Wimpernausfall Ursachen: Warum fallen Wimpern aus?

Wimpernausfall kann verschiedene Ursachen haben. Bei etwa vielen betroffenen Frauen ist jahrelanges Tragen von Wimpern-Extensions der Grund, die mechanische Belastung schädigt die Haarfollikel irreversibel. Aber auch Autoimmunerkrankungen wie Alopecia areata, hormonelle Veränderungen, Medikamentennebenwirkungen oder Entzündungen können zu Wimpernverlust führen. Eine genaue Diagnose ist wichtig für die richtige Behandlung. Erfahren Sie hier, welche Ursachen hinter Wimpernausfall stecken, wie die Diagnostik erfolgt und welche Behandlungsmöglichkeiten von regenerativen Therapien bis zur Wimperntransplantation existieren.

Ärztlicher Leiter Reza Azar

Ärztlicher Leiter Reza Azar

Pionier der minimal-invasiven Haartransplantation und der innovativen regenerativen Haarausfall-Therapien in Deutschland.

Der natürliche Haarzyklus der Wimpern
Wachstum & Ausfall

Alle Säugetiere besitzen Wimpern (lat. Cilia). Kein Wunder, denn sie haben eine wichtige Schutzfunktion zu erfüllen: Staub, Schmutz und andere Fremdkörper von unseren empfindlichen Augen fernhalten. Für den Menschen besitzen Wimpern aber auch eine ästhetische Bedeutung. Wenn die Wimpern ausfallen, können Körper und Psyche sehr leiden. Umso wichtiger ist es, die genaue Ursache des Wimpernausfalls von einem Facharzt diagnostizieren zu lassen und im Anschluss eine individuelle Behandlung zu erhalten.

Wie unser Kopfhaar wachsen auch die Wimpern nach Zyklen. Der gesamte Wimpernzyklus dauert ungefähr 100-150 Tage.

Wachstumsphase (Anagen) – Dauer: 1-3 Monate
Die Länge der Phase ist abhängig von Geschlecht, Alter, Ernährungsweise und weiteren persönlichen Faktoren.

Übergangsphase (Kategen)
hier endet das Wachstum, die Zellproduktion wird gestoppt. Der Haarfollikel verliert so an Volumen, was zum langsamen Lösen der Wimper führt.

Abstoßungsphase (Telogen) – Dauer: 2-3 Monate
Manchmal auch als Ruhephase beschrieben. Jetzt werden die Wimpern allmählich abgestoßen, damit die Wurzel sich wieder regenerieren kann. Abstoßen bedeutet in diesem Kontext:die Wimpern sitzen nur noch lose in den Haarfollikeln, sie lösen sich von selbst oder durch Kontakt.

Wimpern die beispielsweise beim Kämmen ausfallen, sind meist in der telogenen Phase. Natürlicher Wimpernausfall ist also völlig normal und harmlos. Nach dem Telogen folgt automatisch ein erneutes Anagen. Anders sieht es aus, wenn die Wimpern vermehrt verloren gehen. Zum Beispiel weil sie durch Wimpernzangen herausgerissen werden oder weil das Haarwachstum gestört ist.

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Die Ursachen von Wimpernausfall

Wimpernverlust kann vielfältige Gründe haben. Kurzfristige Vorfälle lassen sich meist auf mechanische Reizungen zurückführen oder Schwankungen im Vitamin-Haushalt. Nicht selten sind aber auch Hormon-Ungleichgewicht, Mangel an Nährstoffen oder Infektionen die Ursache für Wimpernausfall.

Kosmetischbedingte Ursachen

Falsche Wimpernpflege kann zu Wimpernausfall führen
  • Reibung und Druck von Reinigungspads lassen die Wimpern abbrechen.
  • Mascara enthält oft Inhaltsstoffe, die den Zellstoffwechsel in den Haarfollikeln stören.
  • Wimpern brauchen Feuchtigkeit durch hochwertige Öle oder dergleichen, ansonsten trocken sie aus und brechen ab.
  • Falsche Wimpern belasten die natürlichen Wimpern-Härchen doppelt: durch stetige Spannung und den schädlichen Inhaltsstoffen des Klebers für Wachstum. Daher ist eine Wimpernverlängerung mit künstlichen Wimpern in Kosmetikstudios nicht zu empfehlen.

Verbrennungen und Narbenbildung

Nach einem Unfall oder einer Operation kommt es häufig zu einer unschönen bzw. kosmetisch störenden Narbenbildung. Ist dabei der Augenbereich betroffen, kommt es an den Augenlidern aufgrund der Narbenbildung oft zu partiellem oder komplettem Verlust der Wimpern. Hierbei handelt es sich um einen der häufigsten Gründe für eine Wimperntransplantation.

