Vitamine & Haare: 5 Wichtige Vitamine für Haarausfall & Wachstum

Vitamin- und Nährstoffmangel kommt nicht nur in Entwicklungsländern vor. Auch in Deutschland können eine unausgewogene Ernährung, hoher Nährstoffbedarf oder bestimmte Erkrankungen zu Vitaminmangel führen. Und Vitamine helfen beim Haarwachstum und im Umkehrschluss kann Vitaminmangel Haarausfall verursachen. Eine ausführliche Diagnostik kann helfen, Haarausfall und weitere Symptome zu beheben.

Im Folgenden klären auf, welche Vitamine für das Haarwachstum entscheidend sind, wie ein Mangel erkannt und behoben werden kann.

1. Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wichtige Vitamine für das Haarwachstum: Vitamine A, B, C, D, E
  • Wichtige Spurenelemente: Eisen, Kupfer, Zink, Selen
  • Vitamine sind mit an Regulation des Haarwachstums und Haaraufbaus beteiligt
  • Vitamin- und Nährstoffmangel führen zu Haarausfall, dünnem, brüchigem oder glanzlosem Haar
  • Vitaminmangel kann durch eine Blutuntersuchung erkannt werden
  • Gesunde können durch Ernährung ausreichend Vitamine und Nährstoffe aufnehmen
  • Nahrungsergänzungsmittel nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen - Gefahr einer Vitaminvergiftung

2. Vitaminmangel und Haarausfall: Hintergründe

Auch wenn man es in einem Industrieland wie Deutschland nicht erwarten würde, sind Nährstoff- und Vitaminmangel einer der häufigen Gründe für diffusen Haarverlust.

Das Haar wird insgesamt ausgedünnt, manchmal an einzelnen Stellen besonders betont. Ein ähnliches Muster können auch andere Krankheiten oder Mangelzustände auslösen. Dazu gehören Stress, Infektionen der Kopfhaut, Nebenwirkungen von Medikamenten, Eisenmangel, hormonelle Störungen oder Stoffwechselstörungen.

Weitere Ursachen für Haarausfall können der kreisrunde Haarausfall, eine Autoimmunerkrankung, oder die androgenetische Alopezie sein.

 

Wer ist besonders gefährdet?

Ein Vitaminmangel entsteht entweder durch eine verminderte Aufnahme von Vitaminen, eine unzureichende Absorption oder einen erhöhten Bedarf.

  • Besonders gefährdete Personengruppen sind daher zum Beispiel Schwangere oder Sportler, da sie einen erhöhten Vitaminbedarf haben.
  • Bestimmte Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts können eine verminderte Aufnahme von Vitaminen in den Körper bedingen.
  • Dass durch die Ernährung zu wenig Vitamine für den Körper bereitgestellt werden, kommt insbesondere bei Vegetariern oder Veganern vor sowie bei Patienten mit Essstörungen wie einer Magersucht oder Bulimie.

Wenn man zu einer dieser Gruppen gehört und bei sich selbst einen diffusen Haarausfall bemerkt, sollte man an einen Vitaminmangel denken.

 

Warum führt Vitaminmangel zu Haarausfall?

Vitamine sind wichtig für das Haarwachstum, weil sie Bestandteile der Haarsubstanz bilden oder an der Regulation des Haarwachstums beteiligt sind.

  • So ist zum Beispiel Biotin für die Bildung der wichtigsten Haarsubstanz - dem Keratin - mit verantwortlich.
  • Vitamin A ist wichtig für die Fettsynthese an den Haarfollikeln.
  • Vitamin C sorgt dafür, dass Eisen gut in den Körper aufgenommen werden kann.
  • Eisen ist wichtig für die Bildung roter Blutkörperchen, mit denen wiederum wichtige Nährstoffe zu den Haarfollikeln transportiert werden.

Neben dem Haarausfall führt eine zu geringe Vitaminaufnahme in der Regel zu weiteren Mangelerscheinungen. Mehrere dieser Symptome zusammen können die Vermutung eines Vitaminmangels erhärten. Letztlich kann eine Blutuntersuchung beim Arzt den Verdacht endgültig bestätigen.

3. Vitamine für das Haarwachstum

Die für das Haarwachstum wichtigen Vitamine kann man sich leicht merken: A, B, C, D, E.

