Haarverdichtung: Methoden für volleres Haar

Lichtes Haar und sichtbare Kopfhaut können das Selbstbewusstsein stark beeinträchtigen. Eine Haarverdichtung schafft Abhilfe, wenn das Haar insgesamt ausgedünnt ist, aber noch kein kompletter Haarverlust vorliegt. Verschiedene Methoden stehen zur Verfügung: von regenerativen Therapien, die vorhandene Haarfollikel stärken, über medikamentöse Behandlungen bis zur chirurgischen Haartransplantation, die kahle Bereiche gezielt auffüllt. Erfahren Sie hier, welche Möglichkeiten der Haarverdichtung existieren und welche Methode sich für Ihre individuelle Situation am besten eignet.

Ärztlicher Leiter Reza Azar

Ärztlicher Leiter Reza Azar

Pionier der minimal-invasiven Haartransplantation und der innovativen regenerativen Haarausfall-Therapien in Deutschland.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Haarverdichtung sieht meist sehr gut und natürlich aus und kann kahle und lichte Stellen im Haar gut kaschieren.
  • Nachteil der Haarverdichtung: Das Problem ist nicht mehr sichtbar, aber die Ursache des Problems wurde nicht behandelt.
  • Bei fortbestehendem Haarausfall sollte zunächst die Ursache behandelt werden, bevor man sich auf das ästhetische Problem fokussiert.
  • Die Kosten einer Haarverdichtung entstehen wiederholt, da regelmäßig aufgefrischt werden muss und neue Haare erworben werden müssen.
  • Es sollten weitere langfristige Lösungen wie bioregenerative Therapien oder eine Haartransplantation in Erwägung gezogen werden.

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Wie funktioniert eine Haarverdichtung?

Eine Haarverdichtung hat das Ziel, das eigene Haar so aufzufüllen, dass es wieder dicht und voluminös aussieht. Dazu werden Strähnen aus Kunst- oder Echthaar in die eigenen Haare eingebracht. Es gibt Systeme, die sich für eine vorübergehende Anwendung eignen, zum Beispiel, wenn man abends zum Ausgehen eine bestimmte Frisur haben möchte, und Systeme, die vom Profi eingearbeitet werden und längerfristig halten. Im Unterschied zur Haarverlängerung sind die bei der Haarverdichtung genutzten Strähnen genauso lang wie das eigene Haar.

Es gibt verschiedene Arten, wie die Haarverdichtung eingebracht werden kann. Für vorübergehende Verdichtungen gibt es Extensions, die sich einfach selbstständig einsetzen und wieder entfernen lassen. Es gibt Lösungen mit einzelnen Strähnen oder mit sogenannten Haartressen, bei denen mehrere Haarsträhnen wie eine Art Vorhang zusammengenäht sind. Die Extensions können mit Spangen, Klammern oder Klebestreifen (Tapes) im eigenen Haar befestigt werden und lassen sich hinterher einfach wieder entfernen.

Eine dauerhafte Haarverdichtung wird durch einen Haarexperten oder speziell ausgebildete Friseure angeboten.

  • Es sind verschiedene Methoden möglich, um die Extensions mit dem Eigenhaar zu verbinden. Es gibt beispielsweise Microrings, wo je eine Strähne des Eigenhaars und des Haarersatzes durch einen kleinen Ring gezogen wird, der anschließend mit einer speziellen Zange geschlossen wird.
  • Außerdem gibt es die Weaving-Methode, bei der das eigene Haar an der entsprechenden Stelle eng an der Kopfhaut zu einem kleinen dünnen Zopf geflochten wird, in den die Haartressen eingewebt werden können. Auch können mithilfe von Ultraschall oder Hitze Strähnen des Eigenhaars und des Spenderhaars miteinander verklebt werden.
  • Beim Bonding zum Beispiel werden die Extensions ins eigene Haar eingeschweißt.
  • Für größere kahle Stellen gibt es die Möglichkeit, ein kleines Netz mit Spenderhaaren am Kopf zu befestigen, durch das die eigenen Haare hindurchgezogen und so integriert werden können. Diese Methode ist unter dem Namen Microlines bekannt und kann mehrere Monate getragen werden.