Durch den Wundheilungsprozess der Haut werden körpereigene Wunden schützend verschlossen und ein Narbengewebe aufgebaut. Bei (unfallbedingten oder operativ verursachten) Wunden an den Augen, bleibt je nach Tiefe der Wunde eine rötliche Narbe zurück, auf der keine Haare mehr wachsen.

Das Bindegewebe unter dem Narbenbildung strafft sich erst im Laufe der Zeit. Dadurch mindert sich die Durchblutung der Narbe und das Narbengewebe beginnt zu verblassen, während es sich leicht senkt. Da Narbengewebe weder Talg- noch Schweißdrüsen oder Haarwurzeln enthält, bleiben Narben zumeist haarlos. Da im Narbengewebe auch die Melanozyten fehlen, wirken die Narbe oft weiß.

Ebenso werden die Wimpernwurzeln durch starke Hitze bzw. Verbrennungen geschädigt. Das Wimpernwachstum kann je nach Stärke der Beschädigung gänzlich ausfallen.

Dauerhafter Stress (Disstress bzw. negativer Stress)

Stress kann zu Wimpernausfall führen

Tatsächlich kann Stress zu Wimpernausfall bzw. Haarausfall führen. Je nach individueller Veranlagung und weiteren persönlichen Faktoren, begünstigen die Stresshormone den Ausfall der feinen Augen-Härchen.

Nebenwirkungen von Medikamenten

Die chronische Einnahme von Medikamenten kann als Nebenwirkung zu Haarausfall am Kopf, Körper, den Augenbrauen und Wimpern führen. Dabei kann starker Haarausfall plötzlich eintreten, auch einige Wochen nach Absetzen bzw. erstmaliger Einnahme des Medikaments.

Insbesondere Im Verlauf einer Strahlen- und Chemotherapie kommt es bei den meisten Patienten zu Haarausfall am Kopf und am Körper.

Verschiedene Krankheiten

  • Kreisrunder Haarausfall
  • Diffuser Haarausfall
  • Lidrandentzündung (Blepharitis)
  • Hautkrankheiten
  • genetischer Wimpernausfall (erblich bedingter Haarausfall)
  • psychische Gründe (Depressionen, Trichotillomanie, Trauma)
  • Schilddrüsen-Dysfunktion
  • Diabetes
  • und vieles mehr

Angeborene Lidfehlstellung

Lidfehlstellungen gehen oft mit lichten Wimpern einher

Hierbei handelt es sich um eine zumeist angeborene Fehlstellung der Augenlider, die mit einem partiellen Fehlen der Wimpernreihen verbunden ist. Beide Augenlider können von einer Lidfehlstellung betroffen sein, wobei zumeist jedoch eine Fehlstellung des Unterlids vorliegt.

Beim Entropium handelt es sich um eine Lidfehlstellung des Unterlides, welches nach innen gedreht ist und nur lichte Wimpernhärchen aufweist. Das Entropium kann auch als Folge von Augenentzündungen und Narbenbildungen entstehen.

Beim auswärts gedrehten Unterlid ist die Ursache ein Ungleichgewicht im Muskeltonus der Lidheber und Lidöffner. Die Folgen dieser Lidfehlstellung zeigen sich mit ständiger Produktion von Tränenflüssigkeit und permanent gereizten Augen. Dadurch kommt es meist zum teilweisen oder kompletten Verlust der Wimpern. Betroffene Patienten leiden hierbei nicht nur unter den schmerzhaften Entzündungen, sondern auch an visuellen Beeinträchtigungen.

Mangelerscheinungen (Vitamin- und Nährstoff-Mangel)

Auch Vitaminmangel, Eisenmangel oder einseitige Ernährung können Wimpernausfall fördern. Die wichtigsten Vitalstoffe für ein gesundes Haarwachstum sind:

  • Vitamin A
  • Vitamin B
  • Zink
  • Eisen

Hormonelle Ursachen

  • in der Schwangerschaft
  • nach dem Stillen
  • nach der Entbindung
  • in den Wechseljahren

Ursachenfindung: Wie kann die Ursache ermittelt werden?

Um den Wimpernausfall zu verstehen, ist es unerlässlich, einen medizinischen Experten zu konsultieren. Sie sind darin geschult, die möglichen Ursachen des Problems durch eine gründliche Untersuchung und Anamnese zu ermitteln.

