- Die Alopecia areata, auch kreisrunder Haarausfall genannt, ist eine Form des Haarausfalls, bei der runde, kahle Stellen auf dem Kopf entstehen.
- Durch das typische Erscheinungsbild lässt sich der kreisrunde Haarausfall von anderen Formen des Haarausfalls wie erblich bedingem Haarverlust oder diffusem Haarausfall abgrenzen.
- Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen, die Krankheit beginnt oft vor dem 40. Lebensjahr.
- Die Krankheit kann in verschiedenen Formen auftreten. Bei aggressiven Varianten kann die gesamte Kopf- bzw. Körperbehaarung ausfallen (Alopecia areata totalis bzw. universalis).
- Die Ursache der Erkrankung ist eine Autoimmunreaktion, die über Entzündungsreaktionen im Körper und der Haarfollikel zum Haarausfall führt.
- Eine frühzeitige Behandlung kann den Krankheitsverlauf stoppen oder sogar umkehren.
Aggressive Formen der Alopecia areata: totalis & universalis
Alopecia areata totalis und universalis sind aggressive Formen des kreisrunden Haarausfalls. Bei Totalis geht das gesamte Kopfhaar verloren, bei Universalis fallen zusätzlich alle Körperhaare aus. Diese seltenen Formen der Autoimmunerkrankung verlaufen oft schwerwiegend und sind therapeutisch anspruchsvoll. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um den Krankheitsverlauf zu stoppen. Seit mehr als einem Jahrzehnt beschäftigen wir uns mit der Behandlung von Haarausfall. Gerade in den letzten Jahren hat es erhebliche Fortschritte und Innovationen gegeben, die es uns ermöglichen, auch Patienten mit schweren Formen des Haarausfalls wie Alopecia areata universalis und totalis zu helfen. Im Folgenden finden Sie einige Hintergrundinformationen.
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Ursachen und Auslöser
Die Ursachen einer Alopecia areata sind noch nicht zu 100 Prozent bekannt. Experten gehen am ehesten davon aus, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Das bedeutet, das Immunsystem des Körpers richtet sich nicht nur gegen Viren, Bakterien und andere krankmachende Erreger, sondern auch gegen körpereigene Zellen.
In diesem Falle sind die Zellen der Haarfollikel betroffen, die von den T-Zellen des Immunsystems angegriffen werden. Dadurch kommt es zu einer starken Entzündung der Haarfollikel (sowie des umliegenden Gewebes), die in einem Haarverlust resultiert. Da vor allem die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) betroffen sind, lässt sich beobachten, dass ein kreisrunder Haarausfall bei weißem Haar viel seltener ist bzw. die nachwachsenden Haare oft zunächst weiß sind. Die Entzündung ist nicht durch eine Infektion, sondern durch die Autoimmunreaktion bedingt, weshalb die Erkrankung nicht ansteckend ist.
Haarwurzelzellen gehören eigentlich zu den wenigen Organen, die ein sogenanntes Immunprivileg haben. Das bedeutet, sie werden nicht vom körpereigenen Immunsystem angegriffen. Das ist ähnlich wie in der Plazenta, die körperfremde Zellen, nämlich die des heranwachsenden Fötus, enthält und trotzdem vom Immunsystem toleriert wird. Bei der Alopecia areata wird dieses Immunprivileg aus ungeklärter Ursache gestört und es lagern sich Entzündungszellen um die Haarfollikel herum an. Diese produzieren Entzündungsstoffe, die Zytokine, die die Entzündungsreaktion weiter verstärken.
Da die Erkrankung oft familiär gehäuft auftritt, liegt eine genetische Mitursache nahe. Wie genau die Krankheit vererbbar ist, ist aber unklar.
Typisch ist auch, dass Autoimmunerkrankungen oft gehäuft auftreten. So haben von kreisrundem Haarausfall betroffene Personen häufig auch Neurodermitis, Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) oder autoimmune Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow.
