Haartransplantation: Antworten von Deutschlands führendem Experten

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Oft beginnt es mit ersten kahlen Stellen an den Geheimratsecken bei Männern bzw. mit einem ausgedünnten Scheitel bei Frauen: Haarausfall. Aber es gibt eine Lösung: die Haartransplantation. Aber ist das immer die beste und einzige Lösung? Wie wird sie durchgeführt? Was kostet sie? Hält das Ergebnis ein Leben lang? Im Folgenden klären wir auf und stellen Fakten, Erkenntnisse und Erfahrungen vor:

Mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Haartransplantation, eigene Forschungen sowie Bücher und tausende Patienten machen unseren Leiter Reza Azar zu einem der Pioniere und anerkannten Experten auf dem Gebiet der Haartransplantation.

Ärztlicher Leiter Reza Azar

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Antwort

Ist Haarausfall behandelbar?

Ja, die meisten Fälle von Haarausfall sind behandelbar. Die Ursachen können aber vielfältig sein, daher ist zunächst eine Untersuchung (Familienanamnese, Blutbild, Befragung, etc.) erforderlich, um die Ursache zu ermitteln.

Oft kann das Wachstum von Haarwurzeln wieder reaktiviert werden.

Ist eine Haartransplantation sinnvoll?

Nein, nicht als erste Maßnahme. Denn eine Haartransplantation stoppt nicht den Haarausfall. Die wichtigste Voraussetzung für eine Haartransplantation ist es, den Haarausfall zunächst mit Hilfe einer Haar-erhaltendenden Therapie zu stoppen. Denn wenn sich der Haarausfall nicht aufhalten lässt, ist auch eine Haartransplantation keine Lösung.

Was kostet eine Haartransplantation?

Die Kosten richten sich nach Umfang und Komplexität der Behandlung. Wir rechnen nach der Gebührenverordnung für Ärzte ab (Pro Graft/ Haar 2,33 Euro, pro follikuläre Einheit 4,66 Euro). Bei sehr komplexen Vorhaben oder Korrekturen von misslungenen Haartransplantationen können höhere Kosten anfallen.

Wir erstellen stets einen klaren Kostenplan und schaffen komplette Transparenz vorab.

Wie wird eine Haartransplantation durchgeführt?

Es gibt mehrere Methoden bei der Haartransplantation. Grundsätzlich werden immer Eigenhaare entnommen und an haarlosen Stellen wieder eingesetzt. Genaueres erfahren Sie im Beitrag.

1) Formen von Haarausfall & wie sinnvoll ist eine Haartransplantation?

Haarausfall hat viele Formen und beginnt in vielen Fällen schleichend. Es gibt typische Muster, die bei Männern und Frauen häufig zu beobachten sind. Aber auch plötzlicher Haarausfall, der sich über das gesamte Kopf- und Körperhaar erstreckt, ist möglich.

  • Jeder Mensch verliert jeden Tag Haare. Sie finden sich auf dem Kissen, am Pulli, im Ausguss oder in der Haarbürste.
  • Verliert man pro Tag mehr als 100 Haare (Kinder mehr als 50) über einen Zeitraum von mehr als 2 Wochen oder es entstehen Ausdünnungen und kahle Stellen, sollten Sie genauer hinsehen und medizinischen Rat einholen.
  • Wenn allerdings nur noch wenige Haare vorhanden sind, kann es auch schon bedenklich sein, wenn 30 Haare pro Tag verloren gehen.

Im Folgenden möchten wir die wichtigsten Formen des Haarausfalls beleuchten.

1.1) Erblich-hormonell bedingter Haarausfall

Erblich bedingte Muster des Haarausfalls werden im Fachjargon auch als Alopecia androgenetica oder androgenetische Alopezie bezeichnet. Der Verlauf und auch der Zeitpunkt unterscheidet sich bei Männern und Frauen wesentlich.

Männer

  • Es beginnt häufig mit Geheimratsecken, die immer weiter voranschreiten. Zudem setzt der Haarausfall im Vertex-Bereich ein, der sich zu einer Tonsur ausbildet. Genauso gut kann der Haarausfall auch mit einer Ausdünnung am Oberkopf im Wirbelbereich beginnen.
  • Ohne Behandlung schreitet dieser Prozess zumeist immer weiter voran bis die Geheimratsecken und der Haaransatz konfluieren, also sich miteinander verbinden. Jeder zweite männliche Haarausfall-Patient entwickelt früher oder später eine Halbglatze, sodass nur noch ein Haarkranz übrig bleibt.

Dieser Prozess kann bereits in jungen Jahren einsetzen, bspw. mit 20 Jahren.

Frauen

  • Der erbliche Haarausfall startet bei Frauen in aller Regel am Mittelscheitel. Zunächst fallen vereinzelt Haare aus, bis es zu einer erkennbaren Ausdünnung kommt, am Mittelscheitel und in angrenzenden Arealen bis hin zur Schläfe. Dies kann in eine Ausdünnung des gesamten Haupthaares übergehen. Bei Frauen beginnt dieser erbliche Haarausfall etwa ab 40 Jahren und ist oft mit dem Einsetzen der Menopause verbunden.
  • Auch Geheimratsecken bei Frauen sind erblich bedingt. Hier können bereits junge Mädchen (14-15 Jahre), die sonst nicht zu Haarausfall neigen, Geheimratsecken haben.

Hormonelle Veränderungen im Körper sind meist der Auslöser für den Haarausfall: Das Absetzen der Pille, eine Schwangerschaft, eine Geburt oder das Einsetzen der Wechseljahre. Auch eine Schilddrüsenerkrankung oder Polyzystisches Ovarialsyndrom können den Vorgang auslösen.

Der erblich bedingte Haarausfall geht meist mit einem Absterben der Haarfollikel einher. Diese Haarwurzeln sind damit unwiederbringlich verloren. Daher gilt es, den Haarausfall so schnell es geht zu stoppen.

Ursache

Der Ursprung des erblichen Haarausfalls liegt im Hormon Testosteron. Genauer gesagt in einem Stoffwechselprodukt (Metabolit), das in diesem Zusammenhang entsteht: das körpereigene Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Dieses Hormon sorgt dafür, dass der Lebenszyklus der Haarwurzeln vorzeitig endet, das Ergebnis ist Haarausfall.

Männer und Frauen produzieren Testosteron in unterschiedlichem Maße. Und nicht bei jedem reagieren die Haarfollikel so empfindlich, daher setzt der erblich bedingte Haarausfall nicht bei jedem ein. Zudem schützt Östrogen Frauen vor dem Haarausfall, so lange bis deren Östrogenspiegel Veränderungen unterworfen ist (Wechseljahre, Schwangerschaft, Pille etc.)

Behandlung

Es gibt durchaus Therapien, den erblichen Haarausfall zu behandeln. Bei einer adäquaten Therapie kann der Haarausfall sogar komplett gestoppt werden . Es muss eine individuelle Therapie, zugeschnitten auf die Familiengeschichte, entwickelt werden:

  • Medikamente bzw. Wirkstoffe: Finasterid und Minoxidil sind zugelassene Wirkstoffe, die helfen können, dem Haarausfall entgegenzuwirken.
  • Ernährung: Auch über die Ernährung kann man einen Beitrag leisten. In manchen Nahrungsmitteln finden sich natürliche DHT-Blocker, bspw. Leinsamen, Bockshornkleesamen, Sulforaphan (kommt verstärkt in Kohl- und Wurzelgemüse vor)
  • Bio-regenerative Methoden: Eine Behandlung mit plättchenreichem Plasma (PRP-Therapie) oder Stammzellen kann die Versorgung mit Nährstoffen verbessern und die Haarwurzeln kräftigen bzw. zum Wachstum anregen.
  • Haartransplantation: Eine Haartransplantation kann nicht bedenkenlos empfohlen werden. Denn sie macht keinen Sinn, wenn zu erwarten ist, dass die Transplantate wieder ausfallen bzw. der Haarausfall voranschreitet. Das Ergebnis wäre sehr unschön bzw. noch fataler anzusehen. Da Transplantate ggf. verbleiben, sich aber die Haarlinie immer weiter verschiebt. Über eine Familienanamnese kann jedoch festgestellt werden, ob sich die Haarausfallmuster gleich entwickeln und eine Haartransplantation bei Frauen und bei Männern doch in Betracht kommt.
  • Vorbeugen ist ebenfalls sinnvoll: Schonen Sie Ihr Haar, nicht zu häufig färben oder bleichen, sanfte Shampoos, keine straffen Frisuren und hin und wieder eine wohltuende Haarkur sind empfehlenswert.