  • Die Anamnese ist ein wichtiges Instrument bei der Ursachenforschung. Dabei werden detaillierte Informationen über die Familiengeschichte des Patienten gesammelt, da bestimmte Erbkrankheiten zu Wimpernausfall führen können. Auch Fragen zur aktuellen Lebenssituation und zu kürzlich eingetretenen Veränderungen können Aufschluss geben. Der Patient wird auch nach der Einnahme neuer Medikamente oder nach kürzlich aufgetretenen Stresssituationen befragt, da beides Wimpernausfall auslösen kann.
  • Labortests, einschließlich Blut- und Urinuntersuchungen, können ebenfalls durchgeführt werden, um Mangelzustände festzustellen, die den Wimpernausfall verursachen können. Diese Tests können helfen, Mangelzustände wie Eisenmangel oder Biotinmangel zu erkennen, die beide mit Haarausfall in Verbindung gebracht werden.
  • Die Beurteilung hormoneller Veränderungen ist ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Suche nach den Ursachen. Hormonschwankungen, wie sie in den Wechseljahren oder während einer Schwangerschaft auftreten, können Haarausfall verursachen.
  • Ärzte schließen auch Krankheiten aus, die Haarausfall verursachen können. Diese können von Hautkrankheiten wie Blepharitis oder Rosazea bis hin zu allgemeineren Gesundheitsproblemen wie Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen reichen. Auch Corona steht in Verbindung mit Haarausfall.
  • Schließlich werden auch offensichtliche körperliche Ursachen berücksichtigt. Dies kann eine traumatische Verletzung sein, die die Wimpernfollikel schädigt, oder die Verwendung von Kosmetika oder Pflegeprodukten, die die Wimpern schädigen und zum Ausfall führen können.

Behandlung: So kann der Wimpernausfall gestoppt werden

Die Behandlung des Wimpernausfalls hängt stark von der zugrunde liegenden Ursache ab und kann daher von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein. Nach der Diagnose wird ein entsprechender Behandlungsplan erstellt.

  • Mangelzustände beheben: Ist die Ursache des Wimpernausfalls auf einen Mangel zurückzuführen, wie z.B. Eisen- oder Biotinmangel, kann die Lösung darin bestehen, diesen Mangel durch eine entsprechende Ernährungsumstellung oder Nahrungsergänzungsmittel auszugleichen.
  • Änderung der Pflege: In einigen Fällen kann der Wimpernausfall auf die Verwendung von Kosmetika oder Pflegeprodukten zurückzuführen sein. In diesen Fällen kann eine Änderung der Pflegegewohnheiten und der verwendeten Produkte dazu beitragen, den Wimpernausfall zu stoppen und das Wachstum der Wimpern zu fördern.
  • Medikamentöse Behandlung: Liegt z. B. eine Autoimmunreaktion des Körpers vor (wie beim kreisrunden Haarausfall), gibt es geeignete Medikamente, die die Immunreaktion des Körpers unterdrücken.
  • Anpassung der Medikation: Wenn der Wimpernausfall eine Nebenwirkung eines bestimmten Medikaments ist, kann eine Anpassung oder Änderung der Medikation in Absprache mit dem behandelnden Arzt hilfreich sein.
  • Therapie der Grunderkrankung: Bei Wimpernausfall, der durch eine Grunderkrankung verursacht wird, steht die Behandlung dieser Erkrankung im Vordergrund. Beispielsweise kann die Behandlung einer Schilddrüsenerkrankung oder einer Autoimmunerkrankung helfen, den Wimpernausfall zu stoppen.
  • Regenerative Therapien: Zusätzlich zu den oben genannten Behandlungsmöglichkeiten können auch regenerative Therapien zur Unterstützung des Wimpernwachstums eingesetzt werden. Eine solche Behandlung ist die PRP-Therapie, auch bekannt als plättchenreiches Plasma. Dieses Plasma enthält hohe Konzentrationen an Wachstumsfaktoren, die die Heilung und Regeneration der Zellen fördern. Dazu wird Eigenblut des Patienten aufbereitet und direkt in die betroffene Region eingebracht.

Jede Behandlung sollte immer in Absprache mit einem medizinischen Experten erfolgen, damit die spezifischen Bedürfnisse und Umstände des Einzelnen berücksichtigt werden können. Sollten die Wimpern nicht mehr wie gewünscht nachwachsen oder Lücken entstehen, ist auch eine Wimperntransplantation eine Option.

Wimperntransplantation: Haare versetzen & Wunschbild herstellen

Wenn keine Wimpern mehr wachsen und sich die Haarwurzeln nicht mehr erholen können, ist eine Wimperntransplantation eine gute Option. Dieses Verfahren ist komplex und sollte nur als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden.

