Haarausfall Ursachen: Das sind die häufigsten Gründe

Volle Haare wirken vital, jugendlich und gesund. Haarausfall verbinden wir hingegen mit Krankheit oder dem Altern. Dabei ist es gar nicht so einfach, denn auch ein gesunder Mann kann an Haarverlust leiden oder eine junge Frau mit lichtem Haar kämpfen.

Es spielt also weniger das Alter eine Rolle, als der körperliche und psychische Zustand des Menschen. Die häufigste Ursache für Haarausfall ist genetisch bedingt, doch auch Krankheiten oder eine ungünstige Ernährungsweise können unter Umständen zu Haarausfall führen.

Wir klären im Folgenden über die Haarausfall Ursachen auf und stellen geeignete Maßnahmen vor, um den Haarausfall zu stoppen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ursachen von Haarausfall: Bei Männern handelt es sich zu 80 % um erblich bedingten Haarausfall. Bei Frauen sind die Ursachen vielschichtiger, hier sind andere Formen des Haarausfalls häufiger.
  • Beginn des Haarausfalls: Je nach Ursache können bereits Kinder betroffen sein, auch erblicher Haarausfall kann bei Männern bereits mit 20 Jahren beginnen. Mit fortschreitendem Alter tritt Haarausfall deutlich häufiger auf.
  • Formen von Haarausfall: Bei Männern verläuft der Haarausfall meist mit fortschreitenden Geheimratsecken und Haarausfall im Tonsurbereich. Bei Frauen ist hingegen oft ein generelles Ausdünnen der Haare zu beobachten.
  • Therapien des Haarausfalls: Es gibt viele Behandlungsformen. Erfolgsentscheidend ist eine zielgerichtete Behandlung, die genau auf die Ursache des Haarausfalls abgestimmt ist.

Wann spricht man von Haarausfall?

Jeder Mensch verliert mehrmals am Tag einige Haare. Das ist ganz natürlich und harmlos. Aber wann ist Haarausfall laut Medizinern ein Problem? Wann ist der Haarverlust krankhaft?

Definiert ist Haarausfall (im Fachjargon effluvium capillorum), wenn mehr als ca. 100 Haare pro Tag und über mehrere Wochen verloren gehen. Bei massivem Haarausfall mit sichtbar ausgedünntem Haar oder kahlen Stellen handelt es sich um eine Alopezie. Haarausfall ist ein dauerhafter und übermäßiger Verlust an Haaren (permanenter Haarverlust).

Häufige Haarausfall Ursachen bei Frauen, Männern & Kindern

Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig, allerdings weisen die meisten ähnliche Muster auf.

Typischer Haarausfall bei Frauen

Frauen erkranken seltener an erblich bedingtem Haarverlust. Viel häufiger kommt es bei ihnen zu allgemeinem Haarausfall (diffuse Alopezie), zum Beispiel nach Schwangerschaft oder in den Wechseljahren.

  • Erblich bedingter Haarausfall beginnt bei Frauen meist am Mittelscheitel, den Schläfen und am Oberkopf. Die Haare wachsen dünner und die Kopfhaut wird sichtbar. Oft beginnt der erbliche Haarausfall nach der Menopause.
  • Diffuser Haarausfall beginnt zumeist plötzlich. Es ist zunächst eine allgemeine Ausdünnung zu beobachten und kann auch Augenbrauen, Wimpern und die sonstige Körperbehaarung betreffen.

Mehr über Haarausfall bei Frauen

Typischer Haarausfall bei Männern

Ein Großteil der Männer mit Haarausfall leidet an genetisch bedingter Alopezie. Er hat dabei ein spezifisches Muster.

  • Der erbliche Haarausfall ist die häufigste Form des Haarverlusts bei Männern. Er beginnt meist an den oberen Schläfen (Geheimratsecken) und am vorderen Haaransatz/ der Stirn. Der Haarausfall schreitet an der Tonsur voran und bildet einen Haarkranz. Dieser Prozess kann schon im Teenager-Alter beginnen und endet meist mit einer Halb- oder Vollglatze.
  • Weitere Haarausfall-Formen sind kreisrunder Haarausfall oder diffuser Haarausfall.