1.2) Kreisrunder Haarausfall

Der sogenannte kreisrunde Haarausfall (Fachbegriff: Alopecia areata) führt zu runden, kahlen Stellen. Ohne Rötung oder Jucken bilden sich plötzlich kahle Stellen auf dem Kopf. Von dieser Art des Haarausfalls sind Männer und Frauen gleichermaßen betroffen.

Hintergründe

  • Häufig machen Betroffene bereits im Kindesalter erste Erfahrungen damit.
  • Ohne Behandlung wachsen die Haare in vielen Fällen innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach Auftreten des kreisrunden Haarausfalls von selbst wieder nach.
  • Es kann aber auch mit einer kahlen Stelle beginnen und sich mit weiteren Stellen am Kopf fortsetzen. Sie können ineinander übergehen und den gesamten Kopf betreffen. Es kann sogar soweit gehen, dass es zu einem Verlust des gesamten Haupthaares kommt. Hier spricht man im Fachjargon von einer Alopecia areata totalis.
  • Der Haarausfall ist zudem nicht nur auf das Kopfhaar begrenzt. Auch Augenbrauen, Bart, Wimpern und sonstige Körperhaare können betroffen sein.

Ursache

Die Ursachen für den kreisrunden Haarausfall sind nicht abschließend bekannt. Allerdings geht man davon aus, dass es sich um eine fehlgeleitete Immunreaktion des Körpers handelt. Das Immunsystem greift die Haarwurzeln an und löst dort eine Entzündung aus.

Das Erscheinungsbild gleicht einer Autoimmunkrankheit, daher ist es nicht verwunderlich, dass der kreisrunde Haarausfall häufig im Verbund mit anderen Autoimmunkrankheiten auftritt (bspw. der Schilddrüse, genauer gesagt der Morbus Basedow- und der Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankung).

Behandlung

Die positive Nachricht bei kreisrundem Haarausfall ist: Viele Haarfollikel befinden sich im “Ruhemodus”. Sie verbergen sich an den haarlosen Stellen, sind aber nicht zerstört. Sie können also wieder reaktiviert werden und Haare ausbilden.

  • Therapien: Aus diesem Grund sind regenerative Therapien bei kreisrundem Haarausfall zwingend. Sie können die Nährstoffumgebung verbessern und die Haarfollikel wieder “aufwecken”.
  • Medikamente/ Behandlung: In der klassischen Medizin kommt häufig Kortison zum Einsatz, um die körpereigenen Abwehrreaktionen zu unterdrücken. Allerdings gibt es noch weitere Ansätze: die Einnahme von Kontaktallergen Diphenylcyclopropenon, Lösungen zum Auftragen oder Bestrahlungen mit Ultraviolettem Licht, etc.
  • Erst wenn diese regenerativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, sollten mit einer Haartransplantation etwaige kahle Flecken (Patches) aufgefüllt werden. Die Voraussetzung ist aber, dass die Erkrankung für mindestens zwei Jahre inaktiv ist.

1.3) Diffuser Haarausfall

Wenn die oben beschriebenen Muster nicht zu erkennen sind und sich der Haarverlust über den gesamten Kopf erstrecken, spricht man von diffusem Haarausfall (Alopecia diffusa oder telogenes Effluvium). Das Haar lichtet sich sichtbar, die Kopfhaut scheint oft durch.

Hintergründe

  • Diese Art von Haarausfall tritt häufig in Zusammenhang mit Hormonschwankungen, Mangelerscheinungen oder Krankheiten auf.
  • Das Wachstum von Haaren geht von der Haarwurzel aus. Diese Haarfollikel durchlaufen drei Phasen:
    • Haarwachstum (Anagenphase), 2 bis 6 Jahre
    • Übergangsphase (Katagenphase), ca. 2 Wochen
    • Ruhephase (Telogenphase), ca. 12 Wochen

Wenn die Haarwurzeln nicht ausreichend mit Hormonen oder Nährstoffen versorgt werden, wird dieser Wachstumszyklus gestört. Das Ergebnis sind brüchige, stumpfe Haare oder Haarausfall.

Ursache

  • Eisenmangel, durch äußere Umstände oder Fehlernährung
  • Medikamenteneinnahme und damit verbundene Nebenwirkungen
  • Störung der Schilddrüsenfunktion (Über- oder Unterfunktion)
  • Stress kann auch eine Ursache sein
  • Fehlen an Nährstoffen: Essenzielle Fett- und Aminosäuren, Vitamine und Mineralien sind für gesunde Haare wichtig. Fehlen diese, kann es zu Störungen im Haarwachstum kommen.
  • Darmerkrankungen können zu einer unzureichenden Nährstoffaufnahme führen
  • Bulimie und sonstige Essstörungen
  • Operation nach Magenbypass
  • Weitere Ursachen für diffusen Haarausfall sind: Chemotherapie, Vergiftungen mit Schwermetall, Hormonumstellungen, Diäten, Kopfhauterkrankungen

Behandlung

  • Die Ursachen für den diffusen Haarausfall sind mannigfaltig. Daher steht zunächst die Ursachenforschung im Vordergrund, damit der Haarausfall gestoppt werden kann.
  • Zu den Untersuchungen gehören: Blutuntersuchung auf Mangelerscheinung, Urinuntersuchung, Kopfhautinspektion, Trichogramm, Sichtung und Analyse des Ausfallmusters, Zupftests und Untersuchung der Haare, Gewebeproben, Durchleuchten der Krankengeschichte, Familienanamnese
  • Nach dem Aufspüren der Ursache, folgt die Diese ist je nach Ursache unterschiedlich. Das kann eine medikamentöse Behandlung, Ernährungsumstellung oder ein medizinischer Eingriff sein (bspw. wenn eine ernsthafte Erkrankung die Ursache ist).
  • In vielen Fällen helfen bereits bio-regenerative Methoden, die Haare zu kräftigen und den Haarausfall zu begrenzen. Hier empfiehlt sich beispielsweise die PRP-Therapie.
  • Wenn die Ursache gefunden, behandelt und auch der Haarausfall gestoppt wurde, erfolgt eine Neubewertung: Welche Haarfollikel konnten sich erholen, welche sind irreparabel geschädigt? Wenn es noch einzelne kahle Stellen gibt oder der Mittelscheitel stark ausgedünnt ist, kann eine Haartransplantation weiterhelfen.

 

1.4) Sonstige Haarausfall Formen

Abseits der oben genannten Muster gibt es noch weitere Formen von Haarausfall, diese finden Sie im Folgenden:

  • Vernarbende Alopezie: Die vernarbende Alopezie (Alopecia cicatricans) geht mit der Degeneration der Haarfollikel einher. Das heißt sie sterben ab und vernarben - der Begriff ist etwas irreführend, denn der Laie sieht keine “typische Narbe”. Die Ursache liegt meist in einer Krankheit, die Haut, Nägel, Haare, etc. betreffen. Dazu gehören die Autoimmunerkrankungen Lichen Ruber, Frontal Fibrosierende Alopezie sowie die Lupus erythematodes Erkrankung. Der Haarausfall beginnt an kleinen, abgrenzbaren Stellen. Hierbei gibt es unterschiedliche Formen: Nur der Haarfollikel wird zerstört (primär) oder die Ursache des Haarausfalls liegt in einer nach außen hin sichtbaren Ursache (sekundär). Diese kann mit Juckreiz und schuppendem Haar einhergehen.
  • Haarextensions/ Traktionsalopezie: Die Belastung der Haarfollikel durch straffe Frisuren, Haare ziehen oder Haarextensions darf nicht unterschätzt werden. Das Gewicht der Extensions bzw. der Zug auf den Haaren kann zu einer Ermüdungserscheinung und dem Ausfallen der Haare führen.
  • Pilzinfektionen: Auch Pilzinfektionen können zu Haarausfall führen.
  • Psychologische Faktoren: Es gibt auch psychologische Ursachen für den Haarausfall (Trichotillomanie). So können sich Betroffene zum Beispiel selbst Haare ausreißen.
  • Unfälle, Verbrennungen, Narben: Natürlich gibt es auch äußere Einflüsse, die zu Haarausfall und haarlosen Stellen führen können.
  • Angeborene Fehlbildungen: Es gibt angeborene Ursachen für haarlose Bereiche. So haben Menschen mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte kein Barthaar auf der Einziehung von der Lippe zur Nase.