Bei einer Wimperntransplantation werden Haarfollikel entnommen und an den Lidrand transplantiert, um das Wachstum neuer Wimpern zu ermöglichen. Da diese Haarfollikel meist vom Kopfhaar (Hinterkopf) stammen, haben die resultierenden Wimpern oft eine ähnliche Textur und Wachstumsrate wie das Kopfhaar, was ein regelmäßiges Trimmen und Stylen erforderlich machen kann.

Die Wahl des richtigen, erfahrenen Chirurgen ist entscheidend für den Erfolg der Operation. Ein qualifizierter Chirurg wird Faktoren wie die Wuchsrichtung der Haare, die korrekte Platzierung und Tiefe der Haarfollikel und andere feine Details berücksichtigen, um ein natürlich aussehendes Ergebnis zu erzielen.

Wie funktioniert eine Wimperntransplantation?

Die Wimpern-Transplantation ist ein präzises und sorgfältiges Verfahren, das in mehreren Schritten durchgeführt wird. In Kürze läuft das Verfahren so ab:

  1. Entnahme der Haarfollikel: Zunächst entnimmt der Haarchirurg einzelne follikuläre Einheiten mit den Haarwurzeln vom Kopf des Patienten. Dies geschieht mit einer feinen Hohlnadel, die über das Haar gestülpt und ca. 3 bis 4 mm in die Kopfhaut eingeführt wird. Anschließend wird das Haarwurzelsystem mit einer Pinzette vorsichtig aus der Kopfhaut herausgezogen.
  2. Vorbereitung der Grafts: Nach der Entnahme werden die Haarfollikel in Nährstoff- oder Kochsalzlösung aufbewahrt, um sie vor Austrocknung und Beschädigung zu schützen. Die entnommenen Haarfollikel werden kontrolliert und sortiert, um sicherzustellen, dass sie für die Transplantation geeignet sind.
  3. Vorbereitung des Empfängers: Der Bereich, in den die Wimperntransplantate eingesetzt werden sollen, wird nun vorbereitet. Nach einer örtlichen Betäubung werden sehr feine Empfangskanäle angelegt. Diese werden in einem bestimmten Abstand zueinander platziert und müssen sehr fein sein, um ein natürliches Aussehen zu gewährleisten.
  4. Einsetzen der Grafts: Nun beginnt der anspruchsvollste Teil der Operation - das Einsetzen der Grafts. Mit einer feinen Pinzette werden die entnommenen Grafts einzeln in die zuvor angelegten Empfängerkanäle eingesetzt. Die Auswahl der Grafts, der Winkel, in dem sie eingesetzt werden, der Abstand und die Dichte sind wichtige Faktoren, die das Aussehen und die Natürlichkeit des Endergebnisses beeinflussen.

Bei uns im Zentrum für moderne Haartransplantation kommt das IFUE-Verfahren zum Einsatz.

Lese-Tipp:
Hintergrundbericht in der Bild-Zeitung

Klicken Sie auf das Bild und lesen Sie die Meinung von Reza P. Azar, Deutschlands führendem Spezialisten in der Haartransplantation, zum Trend falsche Wimpern und ihre fatalen Auswirkungen.

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Fazit und FAQ

Wimpernausfall kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden: genetische Veranlagung, hormonelle Ungleichgewichte, Mangelernährung, bestimmte Krankheiten, Arzneimittelwirkungen, Stress, Unfälle und sogar die falsche Verwendung von Kosmetika.

Die Ursachen des Wimpernausfalls zu ermitteln ist wichtig, um einen geeigneten Behandlungsplan zu entwickeln und den Betroffenen wirksam zu helfen. Je nach Ursache des Wimpernausfalls kann die Behandlung unterschiedlich ausfallen. Sie kann die Behebung von Mangelzuständen, die Anpassung der Pflegegewohnheiten, eine medikamentöse Behandlung oder eine Änderung der Medikation umfassen. In einigen Fällen können auch regenerative Therapien hilfreich sein, um das Wachstum der Wimpern zu fördern.

Wenn die Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichen oder sich die Haarwurzeln nicht mehr vollständig erholen, kann eine Wimperntransplantation in Betracht gezogen werden. Dieser Eingriff erfordert jedoch ein hohes Maß an Präzision und Expertise und sollte nur als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden.

Wann ist Wimpernausfall noch normal, wann nicht mehr?