Mehr über Haarausfall bei Männern

Haarausfall bei Kindern

Auch bei Kindern kann Haarausfall beobachtet werden. Nicht immer liegt eine körperliche Ursache zugrunde. Haarverlust kann auch psychische Ursachen haben oder in der Beschaffenheit der Frisuren liegen.

  • Kreisrunder Haarausfall ist die wohl häufigste Form des Haarausfalls bei Kindern. Er kann bereits in jungen Jahren einsetzen.
  • Aber auch selbst herbeigeführter Haarausfall, Traktionsalopezie, Pilzerkrankungen oder Nährstoff- oder Vitaminmangel können die Ursache sein.

Mehr über Haarausfall bei Kindern

Haarausfall Ursachen im Überblick

Die Ursachen für Haarausfall oder zunehmend dünnes Haar können vielseitig sein. Sie lassen sich in ihrer Ursache in diese Kategorien einteilen. Dabei kann auch eine Kombination an Ursachen vorliegen:

Geheimratsecken & kahler Mittelscheitel: Erblich bedingter Haarausfall

Der erblich bedingte Haarausfall / androgenetische Alopezie ist bei über 90 % aller männlichen und weiblichen Patienten die Ursache des Haarausfalls.

  • Alter: Bei Männern kann der erbliche Haarausfall bereits mit 20 Jahren einsetzen. Bei Frauen setzt er später, oft nach der Menopause ein (etwa 40 Jahre).
  • Hier sind typische Muster zu beobachten: Geheimratsecken und Haarausfall im Tonsurbereich sowie ein lichter Scheitel bei Frauen.
  • Die Ursache: Haarfollikel reagieren überempfindlich auf das Hormon Dihydrotestosteron (DHT), ein männliches Sexualhormon. Bei Frauen kann eine gestörte Östrogen-Produktion bzw. erhöhte Testosteronproduktion ursächlich sein - oder eine andere Änderung im Hormonhaushalt (Schwangerschaft, Menopause)

Behandlung: Erblicher Haarausfall ist gut zu behandeln und kann verlangsamt, aber meist nicht komplett gestoppt werden. Hierfür nutzen wir einen Mix aus medikamentöser Behandlung sowie Bio-regenerativer Methoden. Zu einem späteren Zeitpunkt kann auch eine Haartransplantation Sinn ergeben. Wichtig ist ein früher Behandlungsbeginn, sodass der Prozess des Haarausfalls früh gestoppt werden kann.

Erblich bedingter Haarausfall des Mannes

Erblich bedingter Haarausfall der Frau

Kahle, runde Stellen im Haar: Kreisrunder Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall kann bereits in jungen Jahren beginnen. Die Haare fallen am Kopf (oder auch Bart, Augenbrauen und Wimpern) in einzelnen Bereichen aus.

  • Alter: Diese Form des Haarausfalls kann bereits bei Kindern auftreten und verläuft häufig in Schüben.
  • Die typischen Muster sind kreisrunde, kahle Stellen. Sie sind nicht gerötet und jucken auch nicht.
  • Die Ursache liegt höchstwahrscheinlich in einer Autoimmun-Erkrankung. Körpereigene Abwehrkräfte greifen also die Haarwurzeln an.

Behandlung: Kreisrunder Haarausfall erholt sich in vielen Fällen von selbst, innerhalb von 6 bis 12 Monaten. Falls dies nicht geschieht, kann er gut behandelt werden. Zunächst muss die Immunreaktion unterdrückt werden. Das kann mit Kortison oder anderen Ansätzen erreicht werden. Im Anschluss können viele Haarfollikel wieder reaktiviert werden (durch Förderung des Haarwachstums), eine Haartransplantation ist oft nicht erforderlich (ggf. um kleine, kahle Stellen aufzufüllen).

Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall)

Haarausfall im gesamten Haarbild: Diffuser Haarausfall

Fällt über den ganzen Kopf hinweg das Haar aus, spricht man von diffusem Haarausfall. Die Ursachen für diese Art des Haarausfalls können vielschichtig sein.