Heute wird in der Regel Echthaar zur Haarverdichtung eingesetzt. Es ist in vielen verschiedenen Farben und Haarstrukturen erhältlich, sodass jeder das zu seinem Haar passende Produkt findet. Das Ergebnis ist oft sehr natürlich und sieht gut aus. Für den Betroffenen ist das Gefühl des Haarverlusts erst einmal behoben und er kann sich mit seiner Frisur wieder wohlfühlen - zumindest vorübergehend.

Wer entscheidet sich häufig für eine Haarverdichtung?

Eine Haarverdichtung kommt vor allem für Menschen infrage, die unter sehr dünnem Haar leiden, an bestimmten Stellen kahle oder lichte Stellen haben oder bei denen das Volumen des Haars nicht bis in die Spitzen reicht. Die Betroffenen haben zu wenig Haare, um sich mit ihrer Frisur wohl zu fühlen, aber zu viele, um eine Perücke tragen zu können. Die Haarverdichtung ist eine Möglichkeit, um schnell voluminöses Haar zu bekommen, ohne einen operativen Eingriff wie eine Haartransplantation vornehmen zu müssen. Das Styling und das gewünschte Volumen können selbst mitbestimmt werden. Die heute verwendeten Extensions sind auch widerstandsfähig genug, um verschiedene Stylings auszuhalten, damit Schwimmen zu gehen oder Sport zu treiben.

Für eine Haarverdichtung ist es notwendig, dass das vorhandene Eigenhaar eine bestimmte Länge hat, damit die Haarintegration gut gelingt. In der Regel müssen die eigenen Haare mindestens etwa sechs bis acht Zentimeter lang sein. Wer kürzere Haare hat, kann zum Beispiel auf ein Haarverdichtungsspray oder Streuhaar zurückgreifen, bei dem Farbpartikel in der eigenen Haarfarbe auf die Kopfhaut aufgebracht werden und dadurch kahle und lichte Stellen kaschieren können. Außerdem dürfen sich auf der Kopfhaut keine frischen, offenen Wunden befinden.

FAQ zur Haarverdichtung

Was kostet eine Haarverdichtung?

Die Kosten für eine Haarverdichtung hängen vom Aufwand und von der Menge der benötigten Haarsträhnen ab und sind daher sehr individuell.

  • Einfache Clips zum selbst anbringen sind ab etwa 30 Euro erhältlich.
  • Wer eine langfristige Haarverlängerung vom Profi möchte, sollte für die Erstbehandlung mindestens 100 Euro planen, eher jedoch 200 bis 500 Euro.
  • Für sehr aufwendige Haarverdichtungen und wenn viele Strähnen benötigt werden, können auch über 1.000 Euro fällig werden.

Wie lange hält eine Haarverdichtung?

Wie lange die Haltbarkeit der Haarverdichtung ist, hängt von der verwendeten Methode ab, aber auch davon, wie schnell das eigene Haar nachwächst. Bei den meisten Methoden sind die Extensions nach etwa zwei bis drei Monaten so weit herausgewachsen, dass sie entfernt und wieder nach oben gesetzt werden müssen.

Einzelne Verfahren, zum Beispiel das mit Echthaar bespannte Netz (Microlines), das ins Eigenhaar eingewoben wird, können etwa ein halbes Jahr halten.

Kann jeder eine Haarverdichtung durchführen lassen?

Prinzipiell kommt eine Haarverlängerung für Männer und Frauen infrage. Voraussetzung ist eine bestimmte Mindestlänge der Haare (meist etwa sechs bis acht Zentimeter), um die Extensions gut und unsichtbar zu verankern.

Bei extrem dünnem Haar kommen nicht alle Haarverdichtungsmethoden infrage, weil die Verbindungsstellen sonst zu sehen sind. Außerdem ist eine Haarverdichtung bei fortbestehendem Haarausfall nicht sinnvoll, weil sie lediglich das Problem kaschiert, aber die Ursache nicht behebt.