Wimpernausfall ist bis zu einem gewissen Grad völlig normal und Teil des natürlichen Haarzyklus. Im Allgemeinen verlieren die meisten Menschen ca 4 bis 8 Wimpern pro Tag. Dies hängt von individuellen Faktoren ab und kann sich im Laufe des Lebens ändern.

Wenn jedoch auffallend mehr Wimpern ausfallen als üblich, wenn ein lückenhaftes Wachstum der Wimpern festgestellt wird oder wenn Wimpern ausfallen und nicht mehr nachwachsen, kann dies ein Anzeichen für ein medizinisches Problem sein.

Generell sollte bei anhaltendem, auffälligem Wimpernausfall ein Facharzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und einen entsprechenden Behandlungsplan zu erstellen.

Wachsen die ausgefallenen Wimpern wieder nach?

Ja, in vielen Fällen wachsen ausgefallene Wimpern wieder nach. Wie andere Körperhaare durchlaufen auch Wimpern einen natürlichen Zyklus aus Wachstums-, Ruhe- und Ausfallphasen. Es ist also normal, dass Wimpern von Zeit zu Zeit ausfallen und durch neue ersetzt werden.

Wenn der Wachstumsprozess jedoch durch Mangelerscheinungen, hormonelle Ungleichgewichte, bestimmte Krankheiten oder die Wirkung von Medikamenten gestört ist, kann es zu einem anormalen Wimpernausfall kommen. Sobald die Ursache des Wimpernausfalls erkannt und behandelt wurde, beginnen die Wimpern in den meisten Fällen wieder zu wachsen.

Es gibt jedoch bestimmte Krankheiten oder Zustände, die die Haarfollikel dauerhaft schädigen können. In diesen Fällen können die Wimpern nicht mehr nachwachsen, da die Haarwurzeln irreparabel zerstört wurden. In den Fällen, in denen die Wimpern nicht mehr nachwachsen, kann eine Wimperntransplantation in Betracht gezogen werden.

Was können Betroffene bei Wimpernausfall tun?

Wenn man feststellt, dass die Wimpern ausfallen, kann man verschiedene Maßnahmen ergreifen, um den Ausfall zu minimieren und das Wachstum zu fördern:

  • Sanfte Pflege: Die Wimpern sollten vorsichtig behandelt werden. Sanfte Reinigung und die Verwendung von feuchtigkeitsspendenden Ölen können helfen, die Wimpern zu nähren und zu stärken. Mechanische Reize wie die Verwendung von Wimpernzangen oder aggressives Abschminken sollten vermieden werden.
  • Vermeiden Sie aggressives und mechanisches Styling: Das ständige Tragen von künstlichen Wimpern oder die häufige Verwendung von Wimpernzangen kann zu Wimpernausfall führen. Es ist ratsam, diese Praktiken zu reduzieren oder ganz darauf zu verzichten.
  • Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist, kann das Wachstum der Wimpern fördern und zum allgemeinen Gesundheitszustand des Haares beitragen.
  • Vermeiden Sie Giftstoffe: Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können das Haarwachstum beeinträchtigen und zu Wimpernausfall führen. Die Reduzierung oder Eliminierung dieser Gewohnheiten kann dazu beitragen, die Gesundheit der Wimpern zu verbessern.
  • Überprüfung der Lebensumstände: Stress und andere Lebensstilfaktoren können Wimpernausfall verursachen. Es ist wichtig, diese Faktoren zu erkennen und wenn möglich zu reduzieren.

Ursachen für Wimpernausfall – Beratung

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Reza P. Azar

Reza P. Azar ist einer der Pioniere innovativer Haarausfallbehandlungen und der modernen Haarchirurgie. Seit 2008 leitet er das „Zentrum für moderne Haartransplantation", in dem er als Haarchirurg und Experte für Haarausfalldiagnosen, -therapien und -behandlungen tätig ist. Im Laufe der Jahre konnten bereits tausende Patienten mit Haarausfall-Problemen erfolgreich behandeln werden.

Durch Forschungsarbeiten und ständige Weiterentwicklungen prägt er die Entwicklungen der modernen Haarchirurgie. Seine fachliche Meinung ist regelmäßig in TV, Presse und Radio gefragt, zudem ist er Autor verschiedener Fachbeiträge und Fachbücher.

Die Erfolgsraten bei Haarausfallbehandlungen liegen bei über 90%. Seine jüngste Errungenschaft ist die Entwicklung der "IG-Haartransplantation", transplantierten Haarfollikel gehen nach der Transplantation in direktes Wachstum über und fallen nicht zunächst aus, eine Revolution in der Haartransplantation.