  • Alter: Betrifft Kinder und Erwachsene aller Altersschichten.
  • Die typischen Muster sind ein Ausdünnen des gesamten Haarbildes. Das Haar fällt über den gesamten Kopf (bzw. am ganzen Körper) aus. Oft schimmert die Kopfhaut durch und das Haar wird matt, dünner und brüchig.
  • Die Ursachen sind sehr vielfältig und liegen meist in einem Mangelzustand oder einer Erkrankung, siehe dazu die folgenden Gründe:

Stoffwechselstörungen & Mangelzustände

  • Stoffwechselstörungen, wie Diabetes oder Leberfunktionsstörungen können ebenfalls für Haarausfall die Ursache sein.
  • Auch Mangelzustände, wie Eisenmangel, Eiweiß-, Nährstoff- und Mineralstoffmangel können durch Diäten, einseitige Ernährung oder Krankheiten verursacht werden.

Infektionen, Krankheiten & Medikamente

  • Infektionskrankheiten, wie beispielsweise HIV, Syphilis, Impetigo Contagiosa, Scharlach sowie zahlreiche weiteren Infektionen können mit Haarausfall einhergehen oder diesen nach sich ziehen.
  • Andere Krankheiten (bspw. Schilddrüsen-Erkrankung) oder Bestrahlungen und Chemotherapien, wie sie zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden, können ebenso einen Haarausfall induzieren.
  • Die Einnahme von Medikamenten (Betablocker, ACE-Hemmer, Heparin, Zytostatika) bzw. auch die fehlerhafte Einnahme kann zu Haarausfall führen.
  • Darmerkrankungen und Operationen am Magenbypass können ebenfalls ursächlich sein.

„Gifte” und belastende Substanzen

  • Belastende Substanzen, wie Amalgam, Palladium und Quecksilber stören den Wachstumszyklus der Haare.
  • Auch Chemikalien aus Haarfärbeprodukten können zum Haarverlust führen.

Stress

  • Stress erhöht die Konzentration bestimmter Botenstoffe und kann Entzündungen an den Haarfollikeln hervorrufen.
  • Gerade wenn der Stress lange anhält, kann Haarausfall eine Konsequenz sein.

Behandlung: Die Ursachen für diffusen Haarausfall sind sehr vielfältig. Gerade deshalb ist eine patientenindividuelle Behandlung erfolgsentscheidend. Wir investieren daher zunächst Zeit in die Analyse und Ursachenforschung. Teilweise sind die Ursachen schnell gefunden (wenn bspw. ein deutlicher Nährstoffmangel vorliegt), andere Ursachen erfordern etwas mehr Detektivarbeit. Lesen Sie bitte etwas weiter unten nach, welche Methoden wir nutzen, um die Ursache des Haarausfalls festzustellen.

Diffuser Haarausfall

Ausgerissene Haare durch Extensions

Ausgerissenes Haar: Psyche & Frisuren

Psychische Erkrankungen, wie Trichotillomanie (oder auch besondere Zustände, wie Trauer, Depressionen, Traumen) können sich in einer komplexen Störung der Impulskontrolle ausprägen und zum Herausreißen der eigenen Haare führen.

  • Sobald das Verhalten eingestellt wird, wachsen die Haare nach.
  • Wenn das Verhalten allerdings lange anhält, können die Haarwurzeln Schaden nehmen und absterben.

Behandlung: Hier muss ein Psychologe hinzugezogen werden. Gemeinsam mit dem Fachexperten kann das Problem einfach behandelt werden.

Straffe Frisuren oder Haarextensions können zu Haarausfall führen. Die mechanische Belastung der Haare kann die Haarwurzel schädigen.

  • Sobald die Belastung der Haare eingestellt wird, wächst das Haar wieder normal nach, sofern die Haarwurzel noch intakt ist.
  • Auf straffe Pferdeschwänze und schwere Haarteile sollte daher verzichtet werden.