Wird bei einer Haarverdichtung Echthaar eingesetzt?

Es ist prinzipiell möglich, künstliche oder echte Haare bei einer Haarverdichtung einzusetzen. In der Regel verwenden alle seriösen Anbieter heute Echthaar, weil es deutlich natürlicher aussieht und so ins eigene Haar integriert werden kann, dass man keinen Unterschied zum Eigenhaar sieht oder fühlt.

Welche Frisuren sind möglich?

Eine Haarverdichtung kann eingesetzt werden, um die eigene Frisur voluminöser zu gestalten oder ausgedünnte Spitzen zu kaschieren. Das verwendete Echthaar ist in vielen verschiedenen Qualitäten erhältlich, sodass sowohl glattes als auch lockiges oder krauses Haar aufgefüllt werden können.

Nur sehr kurze Frisuren sind nicht möglich, weil man die Extensions nicht adäquat befestigen kann bzw. die Ansatzstellen sehen würde.

Ist die Haarverdichtung schädlich für die noch existierenden Haare?

Normalerweise sind die Extensions einer Haarverdichtung nicht schädlich für das Eigenhaar. Sie können jederzeit wieder entfernt werden und die Frisur in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzen.

Dafür gelten allerdings drei Grundvoraussetzungen:

  1. Erstens sollte die Behandlung von einem Profi auf hohem qualitativem Niveau durchgeführt werden. Dazu gehört auch die regelmäßige Auffrischung, weil zu lange getragene Haarteile zu Haarbruch führen können.
  2. Zweitens sollte man unbedingt die Pflegehinweise beachten, da sonst die Extensions und die eigenen Haare beschädigt werden können. Die Pflege von verdichtetem Haar kann mehr Zeit in Anspruch nehmen als bei einer rein natürlichen Frisur.
  3. Zudem ist aber darauf zu achten, dass die Zugbelastung, die auf die bestehenden Haare wirkt, adäquat ist und nicht zu einer Traktionsalopezie führt.

Wie wird das Haar danach gepflegt?

Wichtig ist es, die Extensions nicht zu sehr zu belasten. Deshalb sollte man eine Haarwäsche kopfüber (zum Beispiel über dem Waschbecken) vermeiden und die Haare nicht trocken rubbeln. Außerdem sollten die Haare nur etwa ein- bis zweimal pro Woche gewaschen werden und auch Haarspülung benutzt werden.

Für Frische zwischendurch kann ein Trockenshampoo benutzt werden. Wichtig ist, dass die verwendeten Pflegeprodukte frei von Alkoholen, Silikonen und Parabenen sind. Einmal wöchentlich ist eine Haarkur zu empfehlen. Sehr heiße Föhnluft sollte man vermeiden.

Sind alle Haarlängen möglich?

Das verwendete Spenderhaar ist in vielen verschiedenen Längen erhältlich, sodass es gut an die individuelle Frisur angepasst werden kann.

Voraussetzung ist aber eine Mindesthaarlänge von etwa sechs bis acht Zentimetern. Bei kürzeren Haaren kommt zum Beispiel ein Haarsystem infrage. Dabei wird ein Haarersatz aus Echthaar auf die Kopfhaut geklebt, der nach persönlichen Vorlieben geschnitten und frisiert werden kann. Das System muss ungefähr alle vier Wochen gewechselt werden.

Welche Haarfarbe ist möglich?

Das eingesetzte Echthaar ist in zahlreichen Farben von weiß bis schwarz erhältlich. Durch das Mischen von verschiedenen Farben können weitere Nuancen kreiert werden, sodass in der Regel jede erdenkliche Haarfarbe ermöglicht werden kann. Es ist sowohl möglich, das Spenderhaar genau an die eigene Haarfarbe anzupassen, als auch, die eingesetzten Strähnen als Highlights zu verwenden. Auch eine Balayage-Technik ist möglich.