Die Krankheit verläuft meist in Schüben und kann durch Auslöser wie Stress, körperliche oder psychische Traumata, Infektionen, Medikamente oder hormonelle Veränderungen (zum Beispiel in der Schwangerschaft) getriggert werden.
Typische Symptome und Erscheinungsbild
Die Alopecia Areata ist eine Form des nicht-vernarbenden Haarausfalls. Sie zeichnet sich typischerweise aus durch einzelne, komplett kahle Stellen auf der Kopfhaut, die rund oder oval geformt sind. Die Kopfhaut juckt nicht und ist nicht gerötet oder schuppig belegt. Viele Patienten haben nur eine oder zwei solcher Stellen auf dem Kopf. Bei anderen treten mehrere Herde auf, die im Verlauf größer werden und konfluieren können. An den Rändern der kahlen Stellen sind die Haare oft ganz kurz abgebrochen.
Die Krankheit kann neben der Kopfhaut auch weitere Körperstellen befallen, zum Beispiel Wimpern, Augenbrauen, Barthaare oder sonstige Körperbehaarung.
Kreisrunder Haarausfall kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Es kann sich um eine oder mehrere haarlose Stellen auf dem Kopf, im Bart oder an anderen Körperstellen handeln. In extremen Fällen kann es passieren, dass die gesamte Kopfbehaarung ausfällt (Alopecia totalis) oder sogar die gesamte Körperbehaarung (Alopecia universalis).
Die Erkrankung trifft Männer und Frauen gleichermaßen, die meisten Patienten sind zu Beginn unter 40 Jahre alt. Es können auch Kinder betroffen sein. Etwa 20 Prozent der Patienten haben einen schweren Verlauf, davon entfallen etwa sieben Prozent auf die Alopecia areata totalis und drei Prozent auf die Alopecia areata universalis.
In den Bildern zu sehen: Unterschiedlicher Schweregrad der Alopecia areata.
Aggressive Formen der Alopecia Areata: Totalis und Universalis
Bei etwa zehn Prozent der Patienten mit kreisrundem Haarausfall kommt eine Alopecia areata totalis oder eine Alopecia areata universalis vor. Man weiß bisher nicht genau, warum der Haarverlust bei manchen Menschen so schwer ausfällt. Möglicherweise wirken genetische Faktoren sowie ungünstige Umweltfaktoren zusammen.
Zu Beginn der Erkrankung kann noch nicht abgesehen werden, ob sich eine schwere Form der Alopezie entwickeln wird. Dies zeigt sich erst im Laufe der Zeit.
- Wer lange Zeit nur eine einzelne kahle Stelle auf dem Kopf hat, bei dem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dies so bleibt.
- Wer mehrere Stellen hat, große konfluierende Stellen oder wenn die Erkrankung nach etwa drei Jahren weiterhin fortschreitet, ist das Auftreten einer Alopecia areata totalis wahrscheinlicher.
- Auch das Auftreten von Nagelveränderungen wie Grübchen und Längsrillen, weiße Flecken oder sehr raue Nägel macht eine Alopecia areata totalis wahrscheinlicher und geht mit einer schlechteren Prognose einher.
Es gibt eine Sonderform der Alopecia areata, die man Ophiasis nennt. Dabei fallen die seitlichen Haare an der Stirn, den Schläfen und im Nacken aus, während die Haare im Scheitelbereich erhalten bleiben. Auch diese Form geht mit einer schlechten Prognose einher und kann in einer Alopecia areata totalis münden.
Die Spontanheilungsraten der Krankheit sind hoch, bei bis zur Hälfte der Betroffenen verschwindet der Haarausfall nach spätestens einem Jahr wieder. Allerdings sind auch die Rezidivquoten hoch. Sowohl nach Spontanheilung als auch nach einer Therapie kann der Haarausfall immer wieder kommen, auch nach mehreren Jahren ohne Schub. Die Rate an Spontanheilungen sinkt, je ausgeprägter die Krankheitssymptome sind.