Ursache & Behandlung

Wenn sich der Haarausfall nicht in ein typisches Muster einordnen lässt, muss die Ursache zunächst gefunden werden. Unser Ansatz ist stets individuell und auf den Patienten abgestimmt:

  • Wir beginnen mit einer Ursachenforschung, um den Haarausfall so schnell es geht zu stoppen.
  • Zudem versuchen wir, dem Haar schnellstens auf die Sprünge zu helfen: mit Nährstoffen, Tipps zur Ernährung, Haarpflege, etc.
  • Auch regenerative Therapien ohne medizinischen Eingriff sind sehr effektiv und können dazu beitragen, dass sich Haarfollikel wieder erholen und Haare ausbilden.
  • Erst als letztes Mittel, als “Schönheitskorrektur”, nutzen wir eine Haartransplantation. So lassen sich kleine Stellen wieder auffüllen, Geheimratsecken abdecken (siehe Haartransplantation Geheimratsecken) oder die Haarlinie korrigieren.
  • Auch Narben können mit Haarfollikeln angereichert werden, obwohl die Behandlung hier schwieriger ist.

1.5) Haarausfall anderer Körperhaare

Die oben beschriebenen Ursachen sind nicht nur am Kopfhaar zu beobachten. Auch andere Körperhaare können vom Haarausfall betroffen sein. Das gilt für Augenbrauen, Wimpern und Barthaare.

Die gute Nachricht ist jedoch: Auch an diesen Stellen können Therapien und Maßnahmen eingeleitet werden, um den Haarausfall zu stoppen. Ebenfalls ist eine Haartransplantation möglich. Bei Interesse finden Sie hier weitere Informationen:

2) Wie erfolgt eine Haartransplantation?

In diesem Beitrag möchten wir den Fokus auf die Haartransplantation setzen. Allerdings ist das nur selten die einzige Maßnahme gegen Haarausfall und kahle Stellen. Bei Interesse finden Sie hier weitere Informationen zu anderen wirksamen Therapien ohne Operation:

In den folgenden Absätzen stellen wir Methoden der Haartransplantation etwas genauer vor.

2.1) FUT-Haartransplantation

Die sogenannte FUT-Technik (Folicular Unit Transplantation), auch als Streifentechnik bekannt, ist immernoch sehr verbreitet. Hierbei wird ein Hautstreifen, mitsamt der Haare entnommen. Ähnlich ist auch die Stanztechnik, bei der kreisrunde Bereiche ausgestanzt werden.

Der Großteil der Haartransplantationen wird auf diese Weise durchgeführt (etwa 90%). Bei uns liegt der Anteil bei 0% und das hat seinen Grund, mehr dazu später.

Ablauf:

  1. Der Haarchirurg schneidet einen Hautlappen aus dem Spender-Areal (meist am Hinterkopf). Die Länge beträgt bis zu 20 cm. Bei der Stanztechnik werden durch Stanzungen kreisrunde Punkte herausgestanzt.
  2. Die Breite des Hautlappens richtet sich nach der Anzahl benötigter Transplantate im Empfangsbereich. Sie beträgt etwa 1 bis 3 cm.
  3. Die entstandene Hautlücke wird vernäht. Hier entsteht unwiderruflich eine Narbe.
  4. Der gewonnene Hautlappen, inklusive der Haarfollikel, wird weiter präpariert. Dazu wird er in mehreren Präparationsschritten zerteilt und in einzelne Haarfollikel
  5. Der Empfängerbereich wird durch das Setzen von kleinen Kanälen (Inzision) auf die Spenderhaare vorbereitet.

Die einzelnen Transplantate werden eingesetzt.

Beurteilung:

Die FUT-Haartransplantation ist schnell umsetzbar, allerdings raten wir von dieser Methode der Haartransplantation ab. Sie hat diverse Nachteile, u.a.:

  • Es handelt sich um einen aggressiver Eingriff, der eine Narbe und Schmerzen zur Folge hat. Die Narbe im Spenderbereich bleibt haarlos. Durch die Spannung auf der Kopfhaut (durch Zugkraft der Nacken und Rückenmuskulatur) verbreitert sich diese einige Monate nach dem Eingriff zusätzlich. Dies wird auch als Back Stretch Effect bezeichnet.
  • Das Umliegende Gewebe ist durch den Eingriff traumatisiert. Das kann dazu führen, dass im Entnahmebereich Haarwurzeln absterben. Dieser irreversible Haarausfall wird auch als Shock Loss Effect bezeichnet. So entstehen haarlose Bereiche am Hinterkopf, zudem werden wertvolle Haarfollikel vergeudet, die für künftige Haartransplantationen unwiederbringlich verloren sind.
  • Nicht selten bleiben Areale im Spenderbereich taub und haarlos.

2.2) FUE-Haartransplantation/ IFUE-Haartransplantation

Die FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) ist eine sehr schonende Art der Haarverpflanzung. Hierbei werden einzelne follikuläre Einheiten schonend entnommen und an der gewünschten Stelle wieder eingesetzt.

 

Ablauf:

  1. Der Haarchirurg entnimmt mit einer feinen Hohlnadel einzelne follikuläre Einheiten mitsamt der Haarwurzeln.
  2. Dazu wird die Hohlnadel über das Haar gestülpt und ca. 3 bis 4 mm in die Kopfhaut eingeführt. Mit Hilfe einer Pinzette wird die Haarwurzel-Einheit aus der Kopfhaut entnommen.
  3. Die Transplantate werden nach der Entnahme in einer Nährstoff- oder Kochsalzlösung Das schützt sie vor Austrocknung und Schädigung.
  4. Die entnommenen Haare werden kontrolliert und nach ihrer Anzahl an Haarwurzeln sortiert.
  5. Nun beginnt die Vorbereitung des Empfangs-Areals. Nach einer Betäubung werden feine Empfangskanäle erzeugt. Sie müssen sehr fein und in bestimmtem Abstand zueinander gesetzt werden. Hierbei wenden wir die manuelle, minimal-invasive Schlitz-Technik
  6. Mittels einer feinen Pinzette werden die entnommenen Transplantate einzeln eingesetzt. Je nachdem, ob es sich um Einzelhaare oder follikuläre Einheiten handelt, werden sie für die Haarlinie oder im Haupthaar eingesetzt.
  7. Das Einsetzen der Haare ist der anspruchsvollste Schritt der Haartransplantation. Er erfordert viel Geschick und Erfahrung. Denn die Auswahl der Transplantate, der Winkel in dem sie eingesetzt werden, Abstände und Dichte - all das hat Einfluss darauf, wie natürlich das Ergebnis später erscheint.

Beurteilung:

Die FUE-Methode ist ein sehr filigraner Eingriff und vor allem viel Handarbeit. Allerdings sind die damit verbundenen Vorteile offensichtlich:

  • Minimalinvasiver Eingriff ohne Narben, Schmerzen oder anderweitige zu erwartende Komplikationen.
  • Es muss kein Hautlappen entnommen werden, der Narben, Shock Loss oder ähnliches erzeugen könnte.
  • Der Spenderbereich bleibt narbenfrei und ist nicht sichtbar ausgedünnt.
  • Durch den skalpell-freien Eingriff sind sportliche Aktivitäten bereits nach ca. zwei Wochen nach der Operation wieder möglich.

Nachteilhaft ist, dass die FUE-Methode eine sehr mühsame und feine Methode darstellt. Jedes gute Handwerk benötigt seine Zeit. So sind auch hier mehrere Stunden notwendig. In manchen Fällen muss der Eingriff in mehreren Etappen erfolgen. Auch die Kosten für den Eingriff sind aufgrund der Komplexität ggf. höher als bei anderen Methoden.

IFUE-Methode

Die IFUE-Methode (Intermittend Follicular Unit Extraction) ist eine Verbesserung der FUE-Methode. Sie wurde von unserem Zentrum für Haartransplantation durch unseren Leiter Reza Azar entwickelt.