Haarverdichtung: Langfristige Kosten

Die Kosten der Erstbehandlung einer Haarverdichtung hängen vom Aufwand und von der Anzahl der benötigten Haare ab. In der Regel kann man grob mit Kosten zwischen 100 und 1.000 Euro rechnen. Durchschnittlich werden 200 bis 500 Euro fällig.

Hinzu kommt, dass die Haarverdichtung regelmäßig aufgefrischt werden muss, also die Extensions wieder neu platziert werden müssen. Viele Extensions lassen sich mehrfach verwenden und neu platzieren, sodass nicht jedes mal neue Haare bezahlt werden müssen. Normalerweise müssen die Haare jedoch nach etwa einem halben Jahr ausgetauscht werden. Dann entstehen ähnliche Kosten wie für die Erstbehandlung. Für eine normale Auffrischung (ohne Kauf neuer Haare) sollte man etwa 100 Euro einplanen. Sie ist ungefähr alle zwei bis drei Monate notwendig.

Spezielle Pflegeprodukte für Haarverdichtungen sind nicht erforderlich, sodass man die im normalen Handel erhältlichen Shampoos und Spülungen verwenden kann, ohne extra Geld auszugeben.

Auf Jahressicht variieren die Kosten stark, je nach individuellen Erfordernissen der Haarverdichtung. Man kann mit etwa 500 bis 2.500 Euro pro Jahr rechnen.

Das Problem der Haarverdichtung: Ursache nicht behandelt, nur kaschiert

Das Norwood-Schema: Typischer Verlauf von erblich bedingtem Haarausfall

Gerade bei diffusem Haarausfall entscheiden sich viele Patienten für eine Haarverlängerung oder Haarverdichtung, um die ausgedünnten Haare zu kaschieren. Das Grundproblem, der Haarausfall, wird damit aber nicht behoben. Dabei hat gerade diffuser Haarausfall häufig eine reversible Ursache und die Haare können wieder wachsen, wenn diese behoben wird.

Eine mögliche Ursache sind zum Beispiel Hormonschwankungen. Insbesondere Frauen sind davon betroffen, weil sie in verschiedenen Lebensphasen wie Pubertät, Schwangerschaft und Stillzeit, An- und Absetzen der Pille oder der Menopause großen Hormonschwankungen unterworfen sind. Da das weibliche Geschlechtshormon Östrogen das Haarwachstum beeinflusst, können solche Schwankungen zu Haarausfall führen. Häufig normalisiert sich das Haarwachstum nach einer Weile von selbst, wenn sich der Hormonspiegel eingependelt hat. Aber auch Erkrankungen wie eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse können zu Haarverlust führen, der sich mit der medikamentösen Behandlung der Krankheit selbst aber wieder bessert.

Eine weitere Ursache für diffusen Haarausfall sind Vitamin- oder Nährstoffmangel. Gerade ein Eisenmangel gehört auch in unseren Breiten zu den häufigsten Mangelerscheinungen und kann neben vielen anderen Symptomen einen Haarverlust begünstigen. Er lässt sich durch eine Ernährungsumstellung oder eine Substitutionsbehandlung einfach beheben, ohne dass der Haarausfall spezifisch behandelt werden muss.

Einige Medikamente können ebenfalls Haarausfall als Nebenwirkung haben, zum Beispiel Blutdrucksenker, Antibiotika oder Schmerzmittel. Da die Nebenwirkungen mit mehreren Wochen Latenzzeit auftreten können, kann die ursächliche Zuordnung schwierig sein. Vor allem Chemotherapie und Bestrahlung sind bekannt dafür, einen Haarausfall auszulösen, der nach Beenden der Therapie meist komplett reversibel ist.

Eine Infektion der Kopfhaut mit Bakterien oder Pilzen, bestimmte Hauterkrankungen wie die Schuppenflechte oder auch Infekte wie eine Covid-Infektion können ebenfalls Haarausfall auslösen.

Daneben kann sich Stress negativ auf die Haare auswirken, vermutlich durch die Wirkung der Stresshormone bedingt.