Vitamin A

Lebensmittel: Vitamin A kommt vor allem in Karotten, Milchprodukten, Tomaten oder Paprika vor. Damit es besonders gut vom Körper aufgenommen werden kann, sollten diese Lebensmittel immer mit etwas Fett zusammen verzehrt werden.

Wirkung:

  • Vitamin A fördert die Fettsynthese in den Haarfollikeln und ist wichtig für die Talgproduktion.
  • Dadurch hilft es, das Haar geschmeidig zu halten und vor dem Austrocknen zu schützen.

B-Vitamine

Zu den B-Vitaminen gehört ein Komplex aus acht verschiedenen Vitaminen.

Lebensmittel: Sie kommen vor allem in Fleisch und Fisch, Nüssen und Hülsenfrüchten, Getreide oder Vollkornprodukten vor.

Wirkung:

  • Da sie vielfältige Wirkungen haben, sind sie die wichtigsten Vitamine für die Haare. Ein Mangel kann dafür sorgen, dass die Haare brüchig werden oder ausfallen.
  • Die Vitamine B3, B5 und B6 regulieren wichtige Stoffwechselvorgänge an der Haarwurzel. Sie sorgen für eine angemessene Talgproduktion, kräftigen das Haar und wirken Entzündungen der Kopfhaut entgegen.
  • Die Vorstufe von Vitamin B5 heißt D-Panthenol und ist in vielen Shampoos enthalten, um die Haare kräftiger und leichter kämmbar zu machen. Vitamin B7 ist auch unter dem Namen Biotin bekannt und sorgt für glänzende Haare, verhindert Spliss und Entzündungen der Haarwurzel. Vitamin B9, besser bekannt als Folsäure, sorgt für ein gesundes Wachstum der Haare, indem es die Zellteilung an den Haarwurzeln unterstützt.

 

Vitamin C

Lebensmittel: Vitamin C ist vor allem in Obst und Gemüse wie Zitronen, Orangen, Paprika und Brokkoli enthalten.

Wirkung:

  • Es sorgt für eine gute Durchblutung der Kopfhaut.
  • Zusätzlich steigert es die Bioverfügbarkeit von Eisen. Eisen ist ebenfalls ein wichtiges Element für das Haarwachstum und Eisenmangel ein häufiger Grund für Haarausfall.

 

Vitamin D

Lebensmittel: Vitamin D kann der Körper unter ausreichender Sonneneinstrahlung alleine herstellen. Im Winter kann das Sonnenvitamin meist nicht ausreichend gebildet werden. Es kann unterstützend fettreicher Fisch verzehrt werden.

Wirkung:

  • Da Vitamin D wichtig ist für den Haarzyklus, kann ein Mangel durch eine Verkürzung der Wachstumsphase zu vermehrtem Haarausfall führen.

Vitamin E

Lebensmittel: Vitamin E ist vor allem in Tomaten, Himbeeren und Wirsing enthalten.

Wirkung:

  • Durch die Produktion von Antioxidantien schützt es das Haar vor freien Radikalen und dadurch vor Entzündungen.
  • So wird das Haar vor Folgen der Sonneneinstrahlung bewahrt und wächst gesund und kräftig. Außerdem regt Vitamin E das Wachstum von Blutgefäßen in der Kopfhaut an.

 

4. Welche weiteren Nährstoffe sind wichtig für das Haarwachstum?

Neben Vitaminen gibt es eine Reihe weiterer Nährstoffe und Spurenelemente, die bei einem Mangel im Körper zu Haarausfall führen können.

Proteine

  • Proteine sind wichtig für die Haarentwicklung und Haarstruktur. Sie sorgen dafür, dass das Haar kräftig und weniger anfällig für mechanischen Stress wird.
  • Zu wenig Eiweiß, insbesondere ein Mangel der Aminosäuren Prolin und Lysin, wird mit dünnerem Haar in Verbindung gebracht, das weniger kräftig, weniger pigmentiert und sehr empfindlich ist.

Fettsäuren

  • Wichtig sind auch Fettsäuren, die Bestandteil der Zellmembranen sind und ein wichtiger Bestandteil des von der Haut abgesonderten Talgs.
  • Talg hält die Haare geschmeidig und schützt sie vor äußeren Einflüssen. Besonders wichtig sind die essenziellen Fettsäuren wie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und Coenzym Q10.