Die Wesentlichen Unterschiede zur FUE-Methode sind:

  • Die Verweildauer der Transplantate außerhalb des Körpers sollte so kurz wie möglich sein, denn das erhöht die Anwuchsrate. Bei unserer Methode erfolgt die Entnahme und Verpflanzung in mehreren Intervallen.
  • Bei der FUE-Methode verweilen die Transplantate bis zu 6 Stunden außerhalb des Körpers, bei der IFUE-Methode nur etwa 45 min.
  • Es kommen keine motorisierten Mikromotoren zum Einsatz: Der Eingriff erfolgt zu 100% in Handarbeit durch ärztlich geschulte Spezialisten.
  • Eine Schwellung des Gesichts und die Bildung von Hämatomen bleiben nach dem Eingriff aus, da die Betäubung der Kopfhaut mit geringen Dosen und sehr regional gesetzt wird.

2.3) Weitere Methoden

Die häufigsten Methoden der Haartransplantation sind die FUT- und die FUE-Methode. Sie werden teilweise anders bezeichnet oder es gibt Abwandlungen.

  • Roboter-Entnahme: Manuelle Entnahme oder mit einem Roboter bzw. motorisiert. So kommen beispielsweise Artas Roboter zum Einsatz. Hier wird die Entnahme maschinell unterstützt. Dies wird auch als maschinelle Haartransplantation bezeichnet. Jedoch ist die Entnahme nicht so schonend wie bei der duch eine erfahrene Hand. Daher geht dies oft mit einer Schädigung der Haarfollikel einher.
  • Direct Hair Implantation: Das Versetzen der Haare mittels eines Implantationsstifts wird auch als DHI (Direct Hair Implantation) bezeichnet. Hierbei werden Transplantate entnommen und mit einem Implantationsstift wieder eingesetzt. Jedoch lassen sich Implantate meist nicht dicht genug einsetzen. Zudem werden einige Haarfollikel bei der Einführung in den Emplanter und dem Auswurf beschädigt.
  • Länge der Haare: Manche Methoden setzen darauf, auch längere Haare zu transplantieren, also ohne Rasur bzw. nur geschnittene Haare (ca. 8 bis 10 cm Länge). Dies wird auch als “Long Hair Transplant” bezeichnet, birgt jedoch die Gefahr, dass die Transplantate verkleben und verloren gehen. Eine Rasur ist zudem hygienischer.
  • Material der Klinge: Klingen aus Diamant, Saphir oder Gold sollen mehr Präzision und eine bessere Verträglichkeit mit sich bringen. Dies wird auch als “Saphir Haartransplantation” o.ä. bezeichnet. Aus unserer Sicht ist das aber eher eine Verkaufsstrategie ohne belegbare Vorteile. Das Material ist eher spröde und kann daher bei der Anwendung leicht abbrechen. Nicht selten geht die abgebrochene Spitze im Hautgewebe verloren und führt zu Komplikationen.

Welche Methode ist die beste?

Unsere Kriterien für eine gute Methode der Haartransplantation sind die folgenden:

  • Der Eingriff sollte möglichst schonend erfolgen - ohne Narbenbildung, Schmerzen oder Verletzung des Gewebes.
  • Der Spenderbereich sollte so gut es geht geschont werden, umliegende Haare müssen erhalten bleiben.
  • Die Anwachsrate sollte so hoch wie möglich sein.
  • Die Folgewirkungen und Komplikationen des Eingriffs sollten so gering sein wie es geht.

Daher ist unsere Antwort auf diese Frage ganz klar: Die FUE-Haartransplantation bzw. unsere Weiterentwicklung, die IFUE-Haartransplantation. Sie ist gemäß der oberen Kriterien klar der Gewinner, auch wenn sie nicht die günstigste Methode und auch etwas langwieriger ist. Aber dafür überzeugt das Ergebnis.

Bedenken Sie allerdings, dass bei jedem anamnestisch zu erwartenden, fortschreitenden Haarausfall zunächst eine Haar-erhaltende Maßnahme eingeleitet werden sollte. Denn die Haartransplantation stoppt nicht den Haarausfall, sondern es handelt sich um einen rein ästhetischen Eingriff. Suchen Sie eine Beratung und Behandlung gegen Haarausfall? Nehmen Sie gerne Kontakt auf.

3) Fragen rund um die Behandlung

Im Folgenden möchten wir noch ein paar Fragen rund um die Behandlung klären:

Muss der Kopf vor der Haartransplantation rasiert werden?

Einige Anbieter versprechen eine Haartransplantation ohne Rasur. Das ist allerdings aus unterschiedlichen Gründen nicht empfehlenswert:

  • Die Rasur des Spenderbereichs ist unabdingbar, denn kurze Haare dienen als Koordinaten für den Verlauf des Haarfollikels. Erst so kann der Haarfollikel intakt und ohne Verletzung entnommen werden. Die Haare werden in der Regel auf 2 bis 3 mm Länge gekürzt, sodass 2 Wochen nach der Operation eine Haarlänge von 1 cm Länge nachwachsen kann.
  • Zudem ist eine Rasur des Spenderbereichs einfach hygienischer, so können Infektionen vermieden werden.
  • Auch kann so das Verkleben der Haare im Empfängerbereich vermieden werden. Wodurch eine Schädigung und ein Verlust der Transplantate ausgeschlossen werden.

Wann bin ich wieder arbeitsfähig?

  • Nach einer professionellen Haartransplantation nach der FUE-Methode ist man sofort schmerzfrei und arbeitsfähig.
  • Bei einer Behandlung nach der FUT-Methode ist man aufgrund der Schmerzen und starken Spannungen der Kopfhaut im Narbenbereich nur eingeschränkt arbeitsfähig.

Wann darf ich wieder Sport machen?

Wann Sport wieder möglich ist, hängt von der Methode der Haartransplantation ab.

  • Nach einer FUE-Behandlung sollten Sie etwa 2 Wochen auf Sport verzichten. Danach ist jegliche Sportart wieder erlaubt.
  • Ein Eingriff nach der FUT-Methode ist deutlich schwerwiegender. Um eine Narbenausweitung nach der Transplantation zu vermeiden, sollten Sie mindestens 6 Monate auf Sport und schwere körperliche Belastungen verzichten.

Darf ich nach der Haartransplantation rauchen?

Zunächst sollten Sie auf das Rauchen verzichten. Mindestens für ein paar Tage, besser noch für zwei Wochen. Denn die Schadstoffe in Zigaretten bzw. Tabak können das Ergebnis beeinträchtigen. Sie behindern die Versorgung der Transplantate mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Worauf sollte man beim Schlafen nach einer Haartransplantation achten?

Bei einigen Patienten gibt es Unsicherheit, ob Sie nach der Haartransplantation auf dem Bauch bzw. dem Rücken schlafen sollten bzw. dürfen.

Grundsätzlich ist es so, dass die Transplantate geschützt werden müssen. Daher sollten diese nicht das Kissen berühren, um ein Festkleben der Kopfhaut am Kissen zu vermeiden. Denn dann könnten die Transplantate Schaden nehmen oder herausgerissen werden. Passen Sie also vor allem in der ersten Woche nach der Transplantation auf und schlafen Sie so auf einem festen Kissen, dass das transplantierte Gebiet das Kissen nicht berührt.

Nach dem Eingriff mittels der FUE-Methode können Sie auch bedenkenlos auf der Entnahmestelle schlafen. Bei der FUT-Methode ist dies nicht möglich.

Fallen die Haare nach der Haartransplantation erst wieder aus?

Ja. Es ist ganz normal, dass die transplantierten Haare erstmal ausfallen. Dies setzt normalerweise zwischen der ersten und vierten Woche nach der Haartransplantation ein.

Allerdings müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn die Haarwurzel wurde ja versetzt. Sie bildet daraufhin wieder neue Haare aus.

Anders sieht es hingegen aus, wenn Haare aus dem Spenderbereich ausfallen. Dies kann eintreten, wenn nach der FUE-Methode zu aggressiv geerntet wurde oder bei einer Behandlung nach der FUT-Technik. Dies wird auch als Shock-Loss bezeichnet. Für den Patienten ist das eine schlechte Nachricht, denn diese Haare gehen zum Teil verloren.

Wann habe ich volles Haar nach der Haartransplantation?

Die transplantierten Haarwurzeln beginnen erst etwa 3 Monate nach der Behandlung, neue Haare zu produzieren. Das Wachstum setzt also zwischen dem 3. und 12. postoperativen Monat ein.