Kopfhauterkrankungen: Pilze, Unfälle und Fehlbildungen

Die Kopfhaut selbst kann natürlich auch betroffen sein. Durch Pilzinfektionen, Schuppenflechte, Verbrennungen, Unfälle oder angeborene Fehlbildungen (Lippen-Kiefer-Gaumenspalte) können haarlose Bereiche entstehen. Bei Krankheiten muss eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

Behandlung: Je nach Ausprägung kann das Haarwachstum wieder reaktiviert werden. Oft bleibt aber eine Haartransplantation die einzig verbleibende Möglichkeit, die haarlosen Bereiche wieder mit Haaren zu versehen.

Je nachdem, welche Art von Haarausfall vorliegt, bleiben kleine, kaum sichtbare Narben zurück. Hierbei spricht man von vernarbender Alopezie (insbesondere bei Verätzungen, Hautkrankheiten, Tumoren) bzw. nicht-vernarbende Alopezien.

Haarausfall an Augenbrauen, Wimpern & Bart

Haarausfall ist nicht auf das Kopfhaar begrenzt. Gerade beim kreisrunden Haarausfall, bei Mangelerscheinungen oder Krankheiten weitet sich der Haarausfall auf das gesamte Körperhaar aus.

Lesen Sie hierzu bitte unsere speziellen Beiträge mit Hintergründen:

Wie wird die Haarausfall Ursache festgestellt?

Zur Ergründung der patientenindividuellen Haarausfall Ursachen führen wir eine umfängliche und ganzheitliche Anamnese bei jedem unserer Patienten durch, die folgendes beinhaltet:

  • Die Erhebung bestehender relevanter Krankheiten inklusive Essverhalten (Veganer? Vegetarier?)
  • Die detaillierte Familienanamnese
  • Die Sozialanamnese
  • Die labordiagnostische Untersuchung und Trichogramm
  • Körperliche Untersuchung

Verstärkende Faktoren des Haarausfalls nicht unterschätzen

Androgenetische Haarausfall ist genetisch bedingt, also in gewissem Umfang vorbestimmt. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass diese Art des Haarausfalls durch bestimmte Faktoren, wie Stress, Nikotinabusus, nährstoffarme Ernährung und ähnlichem ausgelöst bzw. verstärkt werden kann.

Folglich sollten, neben der primären Haarausfall Ursache, auch ggf. verstärkende Faktoren in die Behandlung des Haarverlustes einbezogen werden, sodass ein akuter Schub von Haarausfall nicht zwangsläufig in einen chronischen Verlauf münden muss.

Laboranalyse von Blutwerten

Da bestimmte Laborwerte wichtige diagnostische Hinweise auf mögliche Ursachen des Haarausfalls geben, führen wir für unsere Patienten, sofern gewünscht, eine Laboruntersuchung durch. Ein eventueller Diagnoseverdacht kann mittels der Laborergebnisse schließlich gezielt gefestigt oder ggf. ausgeschlossen werden.

Um die gewünschten Laborparameter zu erhalten, werden kleine Mengen Blut des Patienten abgenommen und gezielt nach hormonellen, toxischen und weiteren pathologischen Laborbefunden untersucht. Die Ergebnisse der Blutuntersuchung liegen meist innerhalb weniger Tage vor und können in einer Patientenberatung als wertvolle Grundlage für eine zielführende Therapie dienen.

Bei auffälligen Befunden der Laboruntersuchung, wie z.B. bei Anämien, bei denen eine Verminderung des Hämoglobins und / oder des Hämatokrits und / oder der Erythrozytenzahl vorliegt, kann entsprechend therapiert und bei Mangelerscheinungen entsprechend substituiert werden.

Nährstoffe, Vitamine und Co.

Ferner darf der Vitamin-, Nährstoff-, Spurenelemente- und Mineralstoffhaushalt des Haarausfall-Betroffenen nicht unbeachtet bleiben, denn durch einen akuten Mangel lebenswichtiger Stoffe wird der menschliche Körper geschwächt und kann als Folge dessen nicht optimal funktionieren und regenerieren.

Daher kann Vitaminmangel auch Haarausfall auslösen.