Spurenelemente

  • Auch verschiedene Spurenelemente spielen eine wichtige Rolle im Haarstoffwechsel. Insbesondere bei Frauen kann ein Eisenmangel entstehen, der zu Haarausfall führen kann.
  • Als wichtiger Bestandteil von über 100 Enzymen ist auch Zink ein wichtiges Spurenelement. Ein Mangel kann die Haarstruktur verändern und für Haarausfall sorgen. Vermutet wird, dass Zinkmangel auch einen kreisrunden Haarausfall verstärken kann.
  • Ein Mangel an Kupfer kann die Arbeit der Haarfollikel beeinflussen und einen Haarverlust begünstigen. Auch Selen scheint für ein gesundes Haarwachstum wichtig zu sein.

Mineralstoffe

Zusätzlich sind Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium wichtig für das Haarwachstum. Sie fördern Wachstum und Reifung der Haarzellen.

5. Welches Vitamin ist bei Haarausfall das Richtige?

Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung kann ein gesunder Mensch in der Regel gut seinen Bedarf an Vitaminen und Nährstoffen decken.

Nur wer aufgrund besonderer körperlichen Anforderung einen erhöhten Bedarf hat oder durch eine Erkrankung bestimmte Stoffe nicht richtig in den Körper aufnehmen kann, muss gelegentlich zu Substitutionspräparaten greifen.

Einzelne Vitamine für die Haare

Sollen bestimmte Vitamine zugeführt werden, hier eine Übersicht an besonders wertvollen Nahrungsmitteln.

  • Vitamin A zum Beispiel kommt in Leber, Spinat oder Möhren besonders konzentriert vor.
  • Vitamin B12 ist enthalten in rotem Fleisch, Fisch, Edamer, Brie oder Camembert.
  • Acerola, Sanddorn oder Johannisbeeren sind besonders reich an Vitamin C.
  • In Walnüssen, hochwertigen Ölen und Sojabohnen ist viel Vitamin E enthalten.
  • Hochwertige Öle, Sojabohnen, Nüsse und Hülsenfrüchte sind auch für viele Spurenelemente wie Zink oder Kupfer wichtige Quellen.

Superfood für die Haare

Zusätzlich gibt es einige Nahrungsmittel, die eine Vielzahl verschiedener Vitamine enthalten und damit mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zu den Superfoods gegen Haarausfall durch Vitaminmangel gehören zum Beispiel:

  • Sanddorn: Schon 50 Milliliter Sanddornsaft decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. Zusätzlich ist er reich an Provitamin A, mehreren B-Vitaminen und Vitamin E.
  • Hochwertige Öle: Rapsöl, Sonnenblumenöl, Distelöl oder Weizenkeimöl liefern nicht nur viel Vitamin E, sondern auch reichlich mehrfach ungesättigte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie einfach ungesättigte Fettsäuren.
  • Brokkoli: Die grünen Röschen liefern Vitamin C, Folsäure und Vitamin B5. Zusätzlich enthalten sie Vitamin K, was für die Blutgerinnung wichtig ist.
  • Grünkohl: Grünkohl gehört zu den nährstoffreichsten Kohlsorten. Er liefert die Vitamine A, C, E und K und außerdem mehrere B-Vitamine.
  • Vollkornprodukte: Weizenkeime und die Randschichten des Korns sind reich an B-Vitaminen und Vitamin E.

6. Mit Untersuchungen Vitaminmangel erkennen

Ein Vitaminmangel ruft neben Haarwachstumsstörungen in der Regel weitere Symptome hervor.

Typische Symptome von Vitaminmangel

Dazu gehören allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsprobleme oder Hautveränderungen. Zudem gibt es abhängig von der Funktion des Vitamins im Körper verschiedene Beschwerden.

  • Bei einem Vitamin-A-Mangel zum Beispiel können Sehstörungen oder trockene Augen auftreten.
  • Zu wenig Vitamin B1 kann Kreislaufprobleme verursachen.
  • Zu wenig B6 Appetitlosigkeit, Depressionen oder Akne.

 

  • Ein Vitamin-C-Mangel kann Gelenkschmerzen oder Zahnprobleme zur Folge haben.
  • Zu wenig Vitamin D schwächt Muskeln und Knochen und erhöht die Nervosität.
  • Vitamin-E-Mangel kann Konzentration und Koordination verschlechtern.