Je nachdem wie lang Sie Ihre Haare normalerweise tragen, dauert es länger oder weniger lang, bis Sie wieder volles Haar haben. Pro Monat wachsen Haare etwa 1 bis 1,5 cm.

Wie lange hält das Ergebnis?

Das Ergebnis einer Haartransplantation hält ein Leben lang.

 

4) Woher kommen die Haare bei einer Haartransplantation?

Bei einigen Patienten stellen wir fest, dass es Unsicherheit und Missverständnisse darüber gibt, woher die Haare bei einer Haartransplantation stammen.

  • Werden künstliche Haare eingesetzt?
  • Kann ich Haare von einer anderen Person bekommen?
  • Lassen sich Haarwurzeln künstlich erzeugen?

Die Antwort auf diese Fragen ist überall “nein”. Haare sind ein endliches Gut. Sie werden in Haarwurzeln ausgebildet, den sogenannten Haarfollikeln. Hier entsteht ein einzelnes Haar, welches gemäß des Wachstumszyklus’ wächst, wieder ausfällt und anschließent wieder neu gebildet wird. Diese Haarfollikel kommen einzeln vor oder sind in follikulären Einheiten organisiert, also einem Verbund von Haarwurzeln mit mehreren Haaren.

Eine Haartransplantation ist also immer eine Verpflanzung von eigenen, vorhandenen Haaren. Sie werden an einer Stelle entnommen und an der gewünschten Stelle wieder eingesetzt. Haarwurzeln von einer fremden Person würden nicht angenommen und vom Körper wieder abgestoßen werden. Das Transplantieren von künstlichen Haaren ist zwar möglich, führt aber zu keinem natürlichen Ergebnis. Daher steht es aufgrund möglicher starker Komplikationen wie schwere Hautentzündungen und Infektionen seit den 80er Jahren in der Kritik.

Beispiel: Transplantation von Kopfhaaren bei Halbglatze

Bei einem Patienten mit Halbglatze, mit einem seitlichen, breiten Haarkranz, hat der Patient in der Regel 10.000 bis 15.000 follikuläre Einheiten in Summe.

  • Davon dürfen maximal 40% entnommen werden. Dies erfolgt in mehreren Sitzungen, sonst besteht die Gefahr des Shock Loss. In diesem Beispiel wäre die Entnahme und Transplantation von maximal 4.000 bis 6.000 follikulären Einheiten möglich.
  • Wenn eine Entnahme darüber hinaus erfolgt, ist die Ausdünnung zu stark. Denn die  entnommenen Spenderhaare wachsen nicht nach, da die Wurzeln versetzt wurden.

Bei einem schmalen Haarkranz (Norwood Skala 6 bis 7) kommt eine Haartransplantation nicht in Betracht. Bei Norwood 5 muss Indikation zur Haartransplantation streng beurteilt werden. Dies kann von einem erfahrenen Haarchirurgen am besten eingeschätzt werden.

Spender-Areale von Kopf- und Körperhaaren

In aller Regel werden die Haare aus dem Bereich des Hinterkopfs und den seitlichen Arealen entnommen. Allerdings kommen auch andere Körperhaare (body grafts) in Frage:

Spender-Bereich

Eignung Haare

Narbe

Kopfhaare

Kopfhaare sind die primäre Spenderquelle. Wichtig ist eine Entnahme über den gesamten Haarkranz, nicht nur vom Hinterkopf.

Pro Behandlung sollten nicht mehr als 2.000 Grafts/ follikuläre Einheiten entnommen werden, sonst besteht die Gefahr des Shock Loss. Die Anwachsrate ist sehr gut.

Es können Mikronarben entstehen. Das Ausmaß ist jedoch von der Hautbeschaffenheit abhängig. Bei professioneller Vorgehensweise sind Mikronarben nur bei sehr kurzen Haaren unter 3 mm erkenntlich.

Rücken

Entnahme ist einfach, allerdings schlechte Anwachsrate.

Nein

Brust

Haare sind für Haartransplantation gut geeignet, gute Anwachsrate und kaum zu unterscheiden von Kopfhaaren. Das Wachstumsverhalten ändert sich nach der Transplantation und sie erreichen eine Länge bis zu 20 cm.

Wir erstellen stets einen klaren Kostenplan und schaffen komplette Transparenz vorab.

Ja, es verbleiben kleine Mikronarben auf der Brust. Je nach Haardichte etwas oder kaum sichtbar.

Wir erstellen stets einen klaren Kostenplan und schaffen komplette Transparenz vorab.

Bart

Barthaare sind sehr gut geeignet. Sie zeigen eine hohe Anwachsrate. Entnahme sollte aus unterem Kinnbereich und Halsregion erfolgen. Dort setzt eine schnelle Heilung der Haut ein.

Barthaare im Wangenbereich sollten nur von Spezialisten entnommen und eingesetzt werden. Hier besteht Gefahr von Mikronarben und Rötung, diese kann Wochen bis Monate anhalten.

Barthaare sollten aber nicht als Primärhaare genutzt werden, nur als Zusatz. Sie sind nicht für Haarlinie geeignet, allerdings erzeugen sie eine sehr gute Dichte im Deckhaarbereich.

Nein bzw. nur bei unsachgemäßer Entnahme.

Schamregion, Achsel, Bauch

Haare aus dieser Region sind schwer entnehmbar, die Ausbeute ist sehr gering.

Ja, neigt zur Mikronarbenbildung

Extremitäten

Areal nicht zur Gewinnung von Transplantaten empfehlenswert. Führt zu starken Narben und Rötungen, die Monate, bis hin zu einem Jahr andauern können.

Ja starke Narbenbildung

5) Vor- und Nachteile einer Haartransplantation

Die Vor- und Nachteile einer Haartransplantation pauschal zu benennen, ist gar nicht so einfach. Denn die Unterschiede im Vorgehen und die damit verbundenen Auswirkungen sind gravierend. Daher finden Sie die Einordnung anhand der beiden wesentlichen Methoden FUT und FUE:

Nachteile im Überblick

Nachteil

FUT

FUE/ IFUE

Schmerzen

Ja, sehr stark nach der OP

kaum bis geringfügig

Narben

Ja, im Spenderbereich eine lineare meist breite Narbe

Bei der Behandlung durch Spezialisten kaum, jedoch können Mikronarben nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Anwachsrate

eher gering aufgrund zahlreicher Präparationsschritte und dadurch hohe Verletzungsgefahr. Zudem Gefahr des Shock Loss, vor allem im Spenderbereich.

hoch

Kosten

Kosten nach Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

Ähnlich, da Abrechnung nach GOÄ.

Sport

erst nach 6 Monaten, da Narbenausweitung sonst zu erwarten ist (Back Stretch Effect)

nach 2 Wochen

Behandlungsdauer

Mehrere Stunden

Mehrere Stunden/ Etappen (etwa doppelter Zeitaufwand im Vergleich zu FUT)

Schwellungen

Mehrere Stunden

Teilweise, bei IFUE keine Schwellung

Taubheitsgefühl

Ja, vor allem im Narbenbereich

Nein

Achtung: Die obige Tabelle bezieht sich auf eine professionelle Behandlung. Bitte lesen Sie auch das untere Kapitel “Vorsicht vor unseriösen Anbietern”, hier sind die Nachteile noch deutlich gravierender.

 

Vorteile einer Haartransplantation

Der wesentliche Vorteil einer Haartransplantation ist offensichtlich: volleres Haar sowie ein ästhetisches und gesundes Aussehen. Es gibt aber auch noch damit verbundene Faktoren, die für viele unserer Patienten eine Rolle spielen:

  • Attraktivität: Für viele Männer und Frauen spielt die eigene Attraktivität eine große Rolle bei der Entscheidung, eine Haartransplantation vornehmen zu lassen. Volles Haar steht für Fruchtbarkeit und Kraft, das ist auch bei der Partnersuche ein nicht zu unterschätzender Faktor.
  • Karriere: Auch im Beruf spielt Attraktivität und Aussehen eine Rolle. Studien belegen, dass hohe Attraktivität bei der Bewerbung, einem Karrieresprung oder der Gehaltsverhandlung Vorteile bringt.
  • Selbstbewusstsein: Wer sich nicht wohl fühlt, trägt das in aller Regel nach außen. Und so ist auch das Auftreten oft unsicher und zurückhaltend. Daher trägt Wohlbefinden auch zum Selbstbewusstsein bei.