Teilweise wird diskutiert, ob eine Therapie frühzeitig begonnen werden soll oder zunächst abgewartet werden kann, ob eine spontane Heilung eintritt. Hintergrund dieser Überlegung ist, dass die Erfolgsquoten einiger Therapieverfahren nicht wesentlich höher sind als die Rate der Spontanheilungen. Gleichzeitig zeigt sich jedoch immer wieder, dass eine frühe Therapie helfen kann, das Fortschreiten der Erkrankung und die Entwicklung einer aggressiven Variante zu verringern.
Diagnose
Die Diagnose des kreisrunden Haarausfalls geschieht primär über das typische klinische Bild. Trotzdem wird der gesamte Körper untersucht, um auch Körperbehaarung und Nägel beurteilen zu können. Zudem wird geprüft, ob es Hinweise auf weitere Autoimmunkrankheiten gibt, da häufig mehrere davon gleichzeitig vorkommen. Durch das typische Erscheinungsbild kann die Erkrankung von anderen Formen des Haarausfalls abgegrenzt werden. Dazu gehört zum Beispiel der erblich bedingte Haarausfall, der mit Geheimratsecken beginnt und in einem Haarkranz am Hinterkopf mündet. Eine weitere Variante ist der diffuse Haarausfall, bei dem das Haar über den ganzen Kopf verteilt ausfällt.
Eine Blutuntersuchung kann klären, ob ein Mangel an Vitaminen, Eisen oder anderen Spurenelementen vorliegt und dadurch ein Haarverlust weiter begünstigt wird. Eine suboptimale Umgebung (Nährstoffmangel, Unterversorgung) der Haarwurzeln fördert zudem Entzündungsreaktionen.
Mit einem Dermatoskop kann die Kopfhaut genau angeschaut werden. Das nennt man Trichoskopie. Bei einem kreisrunden Haarausfall sieht man dabei die kahle Kopfhaut mit Poren. Die Poren sind ein Zeichen dafür, dass die Haare prinzipiell nachwachsen können, im Gegensatz zu einer vernarbenden Alopezie, die mit irreversiblem Haarverlust einhergeht.
Bei einem Trichogramm kann man Haare unter dem Mikroskop beurteilen. Beim Trichoscan rasiert man ein kleines Stück Kopfhaut und kann das Wachstumsverhalten der nachwachsenden Haare beurteilen. Möglich ist auch die Entnahme einer Kopfhautbiopsie, um Entzündungen oder Infektionen zu diagnostizieren.
Um den Schweregrad einer Alopecia areata anzugeben und das Anschlagen einer Therapie kontrollieren zu können, wird der SALT-Score verwendet (SALT= Severity of Alopecia Tool). Dazu wird die Kopfhaut in vier Quandranten eingeteilt und in jedem Quadranten der prozentuale Haarverlust bestimmt. Daraus kann ein Gesamtwert errechnet werden. Ein SALT-Score von 0 bedeutet keinen Haarverlust, ein Score von 100 steht für den vollständigen Verlust der Kopfbehaarung.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Hauptursache einer aggressiven Alopecia areata sind Entzündungsreaktionen im Körper. Das Ziel ist deshalb, diese Entzündungen bestmöglich zu bekämpfen.
Blutwäsche
Es gibt eine spezielle Form der Blutwäsche, die man Apherese nennt. Damit kann man verschiedene Stoffe aus dem Körper filtern, zum Beispiel bestimmte Blutzellen, Blutfette oder krankheitsverursachende Substanzen. Bei einer Behandlung werden zwei Kanülen in eine Armvene gelegt, durch die das Blut in eine Maschine und wieder zurück in den Körper fließen kann. Damit das Blut in der Maschine nicht verklumpt, werden Substanzen zugesetzt, die die Blutgerinnung hemmen.
Innerhalb der Maschine befinden sich verschiedene Filter, Membranen und Zentrifugen, durch die die gewünschten Substanzen aus dem Blut entfernt werden können. Dadurch ist zum Beispiel eine Entfernung von entzündungsfördernden Substanzen aus dem Blut möglich. Das gereinigte Blut wird wieder in den Körper zurückgeführt. Eine Sitzung der Apheresebehandlung dauert etwa zwei bis vier Stunden, in denen das Blut mehrmals durch die Maschine fließt.