Mit Blutprobe Vitaminmangel feststellen

Um einen Vitaminmangel festzustellen, kann ein Arzt eine Blutprobe abnehmen. Je nach Symptomkomplex wird er vermutlich nicht alle Vitamine bestimmen, sondern die, die zu Ihren Beschwerden passen. Die Probe wird in einem Labor analysiert und es gibt in wenigen Tagen ein Ergebnis.

Wer sich den Gang zum Arzt und die dortige Wartezeit sparen möchte oder selbst entscheiden möchte, auf welche Vitamine er sich testen möchte, kann auch einen Selbsttest für zuhause besorgen. Mit Hilfe einer kleinen Lanzette werden aus der Fingerkuppe wenige Tropfen Blut entnommen und in ein Röhrchen gefüllt. Dieses wird per Post an ein Labor verschickt. Das Ergebnis erhalten Sie innerhalb weniger Tage. Meist sind zusätzliche Empfehlungen dabei, wie Sie mit den erhaltenen Laborergebnissen umgehen sollten.

Möchten Sie das Testen einem Profi überlassen oder scheuen sich, sich selbst Blut abzunehmen, stellen Sie sich bei einem Arzt vor. Neben dem Hausarzt, Dermatologen oder Internisten können Sie sich bereits frühzeitig mit einem Spezialisten für Haarausfallbehandlungen in Verbindung setzen.

7. Was tun bei Vitaminmangel und Haarausfall?

Ein Haar hat nur eine bestimmte Lebensdauer. Daher ist es normal, dass täglich Haare ausfallen. Bei einem Verlust von bis zu 100 Haaren pro Tag besteht kein Grund zur Sorge.

Wenn über einen längeren Zeitraum ein deutlich ausgeprägterer Haarverlust besteht oder einzelne kahle Stellen auf dem Kopf entstehen, spricht man von Haarausfall. Es gibt unterschiedliche Ursachen für Haarausfall, die man nach ihrem Muster grob unterteilt in einen erblich bedingten Haarausfall, kreisrunden Haarausfall und diffusen Haarausfall. Vitaminmangel führt in der Regel zu einem diffusen Haarausfall.

Sehr zu empfehlen ist, erst bei einem nachgewiesenen Vitaminmangel entsprechend zu substituieren.

  • Denn auch Vitamine können überdosiert werden. Während das mit Ernährung quasi nicht möglich ist, können hochdosierte Vitaminpräparate durchaus in einer Überdosis resultieren.
  • Das ist bei wasserlöslichen Vitaminen nicht problematisch, weil eine zu hohe Konzentration über den Urin wieder ausgeschieden werden kann. Fettlösliche Vitamine, zu denen auch die für die Haargesundheit wichtigen Vitamine A,D und E gehören, können sich aber im Körper ansammeln. Insbesondere die Vitamine A und D können leicht überdosiert werden.
  • Schon eine geringfügig zu hohe Tagesdosis wie zum Beispiel die fünffache Dosis Vitamin A oder eine akut 50- bis 100-fache Dosis kann zu einer "Vitaminvergiftung" führen. Die Folgen reichen von Übelkeit, Erbrechen und Schwindel bis hin zu einem erhöhten Hirndruck oder erhöhtem Krebsrisiko.

Wenn Sie einen verstärkten Haarausfall durch Vitaminmangel bei sich selbst feststellen, ist die frühzeitige Kontaktaufnahme mit einem Experten wichtig. Am besten wenden Sie sich direkt an einen Experten für Haarausfallbehandlungen. Hier lassen sich nicht nur verschiedene Ursachen von Haarausfall abklären. Sie sind auch direkt an der richtigen Adresse, wenn gewöhnliche Therapiemethoden nicht helfen und bio-regenerative Therapien oder eine Haartransplantation zum Einsatz kommen müssen.

Wie können wir Ihnen helfen?

Sie interessieren sich für eine professionelle Diagnostik und Behandlung Ihres Haarausfalls? Oder Sie möchten ihre Wimpern, Augenbrauen oder Ihren Bart durch eine Haartransplantation wiederherstellen oder optisch verschönern lassen? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

Reza Azar, Ärztlicher Leiter

Zentrum für moderne Haartransplantation
Kurfürstendamm 218
10719 Berlin

Telefon: +49-30 206 474 18

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