Behandlung bei uns

Die Nachteile einer Behandlung können bei uns nochmals relativiert werden.

  • Wir sind Experten auf unserem Gebiet und sehen diese als Kunst an, mit dem höchsten Anspruch an uns selbst. Das Patientenwohl steht bei uns im absoluten Mittelpunkt.
  • Daher behandeln wir Sie stets nach modernsten Methoden und “verkaufen” Ihnen nichts.
  • Sie erhalten bei uns immer die für Sie beste Therapie und das muss keine Haartransplantation sein.
  • Unser Alleinstellungsmerkmal ist die Behandlung durch Ärzte - von der Entnahme bis hin zur Implantation.
  • Wir haben einen speziellen Leitfaden zur Vor- und Nachbetreuung entwickelt. Dieser sichert einen optimalen Ablauf, ein sehr gutes Ergebnis und sorgt für eine rasche Wundheilung.

6) Vorsicht vor unseriösen Anbietern

Der medizinische Bereich stellt keine Ausnahme bei der Globalisierung und dem Streben nach Gewinn dar. So beobachten wir leider eine traurige Entwicklung auf dem Gebiet der Haartransplantation:

Es gibt immer mehr Anbieter, die Patienten mit falschen Versprechen ködern und Haartransplantationen durch ungeschultes Personal vornehmen. Das Resultat ist oft verheerend.

Typische Merkmale und Probleme sind:

  • Aggressive Haarentnahme: Die Entnahme von Transplantaten und auch das Setzen erfolgt zu aggressiv. Es werden zu viele Haare entnommen. Die Folge sind “Shock-Loss” (also Haarausfall umliegender Areale) und schlechte Anwuchsraten. Viele Haarwurzeln sind damit unwiederbringlich verloren.
  • Keine Fachkenntnis: Die Entnahme und auch das Setzen der Transplantate erfolgt oft durch nicht ärztliches Personal und damit nicht durch Experten. Dadurch sieht das Ergebnis oft nicht natürlich aus, es entstehen Narben und schwere Infektionen.
  • Schlechte Indiktationsstellung bzw. keine Selektion: Zudem werden Haartransplantationen durchgeführt, die keine Aussicht auf langfristigen Erfolg haben. Also hält das Ergebnis nur für wenige Jahre und sieht dann sehr unnatürlich aus, da die nativen Haare weiter ausfallen und sich das Deckhaar weiter ausdünnt.
  • Puppenkopf-Effekt: Für die Haarlinie sollten stets einzelne Haarfollikel genutzt werden und keine follikulären Einheiten (mehrere Haare). Das Ergebnis wirkt sonst unnatürlich, wie bei einer Puppe.
  • Medizinische Standards: Nicht jeder Anbieter arbeitet gemäß fachärztlichen Standards in Bezug auf Hygiene und medizinisches Personal. Die Folge sind schwere Infektionen, starke Übererntung des Spenderareals und unschöne, unnatürliche Ergebnisse.
  • Falsche Versprechen: “Urlaub und dazu eine Haartransplantation”, lautet der Slogan oft. Dass der Patient nach einer OP erstmal Ruhe, keine Sonne, kein Meer und bei der Op einen guten Arzt braucht, wird verschwiegen.
  • Kampfpreise: Eine Haartransplantation hat ihren Preis. Gerade in Deutschland fallen entsprechende Kosten an, die nunmal nötig sind, um medizinisches Personal zu finden und zu bezahlen, die Praxisausstattung modern zu halten und Hygienestandards etc. zu gewährleisten. Diese Preise werden oft um ein Vielfaches unterboten, die Qualität der Behandlung allerdings auch.  
  • Aggressive Werbung: Oft werden Pauschalpreise genannt, ohne vorher den Patienten anzusehen. Der Kontakt erfolgt ausschließlich über Messenger-Dienste und nicht persönlich in der Praxis. Zudem werden gefakte Erfahrungsberichte, bezahlte Influencer und unlautere Werbemittel eingesetzt, um Patienten zu ködern.
  • Medizintourismus: Viele Angebote stammen aus Urlaubsländern. Häufig in der Türkei, aber auch in anderen Ländern (Ungarn, Slowakei, Tschechien, Polen) hört man nicht selten von solchen Angeboten.
    • Damit verbunden gibt es oft weitere Herausforderungen: Die Sprachbarriere wirkt erschwerend und die Vor- und Nachbetreuung des Patienten ist quasi unmöglich durch die Distanz.
    • Was vielen Patienten oft auch nicht klar ist: Bei einer Behandlung im Ausland gilt eine andere Rechtslage als in Deutschland, oft zum Nachteil des Patienten.
  • Billiganbieter in Deutschland: Auch in Deutschland gibt es immer mehr Anbieter von Haartransplantationen, die mit Kampfpreisen locken. Die meisten davon sind daran erkennbar, dass sie nicht ärztlich geleitet werden. Ihre Geschäftsform wird zumeist in Form einer GmbH oder UG gegründet. Dazu werden Alibi-Ärzte als Aushängeschild genutzt. In den Hinterzimmern solcher fragwürdigen Institute behandeln häufig keine Ärzte, sondern nicht-ärztliches, ungeschultes Personal.

Wir haben schon viele Patienten beraten und behandelt, deren Haartransplantation von Billiganbietern verpfuscht wurden.

  • Natürlich versuchen wir unser Bestes, die Haartransplantation zu korrigieren. Allerdings ist das nicht immer zu 100% möglich.
  • Zudem muss der Patient für die eigentlich schon erbrachte Leistung noch einmal bezahlen.
  • Viele Spenderhaare sind verloren durch die unsachgemäße vorherige Behandlung. Daher ist für Korrekturen oft nur eine bedingte Auswahl an Spenderhaaren vorhanden.
Beispiel: Shock Loss
Beispiel: Back Stretching

7) Worauf bei Arztwahl achten?

Sollten Sie an Haarausfall leiden und der Meinung sein, dass eine Haartransplantation für Sie infrage kommt, sollten Sie auf diese Punkte achten:

Fachrichtung des Arztes

  • Dermatologen kennen oft nicht die gesamte Bandbreite von Haarausfall und Haarbehandlungen. Ihr Spezialgebiet ist die Behandlung von Hautkrankheiten, Haare sind nur ein angrenzendes Gebiet. Es gibt daher nur wenige Dermatologen, die auf die Behandlung von Haarausfall spezialisiert sind.
  • Auch ein Schönheitschirurg ist nicht vollständig passend. Denn er hat noch viele andere Behandlungsbereiche, die nichts mit Haaren zu tun haben, wie Brust-Ops, Nasenverkleinerungen, etc.
  • Bei sogenannten Haarberatern ist Vorsicht geboten. Diese sind oft keine Ärzte und vermitteln Sie nur weiter. Oft wird nicht die beste Adresse empfohlen, sondern jene, die am meisten für eine Empfehlung zahlt.
  • Ein guter Haarexperte bzw. Haarchirurg ist darum die beste Wahl. Er wird Sie normalerweise auch nicht im ersten Schritt von einer Haartransplantation überzeugen wollen. Denn zunächst sollte die Analyse und Diagnose im Vordergrund stehen. Eine Transplantation ist das letzte Mittel und auch erst dann, wenn die Ursache feststeht und der Haarausfall beurteilt, eingeschränkt oder gestoppt werden konnte.

Zwischenfazit: Einen guten Spezialisten erkennen Sie daran, dass er vor der Haartransplantation den Haarausfall therapieren möchte. Er berät und behandelt selbst, nicht durch Erfüllungsgehilfen. Lesen Sie hier mehr über die Arztwahl.