Regenerative Therapien
Regenerative Therapien haben den Vorteil, dass sie die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen und keine invasiven Eingriffe erfordern. In unserer Praxis setzen wir eine Kombination verschiedener Therapieformen ein, um die Wirkung zu maximieren.
- Die PRP-Therapie ist eine Eigenblutbehandlung. PRP steht für Platelet Rich Plasma oder plättchenreiches Plasma. Das Verfahren funktioniert, indem dem Patienten Blut entnommen und auf spezielle Art aufbereitet wird. So entsteht das plättchenreiche Plasma. Es ist reich an Zytokinen und Wachstumsfaktoren und wird direkt in die Kopfhaut gespritzt.
- Bei der Low-Level-Lasertherapie wird mit schwachem Laserlicht die Zellaktivität in den Haarfollikeln angeregt. Dadurch wird der Stoffwechsel angeregt, die Durchblutung verbessert und das Haarwachstum gefördert.
- Bei der Mesotherapie werden Nährstoffe, Vitamine und Wachstumsfaktoren mit feinen Nadeln direkt in die Kopfhaut injiziert. Diese Mikronährstoffe sollen die Haarwurzeln stärken und das Haarwachstum anregen.
Stammzellentherapie
Die Stammzellentherapie ist ein Verfahren, das Regeneration und Zellerneuerung fördert und so die Haarwurzeln revitalisieren und stärken kann. Die Stammzellen werden aus Unterhautfettgewebe oder - seltener - aus Haarwurzelzellen der Kopf- oder Körperbehaarung gewonnen.
Durch spezielle Aufbereitung des Fettgewebes können Stammzellen isoliert werden. Diese werden in die Kopfhaut gespritzt. Dort können die heilenden Wachstumsfaktoren freigesetzt werden. Die Stammzellentherapie wird häufig als Booster zusammen mit anderen Verfahren eingesetzt.
Medikamentöse Therapien
Die medikamentösen Therapien, die bei einer Alopecia areata eingesetzt werden, zielen primär auf eine Unterdrückung der Entzündung ab. Sie können die Ursache der Erkrankung nicht beheben und somit die Krankheit auch nicht heilen. Vor allem bei schweren Formen des kreisrunden Haarausfalls ist die Therapie häufig schwierig und die Symptome kehren immer wieder zurück.
Kortikosteroide
Kortikosteroide (Cortison-Präparate) sind stark entzündungshemmend wirkende Medikamente. Je nach Ausprägung der Krankheit, bestehenden Zusatztherapien und Alter des Patienten werden die Präparate in unterschiedlicher Form eingesetzt.
Möglich ist eine topische Anwendung auf der Haut in Form von Salben, die auf die kahlen Stellen aufgetragen werden. Außerdem kann das Mittel in die Haut gespritzt werden, typischerweise in den Randbereichen der kahlen Stellen. Die Unterspritzung kann alle vier bis acht Wochen wiederholt werden. Bei schwereren Verläufen ist eine orale Einnahme von Cortison-Tabletten möglich. Sie erfolgt über mehrere Wochen hinweg nach einem bestimmten Schema.
Topische Reiz-Therapie mit Dithranol
Vor allem bei Kindern wird gerne eine topische Reiz-Therapie mit Dithranol angewendet, da das Risikoprofil günstiger ist als bei einer Cortisonanwendung. Dazu wird Dithranol-Salbe täglich auf die betroffenen Stellen der Kopfhaut aufgetragen. Der Wirkmechanismus ist nicht ganz klar, es wird jedoch vermutet, dass die entstehende starke Hautreizung die Entzündungszellen von den Haarwurzelzellen "ablenkt", sodass der autoimmun bedingte Haarausfall reduziert wird.