Trichogramm: Optische Untersuchung

Zudem führen wir ein digitales Trichogramm durch. Diese lichtmikroskopische Untersuchung der Haarwurzeln gibt weitere wichtige differenzialdiagnostische Hinweise bezüglich Haarverteilungsmuster (Welche Haare befinden sich in welcher Phase des Haarzyklus?) und der Haarausfall Ursachen.

Die Suche nach den Ursachen des Haarausfalls setzt sich im Wesentlichen aus den aufgeführten, diagnostischen Schritten zusammen. Die entsprechenden Antworten und Untersuchungsergebnisse fügen sich schließlich zu einem kompletten und ganzheitlichen Bild zusammen. Dies ermöglicht uns, einen detaillierten, patientenindividuellen Maßnahmen- und Therapieplan des Haarausfalls zu erstellen.

Wachsen ausgefallen Haare nach?

Es kommt auf die Ursache des Haarausfalls an, um diese Frage zu beantworten. Grundsätzlich bedeutet Haarausfall nicht zwangsläufig, dass dort kein Haar mehr wachsen wird. Denn in der Kopfhaut ist die Haarwurzel verborgen, der sogenannte Haarfollikel.

  • Abgestorbene Haarfollikel sind unwiederbringlich verloren und bilden keine neuen Haare mehr aus. Wenn an dieser Stelle wieder ein Haar wachsen soll, muss ein gesunder Haarfollikel versetzt werden (Haartransplantation).
  • Inaktive Haarfollikel können wieder reaktiviert werden. Insbesondere bei Autoimmunerkrankungen oder Mangelerscheinungen ist die Chance hoch, dass die Haarwurzeln wieder Haare ausprägen werden.

Aus diesem Grund forschen wir aktiv an bio-regenerativen Therapien. So können wir ein Maximum an inaktiven Haarfollikeln wieder zum Ausprägen von Haaren verleiten. Hier konnten wir mit PRP- sowie Stammzellen-Therapien bereits einige Erfolge vorweisen.

Der Haarzyklus: So wächst ein Haar

Haarfollikel bilden Haare aus. Dieses Wachstum verläuft in unterschiedlichen Phasen, dem Haarzyklus:

  1. Anagenphase: In der Wachstumsphase wächst das Haar, diese Phase dauert mehrere Jahre an, ca. 2 - 6 Jahren.
  2. Katagenphase: In der Übergangsphase wird das Haar abgestoßen, diese Phase dauert etwa 2 Wochen.
  3. Telogenphase: In der Ruhephase wird die Ausprägung eines neuen Haares vorbereitet. Diese Phase dauert etwa 2 - 3 Monate.

Haarausfall behandeln: Die Ursachen bestimmen die Behandlung

Eine pauschale Antwort auf die Frage „Was hilft gegen Haarausfall?“, kann nicht gegeben werden. Denn zunächst muss die Ursache für den Haarausfall festgestellt und gezielt behandelt werden. Auf Basis der diagnostizierten Ursachen erarbeiten wir einen entsprechenden und zielgerichteten Therapieplan für jeden Patienten, der den Haarverlust bekämpft.

Welchen Arzt bei Haarausfall aufsuchen?

  • Als erster Ansprechpartner ist der Hausarzt eine gute Wahl. Er kann offensichtliche Probleme erkennen, die beispielsweise im Zusammenhang mit einer laufenden Medikation oder Behandlung stehen.
  • Jedoch wenden sich die meisten an einen Dermatologen. Ein Dermatologe ist ein Facharzt, der sich auf die Behandlung von Hautkrankheiten und Funktionsstörungen der Haut spezialisiert hat. Ein Teilgebiet davon sind Haare und deren Wachstum bzw. das Ausbleiben von Haarwachstum. Allerdings sind die wenigsten Dermatologen auf Haarausfall-Therapien und -Behandlungen spezialisiert.
  • Ein Schönheitschirurg ist ebenfalls nicht die beste Wahl. Viele bieten zwar auch Haarausfall-Behandlungen an, jedoch sind sie eher auf chirurgische Eingriffe anderer Art spezialisiert (bspw. Nasenverkleinerungen, Brust-OP etc.).
  • Die beste Aufklärung für Ihre Haarausfall-Leiden kann ein Spezialist für Haarausfall bieten. Es gibt zwar nur wenige Praxen, die sich ausschließlich auf Haarausfall und entsprechende Therapien und Behandlungen dagegen spezialisiert haben, allerdings ist hier der Kenntnis- und Erfahrungsstand am höchsten.