Weitere wichtige Punkte

  • Erfahrung: Wie viele Haartransplantationen hat der behandelnde Chirurg bereits durchgeführt? Ist es sein Schwerpunkt oder nur Teil des Angebots.
  • Über die Praxis: Wie lange besteht die Praxis bereits? Findet die Behandlung am selben Ort statt? Gibt es noch weitere Experten, die bei der Praxis angestellt sind?
  • Beratung vs. Behandlung: Sind Sie lediglich bei einer Beratungsstelle und die Behandlung erfolgt woanders? Durch wen? Ist das wirklich seriös? Hier sollten Sie skeptisch sein …
  • Medizinisches Person: Erfolgt die komplette Behandlung durch einen Spezialisten oder nur ein Behandlungsteil? Fragen Sie hier nach und verlangen Sie eine klare Aufstellung.
  • Behandlung Ausland: Eine Behandlung im Ausland lockt oft mit einem günstigen Preis, allerdings sollte der nicht der entscheidende Faktor sein. Lesen Sie auch oben den Abschnitt “Vorsicht vor unseriösen Anbietern”.
  • Renommee: Welches Ansehen hat der Arzt in Fachkreisen? Sind Sie durch eine Empfehlung auf ihn aufmerksam geworden? Was sagen ehemalige Kunden?
  • Schneller Abschluss: Wenn der Arzt sofort ohne intensive Ursachenforschung zu einer Haartransplantation übergehen möchte, sollten Sie skeptisch sein. Auch wenn Sie zum Abschluss gedrängt werden, ist das ein schlechtes Zeichen.
  • Kostenplan: Verlangen Sie eine klare Aufstellung. Auch Festpreise sollten Sie abschrecken, denn wenn ein kleine Haartransplantation genausoviel kostet wie eine umfangreiche, kann etwas nicht stimmen und irgendwo werden sich Einsparungen verstecken. Der Preis sollte dabei nach follikulären Einheiten und nicht nach Grafts berechnet werden. Prüfen Sie dies im Dokument nach - mehr dazu in diesem Beitrag.
  • Vor- und Nachbereitung: Eine gute Vor- und Nachbereitung entscheidet auch über das Resultat. Hier sollten Sie klare “Regeln” und Tipps vom Anbieter erhalten. Sollte es nur um den Eingriff gehen, steht meist nicht das Resultat im Vordergrund, sondern Geldverdienen.

8) Kosten einer Haartransplantation

Die Kosten für eine Haartransplantation richten sich nach dem Umfang des Eingriffs. Auch ist es eine Fehlannahme zu denken, dass man die Praxis besucht, schnell eine Haartransplantation vornehmen lässt und dann mit vollem Haar hinaus spaziert.

Zusammensetzung der Kosten

Die Kosten für eine Behandlung gegen Haarausfall setzen sich in etwa so zusammen:

  • Beratung: Ein erfahrener Haarchirurg nimmt sich für seine Patienten Zeit, schaut sich die Situation genau an, hört zu und stellt Fragen. Das geht nicht in 5 Minuten und ist nicht seine Freizeit, daher muss diese Beratung verrechnet werden.
  • Analyse: Oft liegt die Ursache nicht auf der Hand bzw. manche Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden. Daher sind Untersuchungen notwendig (Blut, Urin, Familienanamnese, etc.). Hierfür fallen Personal- und Laborkosten an.
  • Begleitende Behandlung: Eine Haartransplantation ist der letzte Schritt. Noch sinnvoller ist es, vorhandene, noch gesunde Haarfollikel zu retten und zu reaktivieren. Hierzu gibt es regenerative Methoden, die das Haar kräftigen und mit Nährstoffen versorgen können. Teilweise erzielen regenerative Behandlungen bessere Ergebnisse als eine Haartransplantation.
  • Eingriff Haartransplantation: Die Haartransplantation wird je nach Komplexität verrechnet.
    • Eine klassische Haartransplantation wird pro follikuläre Einheit berechnet (Vorsicht: nicht pro Graft). Je mehr Haare versetzt werden, desto teurer wird der Eingriff.
    • Die Berechnung erfolgt nach der Gebührenverordnung für Ärzte (GOÄ), Ziffer 744: Pro Graft/ Haar 2,33 €, pro Follikuläre Einheit 4,66 €.
    • Die Korrektur einer misslungenen Haartransplantation oder eine Barttransplantation sind sehr aufwendige, filigrane Eingriffe und daher teurer.
  • Nachbetreuung: Im Nachgang erfolgt eine Betreuung, Nachversorgung und Neubewertung, sobald es das Ergebnis zulässt.

Beispielrechnung

Wir erstellen für jeden Patienten einen klaren Kostenplan. Hier finden Sie eine Beispielrechnung für die Behandlung von mittelmäßig ausgeprägten Geheimratsecken.

Nutzen Sie auch unseren Hair-Assist zu einer ersten Einschätzung.

Thema

Kosten

Initiale Beratung, Analyse

50 €

Begleitende PRP-Behandlung zur Stärkung der Haarwurzeln

Nach Absprache

Haartransplantation (500 follikuläre Einheiten, entsprechen 1.000 Haaren/ Grafts)

2.330 €

Summe

2.380 €

Zahlt die Krankenkasse?

Eine Haartransplantation ist eine ästhetische Schönheitsoperation. Dies wird normalerweise nicht von der Krankenkasse übernommen. Daher muss der Patient in den meisten Fällen die Kosten selbst tragen. Allerdings gibt es Ausnahmen, bei denen die Kosten, zumindest teilweise, übernommen werden:

  • Ist ein Unfall, eine Verbrennung oder eine Verletzung für den Haarausfall verantwortlich?
  • Ist nachweisbar, dass der Haarverlust zu Depressionen, Nachteilen im Beruf oder Einschränkungen im Alltag führt?

Nachfragen kann also nicht schaden! Der Nächste Schritt ist ein Gutachten durch einen Facharzt und die Rücksprache mit der Krankenkasse. Diese wiederum beurteilt das Gutachten durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen und entscheidet.

9) Vorher-Nachher-Bilder Haartransplantation

Der Gesetzgeber untersagt das Werben für medizinische, operative Behandlungen mit Vorher-Nachher-Bildern. Daher finden sich auch bei uns nur begrenzt Einblicke in unsere Behandlungen.

Jedoch können wir Ihnen zumindest ein paar Vorher-Nachher-Bilder einer Haartransplantation - im erlaubten gesetzlichen Rahmen - zeigen:

10) Alternativen zur Haartransplantation

Eine Haartransplantation ist in einigen Fällen ein sehr guter Weg, um kahle Stellen, Geheimratsecken oder die Haarlinie zu korrigieren. Aber das ist selten der erste Schritt und oft gibt es noch andere, effektivere Möglichkeiten.

Wenn Haarfollikel abgestorben und kahle Stellen entstanden sind, ist die Haartransplantation die einzige Alternative. Sind jedoch noch Haarfollikel vorhanden und es liegt eine Ausdünnung vor, dann gibt es zahlreiche effektive Alternativen, diese wieder zu “aktivieren”.

Im Folgenden möchten wir Ihnen mögliche Alternativen zur Haartransplantation nennen. Nicht alle davon halten wir für sinnvoll, jedoch möchten wir sie vollumfänglich auflisten und beschreiben.

Alternative Behandlungsmethoden & Therapien gegen Haarausfall

Alternative

Beschreibung

Hausmittel

Es gibt diverse Hausmittel, die das Haarwachstum wieder anregen sollen. Dazu gehören Brennessel, Bockshornklee, Traubensilberkerze, Arganöl und viele weitere Hausmittel und Heilpflanzen.

Unserer Erfahrung nach wenig effektiv.

Ernährungsumstellung

Wenn eine Mangelerscheinung für den Haarausfall ursächlich ist, kann auch eine eisenreiche Ernährung helfen. Auch Vitamine, Mineralien und Spurenelemente können das fehlende Etwas sein.

Eine Ernährungsumstellung unterstützt die Haarstruktur, jedoch wenig effektiv gegen Haarausfall.

Medikamente

Bekannte Mittel zur Bekämpfung des Haarverlustes sind Minoxidil und Finasterid. Sie können unter anderem den Haarverlust stoppen, haben aber wie jedes Medikament gewisse Nebenwirkungen.

  • Minoxidil: Im ersten Jahr zeigt es einen guten Effekt, jedoch nimmt die Wirkung nach einem Jahr ab. Ca. 10% der Patienten profitieren langfristig davon.
  • Finasterid: Ist oft sehr effektiv, ist allerdings nur bei Männern zugelassen. Bei etwa 10% der Patienten treten Nebenwirkungen auf, wie Libido-Verlust, Stimmungsschwankungen (Depressionen) und Gynäkomastie (Vergrößerung der Brustdrüsen). Finasterid kann in topischer Form (also als Lösung auf der Kopfhaut) angewendet werden.

Microneedling

Mittels einer kleinen Walze, die mit feinen Nadeln versehen ist, werden der Kopfhaut kleine Verletzungen zugefügt (ca. 0,5 - 1 mm Tiefe). Beim Abheilungsprozess dieser kleinen “Kratzer” sollen die dabei involvierten Thrombozyten auch das Wachstum der Haarwurzeln anregen.