Andere Arten von Haarausfall wie kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) und erblich bedingter Haarausfall schreiten unbehandelt fort. Eine Kaschierung durch Haarverdichtung löst das Problem nicht.

Konsequenzen bei nicht behandelter Ursache von Haarausfall

Wenn man ausgefallene Haare nur kaschiert, statt die Ursache des Haarausfalls zu behandeln, wird das Grundproblem nicht gelöst. Das führt dazu, dass der Haarausfall immer weiter fortschreitet und die Haare immer weiter ausdünnen.

Das Grundprinzip jeder Therapie sollte deshalb sein, zunächst die Ursache des Haarausfalls herauszufinden und zu behandeln. Erst wenn nach einer adäquaten Behandlung, eventuell unterstützt durch bioregenerative Therapien, immer noch Lücken im Haarkleid sind und das Haar nicht mehr so nachwächst wie vorher, können andere Optionen in Betracht gezogen werden. Dann bietet sich eine Haarverdichtung oder operative Methoden wie eine Haartransplantation an. Solche Methoden machen aber erst dann Sinn, wenn der Haarausfall gestoppt wurde und nicht mehr weiter fortschreitet.

Außerdem kann Haarausfall das Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung sein, die sich auch auf andere Organsysteme auswirkt. Ein Eisenmangel zum Beispiel kann auch zu Blutarmut, Schwindel, Kurzatmigkeit und Leistungsabfall führen. Das kann den Betroffenen schwer beeinträchtigen und es wäre fatal, einfach den Haarausfall zu kaschieren, statt die Ursache zu finden und zu behandeln.

Eine Auswahl unserer Patienten: Vorher-Nachher Bilder nach regenerativer Therapie

Alternativen zur Haarverdichtung und langfristige Lösungen

Bevor eine Haarverdichtung infrage kommt, sollte die Ursache der Haarverlusts gesucht und behandelt werden. Diffuser Haarausfall kann oft deutlich gebessert werden, wenn die Ursache des Haarausfalls behandelt wird; im Folgenden finden Sie eine Auswahl von Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Ursache behandeln

  • Hormonelle Störungen bessern sich zum Beispiel oft von selbst oder lassen sich durch eine Hormonersatztherapie behandeln. Sind Nebenwirkungen von Medikamenten die Ursache, kann es helfen, das Präparat abzusetzen oder zu wechseln.
  • Wenn eine Mangelerscheinung vermutet wird, zum Beispiel weil der Patient einen erhöhten Nährstoffbedarf hat (Schwangere, Sportler) oder bestimmte Ernährungsgewohnheiten (Vegetarier, Veganer), kann eine Blutuntersuchung Aufschluss geben. Die fehlenden Vitamine oder Spurenelemente können in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ersetzt werden.
  • Eine Infektion der Kopfhaut lässt sich zum Beispiel durch Antibiotika oder Antipilzmittel behandeln. Auch zugrunde liegende Hautkrankheiten bessern sich unter einer spezifischen Therapie oft.
  • Wenn Stress die Ursache des Haarausfalls ist, kann man den Patienten zu Stressvermeidung, Entspannungstechniken oder regelmäßigem Sport anleiten.
  • Auch andere Formen des Haarausfalls lassen sich häufig unter einer adäquaten Behandlung bessern. Bei erblich bedingtem Haarausfall kommen zum Beispiel medikamentöse Therapien mit Minoxidil oder Finasterid infrage. Ein kreisrunder Haarausfall könnte durch eine Cortisongabe oder eine topische Immuntherapie behandelt werden.

Körper & Haare stärken

Zusätzlich zu den spezifischen Therapien, mit denen die unterschiedlichen Arten von Haarausfall behandelt werden, sind bei fast jeder Form bioregenerative Therapien sehr hilfreich und haben eine hohe Erfolgsquote.