Bei uns im Zentrum für moderne Haartransplantation haben wir bereits tausenden Kunden bei ihren Haarausfall-Beschwerden helfen können uns zu 100% auf Haarausfall Prävention und Behandlungen fokussiert. Nehmen Sie gerne Kontakt auf und lassen Sie sich von unseren Experten beraten.

Therapieansätze gegen Haarausfall

Anbei finden Sie einen kurzen Überblick über häufige Therapieansätze:

  • Die PRP-Therapie ist ein effektives Mittel, um die Haarfollikel zu stärken und in der Ausbildung von Haaren zu unterstützen. Hierbei wird Blut des Patienten entnommen und aufbereitet. Das konzentrierte Blutplasma ist reich an Wachstumsfaktoren und Mikronährstoffen.
  • Unter der sogenannte Low-Laser-Therapie versteht man die Behandlung der Kopfhaut und der darin verborgenen Haarfollikel. Die Lasertherapie unterstützt das Wachstum, die Wundheilung und wirkt entzündungshemmend.
  • Mit der Stammzellen-Therapie kann eine stimulierende Wirkung auf das Wachstum der Haare beobachtet werden. Seit 2013 verzeichnen wir damit Erfolge bei unseren Patientinnen und Patienten.
  • Unter der Meso-Therapie wird die Behandlung der Kopfhaut mit speziellen Wirkstoffen verstanden. Dazu gehören ausgewählte Medikamente, Vitamine, Hyaluronsäure und Spurenelemente.

Diese Therapien können auch kombiniert werden, je nachdem welche Ursache hinter dem Haarausfall steckt.

Haartransplantation bei Haarausfall

Die Erhaltung des noch vorhandenen Haarbestandes unserer Patienten steht bei uns immer im Vordergrund. Das bedeutet, dass wir zunächst den Haarausfall stoppen und die noch nicht abgestorbenen Haarfollikel reaktivieren.

  • Wenn der Haarausfall gestoppt oder zumindest begrenzt wurde, kommt eine Haartransplantation überhaupt erst in Frage.
  • Nach einer erfolgreichen Therapie verbleiben teilweise kahle Stellen im Haarbild oder die Haarlinie ist nicht optimal.
  • Zudem muss ausreichend Spenderhaar zur Verfügung stehen. Daher ist es wichtig, den Haarausfall so schnell es geht zu bekämpfen.
  • Es gibt dabei unterschiedliche Methoden der Haartransplantation. Eine der modernsten Methoden ist die FUE-Methode bzw. deren Weiterentwicklung, die IFUE-Methode. Hierbei werden Haarfollikeln einzeln entnommen und versetzt.

Lesen Sie hier mehr über die Haartransplantation: Ursachen, Kosten, Hintergründe und vieles mehr.

Weitere Behandlungsansätze: Medikamente und Co.

Es gibt eine Vielzahl an Behandlungsansätzen gegen Haarausfall. Aber nicht alle sind wirksam und empfehlenswert. Wir empfehlen eine Einschätzung durch unsere Experten und eine zielgerichtete Analyse.

Der Vollständigkeit halber möchten wir Ihnen Behandlungsansätze und im Handel verfügbare Mittel vorstellen.