Die Effektivität ist unser Meinung nach sehr gering, da die Verletzungen viel zu oberflächlich sind.

Shampoos

Es gibt diverse Shampoos, die versprechen, dass sie den Haarausfall stoppen. Sie beinhalten Wirkstoffe wie Coffein, Biotin, Ingwer, Magnesium, Kalzium, Procapil oder Zink. Das Versprechen ist dabei, die Haare zu stärken und den Haarausfall zu stoppen.

Die Wirkung, bezogen auf die Haarstruktur, ist gut. Jedoch ist sie gegen Haarausfall sehr gering.

PRP-Behandlung

Bei dieser Behandlung wird Eigenblut des Patienten aufbereitet und dann an den Stellen injiziert, die vom Haarausfall betroffen sind. Man könnte dieses Verfahren als “Doping” bezeichnen, da die betroffenen Haarwurzeln durch Nährstoffe und Wachstumshormone gestärkt werden.

Die PRP-Therapie ist die stärkste Therapieform gegen Haarausfall bei Männern und Frauen.

Low-Laser-Therapie

Mit Hilfe einer Laserbehandlung können auf der Kopfhaut unterschiedliche positive Effekte erzielt werden: bessere Durchblutung, Verlängerung der Wachstumsphase, bessere Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln. Das Ergebnis sind längere Wachstumsphasen und eine Kräftigung der Haarwurzeln.

Sehr häufig werden Laserkämme zur häuslichen Anwendung angeboten. Der Effekt dieser Geräte ist gering. Die Wirksamkeit von großen Standgeräten ist deutlich besser. Diese finden sich in Arztpraxen mit Schwerpunkt Haarausfall-Behandlung.

Meso-Therapie

Bei der Mesotherapie wird ein Mix aus wachstumsfördernden und stärkenden Wirkstoffen in die Haut injiziert. Dazu gehören ausgewählte Medikamente, Hyaluronsäure, homöopathische Mittel, Vitamine sowie Spurenelemente. Dadurch werden selbstheilende Vorgänge angestoßen und der Alterungsprozess der Zellen und Organe verlangsamt.

Die Wirksamkeit ist in Bezug auf die Haarstruktur gut, jedoch wirkt sie kaum gegen Haarausfall. Wir nutzen die Meso-Therapie in Verbund mit der PRP-Therapie.

Stammzellen-Therapie

Stammzellen können helfen, den Haarausfall zu stoppen und das regenerative Zellwachstum der Haarwurzeln anzuregen. Hierfür werden Stammzellen aus dem Fettgewebe und aus Haarfollikeln gewonnen.

Mit der Stammzellen-Therapie können wir gute Ergebnisse beobachten. Sie ist eine der besten Therapieform gegen Haarausfall.

Kaschieren

Perücken, Haarsysteme oder Frisuren, die kahle Stellen verdecken sind das schnellste Mittel um den Haarausfall zu verdecken. Bei diesen Alternativen muss jedoch beachtet werden, dass sie nicht immer bei sportlichen Aktivitäten oder dergleichen eingesetzt werden können und teilweise aufgefrischt werden müssen (bspw. Haarsysteme).

Der eigentliche Haarausfall wird damit natürlich nicht behandelt. Bei Patienten mit wenig Spenderhaaren ist es allerdings eine gute Lösung.

Haarpigmentierung

Ähnlich wie bei Permanent Make-up werden bei der Haarpigmentierung Farbpigmente in der Kopfhaut eingebracht. Es ähnelt einem Tattoo, mit dem Unterschied, dass die Farbe nicht so tief in die Haut eindringt. Dadurch wird die helle Kopfhaut kaschiert und Haarstoppel simuliert. Je nach Pigmentierungstechnik muss dieser Vorgang nach einigen Monaten oder Jahren wiederholt werden.

Unserer Meinung nach werden dadurch keine ästhetischen Ergebnisse erreicht. Die Behandlung ist viel zu teuer für einen künstlich-unästhetischen Effekt, der auch noch mehrmals wiederholt werden muss.

Kunsthaar-Implantate

Auch die Transplantation von Kunsthaaren ist eine Alternative zur Haarverpflanzung eigener Haare. Da es sich jedoch um einen Fremdkörper handelt, kommt es häufig zu einer verstärkten Abwehrreaktion und kann auch zu starken Entzündungen und Infektionen führen.

In einigen Ländern ist die Implantation solcher Kunsthaare verboten. Auch der ästhetische Anspruch ist sehr gering. Wir raten von solch einem Eingriff entschieden ab.

Unser Ansatz

Zunächst einmal muss der Haarausfall gestoppt werden. Hierfür kann eine Haartransplantation gar nicht das richtige Mittel sein.

  • Wir setzen hier auf einen abgestimmten Maßnahmenplan, der zu 100% auf den Patienten zugeschnitten ist.
  • Anhand einer Analyse ermitteln wir die Ursache für den Haarausfall und stoppen diesen schnellstmöglich.
  • Gleichzeitig versuchen wir noch gesunde Haarwurzeln zu retten und deren Wachstum anzuregen. Das Stoppen des Haarausfalls ist die Grundvoraussetzung für weitere therapeutische Schritte, wie bspw. die Haartransplantation.
  • Erst nach diesen Phasen kommt eine Haartransplantation in Frage, um kahle Stellen wieder zu füllen bzw. ein schönes Haarbild herzustellen. Denn wenn Haarwurzeln erstmal abgestorben sind, können keine Haare mehr wachsen. In diesem Fall gibt es keine Alternativen zur Haartransplantation.

11) Warum wir Ihr Vertrauen verdienen

Es gibt viele Anbieter, die mit (falschen) Versprechen locken. Das kommt für uns nicht in Frage. Wir haben einen ehrbaren und professionellen Anspruch an uns und unsere Arbeit. Und unser Fokus ist nicht unser Geldbeutel, sondern Sie als unser Patient und Ihnen so gut es geht zu helfen.

Hierfür stehe ich mit meinem guten Ruf und Namen, Reza Azar, Praxisleiter Zentrum für moderne Haartransplantation.

Auch unsere Zahlen sprechen für sich:

  • Wir können bei unseren Patienten Erfolgsquoten von 90% bei Haarausfall-Behandlungen aufweisen
  • Über 6.000 Patienten haben uns bereits ihr Vertrauen geschenkt und wir haben unser Wort gehalten.
  • Unsere Expertise ist in Fachkreisen anerkannt. Diverse Bücher, Publikationen und Entwicklungen in der Haartransplantation gehen auf unsere Arbeit und Forschungstätigkeit zurück.
  • Auch in den Medien ist unsere Expertise gefragt. In der Vergangenheit waren wir u.a. bei TV-Interviews (ProSieben Galileo, RTL, Deutsche Welle) und Presse (Bild-Zeitung, FAZ, Bento, Krone.at, Kölner Stadtanzeiger, Aachener Zeitung) vertreten.
  • Unser Anspruch ist, der Beste zu sein! Wir möchten die höchste Qualität und Top-Leistungen für unsere Patienten. Sie stehen bei uns im Mittelpunkt.
  • Selbstverständlich sind für uns Basiselemente wie absolute Hygiene und modernstes Equipment. Stetige Weiterentwicklung steht bei uns ebenso im Vordergrund.
  • Auch Prominente vertrauen uns. Ihnen ist keiner davon bekannt? Aus gutem Grund, Verschwiegenheit ist für uns eine Selbstverständlichkeit.
  • Als einer der wenigen Praxen für Haarchirurgie sind bei uns ausschließlich Ärzte bei der Haartransplantation involviert.

Haben Sie noch Fragen? Möchten Sie gerne einen Termin zur Beratung vereinbaren? Nehmen Sie gerne Kontakt auf.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Wie können wir Ihnen helfen?

Sie interessieren sich für eine professionelle Diagnostik und Behandlung Ihres Haarausfalls? Oder Sie möchten ihre Wimpern, Augenbrauen oder Ihren Bart durch eine Haartransplantation wiederherstellen oder optisch verschönern lassen? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

Reza Azar, Ärztlicher Leiter

Zentrum für moderne Haartransplantation
Kurfürstendamm 218
10719 Berlin

Telefon: +49-30 206 474 18

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