Topische Sensibilisierungstherapie
Eine off-label-Therapie, die jedoch vor allem bei schweren Verläufen oft eine Remission erzielen kann, ist die topische Sensibilisierung mit Diphenylcyclopropenon (DCP). Dabei handelt es sich um ein Kontaktallergen, das nach dem Auftragen auf die Haut zu einer kontrollierten allergischen Lokalreaktion führt. Dadurch schwächt sich die Autoimmunreaktion gegen die Haarfollikel ab und das Haarwachstum kann beginnen.
Die Ansprechrate ist sehr unterschiedlich und nach Beenden sind Rezidive häufig. Dennoch konnte die Therapie besonders bei schweren, großflächigen und therapieresistenten Verläufen schon häufig gute Ergebnisse erzielen.
JAK-Inhibitoren
JAK-Inhibitoren (JAK= Januskinase) wirken antientzündlich und hemmen das Immunsystem (Immunsuppressiva). Sie werden für entzündliche Autoimmunkrankheiten wie rheumatoide Arthritis oder die Darmkrankheit Colitis ulcerosa eingesetzt. Seit 2022 ist der JAK-Inhibitor Baricitinib in Europa zur Behandlung einer schweren Alopecia areata zugelassen.
Bei schweren Verläufen wie der Alopecia areata totalis und universalis können sehr gute Haarwuchsraten erzielt werden. Da schwere Nebenwirkungen auftreten können, sollte eine ausführliche Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Von anderen JAK-Inhibitoren wie Tofacitinib sind ebenfalls positive Ergebnisse bei der Behandlung einer schweren Alopecia areata berichtet worden, das Medikament ist in Deutschland für diese Erkrankung jedoch bisher nicht zugelassen.
PUVA-Behandlung
PUVA steht für Psoralen plus UV-A. Der Stoff Psoralen wird auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und macht die Haut empfindlich gegen UV-Strahlung. Dann werden UV-A-Strahlen auf das Areal gerichtet. Die Therapie soll helfen, die Schädigung der Haarfollikel durch das Immunsystem zu mindern.
Unterstützende Interventionen
Es gibt weitere medikamentöse Optionen, um das Haarwachstum zu unterstützen. So kann die Einnahme von Vitamin D3 und Zink das Haarwachstum fördern, eine offizielle Empfehlung dazu gibt es bei unklarer Studienlage bisher nicht. Wenn durch die antientzündliche Therapie die Entzündung unterdrückt wurde, kann zudem Minoxidil helfen, das Haarwachstum weiter zu fördern. Dieses Mittel wird sonst zur Behandlung eines erblich bedingten Haarausfalls eingesetzt.
Verbleibende Lücken schließen
Wenn der kreisrunde Haarausfall gestoppt wurde, aber immer noch kahle Stellen vorhanden sind, kann eine Haartransplantation in Betracht gezogen werden. Die Frage ist nur: Gibt es genügend Spenderhaare? Dies hängt vor allem davon ab, wann mit der Behandlung begonnen wurde und ob die Haarwurzeln noch intakt sind (auch wenn sie derzeit keine Haare produzieren).
Auch wenn die Erkrankung durch eine Behandlung so eingedämmt werden konnte, dass wieder Haare auf dem Kopf wachsen und nur noch kleinere Lücken verblieben sind, ist eine Haartransplantation eine Einzelfallentscheidung.
Grundsätzlich ist eine Haartransplantation überhaupt erst dann eine Option, wenn die Erkrankung seit längerer Zeit nicht mehr aktiv ist. Trotzdem besteht die Gefahr, dass auch die transplantierten Haarfollikel wieder vom Immunsystem angegriffen werden und die Haare erneut ausfallen. Daher sollte im Vorfeld eine ausführliche Beratung bei einem Haarexperten erfolgen, ob eine Haartransplantation versucht werden kann oder besser auf andere Methoden zurückgegriffen werden sollte.
Ein Beratungsgespräch können Sie gerne bei uns im Zentrum für moderne Haartransplantation in Berlin buchen. Die Terminvereinbarung kann telefonisch, per E-Mail oder über unser Onlineformular erfolgen.
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