  • Medikamente: Finasterid und Minoxidil sind sehr bekannte Medikamente gegen Haarausfall. Sie können bei bestimmten Haarausfall Therapien durchaus eine gute Wirkung erzielen, beispielsweise bei erblich-bedingtem Haarausfall. Allerdings sind sie nicht immer frei von Nebenwirkungen und nicht für jeden Patienten geeignet.
  • Hausmittel, Shampoos und Haarpflege: Zink, Biotin oder Haarwasser mit z. B. Alfatradiol oder Coffein gibt es zahlreich im Handel. Sie können durchaus helfen, die Durchblutung der Kopfhaut anzuregen, diese zu pflegen und teilweise sogar gegen Haarausfall helfen. Allerdings ist es eben keine zielgerichtete Vorgehensweise gegen Haarausfall. Der Haarausfall hat Ursachen und diese sind vielfältig. Der Einsatz von Shampoos oder sonstiger Hausmittel ist eher ein Ratespiel als ein Vorgehen, das gezielt die zugrunde liegende Ursache anvisiert.
  • Überdecken: Frisuren, Hüte und Perücken helfen, das Problem zu kaschieren. Das kann für manche Betroffene eine Option sein und ggf. auch die letzte darstellen, falls zu wenig Spenderhaare vorhanden sind und regenerative Therapien zu spät begonnen wurden.

Natürlich gibt es je nach Ausgangslage viele weitere Therapien und Behandlungsarten, die von Ärzten durchgeführt bzw. verschrieben werden, dazu zählen: Topische Immuntherapien, PUVA, Dithranol, Kortisonbehandlung, Medikation (insbesondere mit Finasterid, Minoxidil) bzw. Antiandrogene.

Das Wichtigste ist, dass die Ursache die Therapie bestimmt und nicht einfach irgendwelche Mittel genutzt werden, die ggf. manchen helfen. Die Ursache wird dabei ggf. nicht effizient und dauerhaft behandelt, sondern eher zufällig oder eben gar nicht, zudem sind Nebenwirkungen nicht auszuschließen.

Folgen von Haarausfall

In unserer Gesellschaft ist gutes und gepflegtes Aussehen sehr bedeutsam. Medien und Werbung verstärken zudem den Druck, bestimmten Schönheitsidealen gerecht werden zu wollen oder müssen. Dabei ist gepflegtes und volles Haar nicht mehr nur ein Schönheitsideal bei Frauen, sondern selbstverständlich auch bei Männern.

Für Menschen mit Haarausfall bedeutet dies, dass sie den bestehenden Schönheitsidealen vielfach nicht gerecht werden können. Sie leiden oft unter ihrer Situation und versuchen, mittels diverser Tricks ihren Haarausfall zu verstecken.

Anfänglich kann die Problemzone ggf. noch durch eine entsprechende Frisur kaschiert werden. Auch Haarteile, Perücken, Mützen oder Baseball-Caps können, die von Haarverlust befallenen, Stellen bedecken und somit eine wertvolle Hilfe für den Betroffenen sein. Der Gebrauch dieser „Hilfsmittel“ kann jedoch äußerst aufwendig und lästig sein und das eigene Haar nicht ersetzen.

Haarausfall und jetzt? Das sollten Sie tun

Video: TV-Bericht zum Zentrum für moderne Haartransplantation, Praxis für Haarausfall-Behandlungen

Haarausfall ist keine Krankheit sondern ein Symptom, dessen Ursache zunächst ergründet werden muss. Es kann allerdings eine Krankheit dahinter stecken, das gilt es jedoch herauszufinden.

  • Es ist also wenig hilfreich, einfach irgendein Haarwuchsmittel oder Shampoo gegen Haarausfall zu verwenden, ohne die konkrete Ursachen des Haarausfalls zu kennen. Denn ein Mittel gegen Haarausfall, welches dem einen Betroffenen hilft, kann bei einem anderen Patienten wirkungslos bleiben.
  • Je schneller der Haarausfall gestoppt wird, desto mehr Haarfollikel können gerettet werden. Daher sollten Sie handeln.

Ein Haarspezialist kann dabei helfen, die Ursache für den Haarausfall festzustellen und eine geeignete Therapie einleiten.

Haarpflege: Dem Haarausfall vorbeugen

Sie können durch eine schonende und gute Haarpflege, eine gesunde Ernährung und der Vermeidung von Strapazen für die Haarwurzeln schon einiges für Ihr Haar tun. Angeborene Haarausfall-Leiden sind allerdings auch durch eine gute Pflege unvermeidbar, aber setzen weniger drastisch ein.

