vergleich zur reinen PRP-Behandlung, welche in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden sollte.

Birgt die Stammzellen-Therapie gegen Haarausfall Risiken?

Da die Gewinnung bzw. Isolation der hier genannten körpereigenen Stammzellen ohne enzymatische Bearbeitung erfolgt, ist die therapeutische Anwendung von Stammzellen unbedenklich und mit keinem Risiko verbunden.

Vorbereitung auf die Stammzellen-Therapie gegen Haarausfall

Da es sich um eine minimalinvasive Behandlung handelt, dürfen die Patienten vor dem Eingriff ganz normal essen und trinken. Am Behandlungstag sollte sich der Patient vor der Behandlung seine Haare mit Shampoo waschen.

Wichtig ist: Ab 3 Tage vor der Behandlung dürfen nichtsteroidale Antirheumatika und Marcumar nicht mehr eingenommen werden.

Kosten der Stammzellen-Therapie gegen Haarausfall

Wir empfehlen die einmalige Behandlung mit Stammzellen aus dem Fettgewebe ggf. mit oder ohne Kombination mit Stammzellen aus Haarfollikeln. Die Auswahl des oder der Stammzellen-Reservoirs erfolgt in Absprache mit dem Arzt. Für eine forcierte Reaktivierung der Haarfollikel empfehlen wir die Stammzellen - Behandlung mit 4 PRP - und 12 Softlaser-Behandlungen/ LLLT nach „Triple Therapie Plus“. Die Kosten der Stammzellen – Therapie variiert je nach Anzahl der Stammzellen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Kontaktieren Sie uns bitte und vereinbaren einen persönlichen Beratungstermin mit mir.
Dr. Reaza Azar

Reza Azar
Ärztlicher Leiter, Zentrum für moderne Haartransplantation

Telefon: 030 / 206 474 18
E-Mail: info@ifue-haartransplantation.de

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