  • PRP-Therapie (Platelet Rich Plasma, plättchenreiches Plasma): Es handelt sich um eine Eigenbluttherapie, bei der Blut des Patienten entnommen und aufbereitet wird, um es als nährstoff- und zytokinreiches Extrakt in die Kopfhaut zu injizieren.
  • Low-Level-Laser-Therapie (LLLT): Bei der Low-Level-Laser-Therapie werden spezielle Laser oder LED-Lichtgeräte auf die Kopfhaut gerichtet. Diese Therapieform soll die Zellaktivität und die Durchblutung anregen und dadurch das Haarwachstum fördern.
  • Stammzelltherapie: Bei der Stammzelltherapie werden körpereigene Stammzellen eingesetzt, um geschädigte Haarfollikel zu regenerieren und neues Haarwachstum anzuregen. Die Stammzellen werden meist aus Fettgewebe oder anderen Haarfollikeln gewonnen und nach einer speziellen Aufbereitung in die Kopfhaut injiziert.
  • Blutwäsche (Apherese): Die Blutwäsche, auch Apherese genannt, ist eine Methode, bei der das Blut des Patienten gefiltert wird, um schädliche Substanzen und Entzündungsfaktoren zu entfernen. Diese gereinigten Blutbestandteile können dann das Haarwachstum unterstützen.
  • Infusionstherapie: Bei der Infusionstherapie werden dem Körper über einen intravenösen Zugang Nährstoffe, Vitamine und Mineralien zugeführt, die das Haarwachstum unterstützen können. Diese Nährstoffzufuhr kann Mangelerscheinungen ausgleichen und das allgemeine Wohlbefinden sowie die Haargesundheit verbessern. .
  • Mesotherapie: Die Mesotherapie kombiniert Mikroinjektionen von Wirkstoffen direkt in die Kopfhaut. Dabei kommen individuell abgestimmte Cocktails aus Vitaminen, Aminosäuren und anderen Nährstoffen zum Einsatz.

Regenerative Therapien sind besonders wirksam, wenn sie kombiniert werden: Nährstoffe gelangen effektiv an die Haarwurzeln, Entzündungsreaktionen werden eingedämmt und die Zellerneuerung angeregt. Es ist jedoch zu beachten, dass jeder Patient eine individuelle Analyse und Diagnose benötigt, daher gibt es bei uns kein “Behandlungspaket”, sondern nur ein Bündel von Maßnahmen, die für Ihren Fall am besten geeignet sind.

Haartransplantation

Als letztes Mittel, wenn vorherige Therapien nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, kommen operative Therapien wie die Haartransplantation in Betracht. Dabei wird dem Betroffenen eigenes Haar aus Bereichen dichten Haarwachstums entnommen und in die kahlen oder lichten Stellen eingesetzt. Wichtig ist, dass der Haarverlust vorher gestoppt wurde.

Die beste Therapie gegen Haarausfall hängt stark von der Ursache ab und ist individuell unterschiedlich. Für eine persönliche Beratung und Therapieempfehlung sollte so früh wie möglich ein Haarexperte hinzugezogen werden.

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Reza P. Azar

Reza P. Azar ist einer der Pioniere innovativer Haarausfallbehandlungen und der modernen Haarchirurgie. Seit 2008 leitet er das „Zentrum für moderne Haartransplantation", in dem er als Haarchirurg und Experte für Haarausfalldiagnosen, -therapien und -behandlungen tätig ist. Im Laufe der Jahre konnten bereits tausende Patienten mit Haarausfall-Problemen erfolgreich behandeln werden.

Durch Forschungsarbeiten und ständige Weiterentwicklungen prägt er die Entwicklungen der modernen Haarchirurgie. Seine fachliche Meinung ist regelmäßig in TV, Presse und Radio gefragt, zudem ist er Autor verschiedener Fachbeiträge und Fachbücher.

Die Erfolgsraten bei Haarausfallbehandlungen liegen bei über 90%. Seine jüngste Errungenschaft ist die Entwicklung der "IG-Haartransplantation", transplantierten Haarfollikel gehen nach der Transplantation in direktes Wachstum über und fallen nicht zunächst aus, eine Revolution in der Haartransplantation.