Mit den folgenden Tipps, können Sie allerdings das vorhandene Haar kräftigen und gesund erscheinen lassen:

  • Frisuren: Achten Sie auf schonende Frisuren, straffe Pferdezöpfe oder Extensions können die Haarwurzeln hoher Zugkraft aussetzen.
  • Schonende Shampoos: Genutzte Shampoos sollten möglichst mild und frei von chemischen Zusätzen sein. Auch kann eine Haarkur hin und wieder helfen, die Haarwurzeln und Kopfhaut mit Nährstoffen zu versorgen.
  • Nicht überpflegen: Viel hilft nicht immer viel. Daher sollten Sie Ihre Haare nicht zu oft waschen, da sonst die Kopfhaut austrocknet. Grober Richtwert sind zwei bis drei Haarwäschen pro Woche.
  • Keine Hitze und Co.: Glätten oder das Föhnen der Haare im sehr nassem Zustand setzen diese hohen Strapazen aus. Die Hitze kann die Haare stumpf und spröde werden lassen.
  • Färben und Chemie: Entsprechende Tön- und Färbemittel haben einen Effekt auf die Kopfhaut sowie auf die Haare selbst. Diese Strapazen sorgen zwar meist nicht direkt für Haarausfall, beanspruchen das Haar aber.
  • Ernährung: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hilft, die Kopfhaut und die Haarwurzeln mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Wichtig sind unter anderem  Proteine, Vitamine, Spurenelemente, Eisen sowie Omega-3-Fettsäuren.
  • Kopfhaut-Massagen: Die Durchblutung der Kopfhaut ist sehr wichtig, um die Haarwurzeln mit Nährstoffen zu versorgen. Eine Kopfhautmassage kann hierbei nicht schaden. Geben Sie hierbei gerne auch ein hochwertiges Öl bei, z. B. Jojobaöl, Kokosöl oder Olivenöl.
  • Ungesundes Verhalten & Gifte: Vermeiden Sie schädliche Einflüsse auf das Haar. Hierzu zählen zum Beispiel Tabakkonsum, Alkohol und andere schädliche Ernährungs- und Verhaltensweisen.

Weitere Tipps erhalten Sie in unserem Beitrag “Wie schnell wachsen Haare” sowie im Beitrag “Haarwachstum fördern”.

Ihr Kontakt zum Haarspezialisten

Eine erste Anlaufstelle können Internetforen oder unsere Informationen auf ifue-haartransplantation.de sein. Jedoch ersetzt das nicht das geschulte Auge eines Arztes. Wenn Sie einen Experten suchen, der zu 100 % auf Haarausfall Behandlungen spezialisiert ist, sind Sie bei uns an der richtigen Adresse.

  • Experte Reza P. Azar ist unser Praxisleiter und bereits seit vielen Jahren im Bereich der Haarbehandlung tätig. Er steht auch TV (u.a. ProSieben Galileo, RTL, Deutsche Welle) und Presse (Bild-Zeitung, FAZ, Bento, Krone.at, Kölner Stadtanzeiger, Aachener Zeitung) mit Experteneinschätzungen regelmäßig zur Seite.
  • Mehr als 6.000 Patienten, Erfolgsquoten von 90% bei Haarausfall-Behandlungen sprechen für sich.
  • Unsere Patienten stehen bei uns immer im Mittelpunkt und unser Anspruch ist nur das Beste. Ein Alleinstellungsmerkmal ist bei uns zudem, dass nur Ärzte bei der Behandlung involviert sind.
  • Natürlich sind Basiselemente, wie absolute Hygiene, Verschwiegenheit sowie modernste Methoden für uns eine Selbstverständlichkeit.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf und vereinbaren Sie ein Gespräch mit unseren Experten für Haarausfall.

Wie können wir Ihnen helfen?

Sie interessieren sich für eine professionelle Diagnostik und Behandlung Ihres Haarausfalls? Oder Sie möchten ihre Wimpern, Augenbrauen oder Ihren Bart durch eine Haartransplantation wiederherstellen oder optisch verschönern lassen? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

Reza Azar, Ärztlicher Leiter

Zentrum für moderne Haartransplantation
Kurfürstendamm 218
10719 Berlin

Telefon: +49-30 206 474 18

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