In den allermeisten Fällen können wir Opfern einer misslungen Haartransplantation helfen und das Ergebnis sichtbar verbessern. Hier hängen die individuellen Erfolgsaussichten aber stets vom Einzelfall ab. Es lässt sich keine pauschale Aussage oder Erfolgsgarantie treffen.
- Haarfollikel sind ein endliches Gut, sind sie einmal entnommen, wachsen sie nicht einfach nach. Allerdings gibt es die Möglichkeit andere Körperhaare als Transplantat zu nutzen (sog. Body Hairs: Barthaare oder Brusthaare eignen sich hierfür)
- Am einfachsten zu korrigieren sind Haartransplantationen mit niedriger Anwuchsrate. Im Idealfall wurde dafür nicht die Streifenmethode mit starker Narbenbildung oder die aggressive Entnahme mittels FUE Methode verwendet. Dann sind ggf. noch genug Spenderhaare vorhanden, um eine Korrektur durchzuführen. Diese unterscheidet sich kaum von einer herkömmlichen Haartransplantation.
- Starke Narbenbildung im Spenderareal am Hinterkopf kann dort zu kahlen Stellen führen. In einem solchen Fall ist ebenfalls ausreichend weiteres Spenderhaar eine Voraussetzung für eine Korrektur. Ist dieses vorhanden, kann der Haarchirurg die Follikel so umverteilen, dass die Narben am Hinterkopf von Haaren verdeckt
- Besonders schwer zu korrigieren sind zwar gesunde transplantierte Haare, die aber optische Makel haben. Beachtet der Operateur die natürliche Haarlinie an der Stirn oder Wuchsrichtung der Haare nicht bei seiner Arbeit, entsteht ein unnatürliches Ergebnis. Der sogenannte Puppenkopfeffekt und falsche Wuchsrichtung der Haare verursachen einen hohen Korrekturaufwand. In diesem Fall müssen die fehlplatzierten bzw. falsch eingesetzte Transplantate aus der Haut entnommen und optimiert verteilt und eingesetzt werden.
Gerne beraten wir Sie aber auch in einem solchen Fall zu Ihren Möglichkeiten. Auch wenn das Ergebnis am Ende vielleicht nicht perfekt aussehen wird – in fast allen Fällen können wir durch eine Korrektur einer Haartransplantation deutliche Verbesserungen erzielen.