DHI Haartransplantation: Bewertung der Methode aus Expertensicht

Die DHI-Methode (Direct Hair Implantation) verspricht Haartransplantation ohne Rasur durch Verwendung eines speziellen Implanter-Stifts. Dabei werden Haarfollikel direkt nach der Entnahme eingesetzt, ohne vorherige Kanalöffnung. Doch die Methode hat einige Nachteile: höheres Trauma für die Transplantate, weniger Kontrolle über Wuchsrichtung und -winkel. Erfahren Sie hier, wie die DHI-Methode funktioniert, welche Vor- und Nachteile sie bietet und warum wir in unserer Praxis ausschließlich die IFUE-Methode anwenden.

Ärztlicher Leiter Reza Azar

Ärztlicher Leiter Reza Azar

Pionier der minimal-invasiven Haartransplantation und der innovativen regenerativen Haarausfall-Therapien in Deutschland.

Schnellüberblick: Das Wichtigste auf einen Blick

  • DHI steht für Direct Hair Implantation oder Direkte Haarimplantation. Es handelt sich nur um eine Einsetztechnik, die Entnahme der Spenderhaare erfolgt je nach Anbieter mit FUT, FUE oder anderen Techniken.
  • Die Spenderhaare werden nach der Entnahme mit einem Implantationsstift direkt in den Empfängerbereich eingepflanzt.
  • DHI kann grundsätzlich bei allen Körperhaartransplantationen genutzt werden: Für Kopfhaar, Augenbrauen, Wimpern, Barthaar oder auch Schamhaar oder sonstige Körperbehaarung.
  • Es gibt andere Techniken, die Haare einzusetzen. Im Zentrum für moderne Haartransplantation verwenden wir eine spezielle Eigenentwicklung, die sogenannte IFUE-Technik in Kombination mit der IG-Haartransplantation.
  • Eine DHI geht oft schnell und ist günstiger als andere Methoden, die Ergebnisse sind jedoch oft weniger natürlich als andere Verfahren.
  • In einigen Fällen können regenerative Therapien eine wirksame Alternative zur Haartransplantation darstellen und diese überflüssig machen.

Alternativen zur DHI-Haartransplantation

Erfahren Sie mehr über die innovative IFUE-Haartransplantation, bei der die Implantate dank IG-Haartransplantation direkt anwachsen.

Alles zur Haartransplantation

Die Entstehung von DHI

Die DHI-Haarimplantationstechnik ist keineswegs neu, die Grundlagen wurden bereits vor mehr als 30 Jahren entwickelt: Der Choi Implanter Pen, erfunden in den 90er Jahren in Südkorea.

Die Technik ist unter verschiedenen Namen bekannt, darunter Direct Hair Implantation, Direct Hair Transplantation, Choi Implanter und Choi-Haartransplantation. Der Namensgeber von "DHI" war ein griechischer Friseur.

Auch unser ärztlicher Leiter, Reza Azar, sammelte 2006 Erfahrungen mit dieser Technik. Seither hat sich jedoch viel getan und es stehen wesentlich fortschrittlichere Verfahren und Techniken zur Verfügung.

Ablauf einer DHI-Haartransplantation

Eine Haartransplantation nach der DHI-Methode wird in der Regel als ambulanter Eingriff durchgeführt. Man sollte mehrere Stunden Zeit dafür einplanen, denn es sind mehrere Behandlungsschritte erforderlich.

Vorbereitung

Es wird vor der Behandlung ein Vorgespräch geben, in dem Ihnen der Behandler mitteilt, was Sie zu beachten haben. Dazu gehört, dass bis zu zehn Tage vor der Behandlung keine Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure (ASS) eingenommen werden sollen, um ein Blutungsrisiko zu minimieren. Sie sollten fit und ausgeruht zur Untersuchung erscheinen und am Vortag keinen Alkohol konsumieren. Wichtig ist auch, in passender Kleidung zu kommen, die man nicht über den Kopf an- und ausziehen muss.

Am Behandlungstag selbst werden nochmals die wichtigsten Infos und der Tagesplan mit Ihnen besprochen. Dann wird die geplante Haarlinie bzw. das Transplantationsareal eingezeichnet. Je nach Anzahl der geplanten Transplantate kann der Eingriff acht bis zwölf Stunden dauern.

Entnahme

Es wird empfohlen, vor der Entnahme der Haarfollikel den Spenderbereich zu rasieren. Dies ist oft, aber nicht immer der Fall, was zu Lasten der Ergebnisse geht. Dann wird eine leichte Lokalanästhesie gespritzt.

Die Entnahme der Haarwurzeln erfolgt unabhängig von der DHI-Technik. Je nach Anbieter wird FUT, FUE oder eine andere Technik angewandt.

Das Spenderareal liegt im Bereich der größten noch vorhandenen Haardichte, meistens am Hinterkopf. Danach werden die Transplantate in einer temperierten Lösung zwischengelagert, um ein Austrocknen zu verhindern.

Einsetzen

Um die Haare wieder einsetzen zu können, werden die Transplantate in einen speziellen DHI-Implanter eingeführt. Man nennt das Gerät auch DHI-Pen oder Choi Implanter Pen. Dabei handelt es sich um eine Art Hohlnadel.

  1. Zuerst werden die Haare sortiert (1. Manipulation)
  2. dann werden sie in einen speziellen Implanter eingeführt (2. Manipulation)
  3. Anschließend werden die Haare in die Kopfhaut implantiert, entweder direkt mit dem Stift, wenn dieser spitz genug ist, oder in vorher angelegte Kanäle. Die Wuchsrichtung ist jedoch nicht immer optimal kontrollierbar, so dass ggf. noch eine Ausrichtung erforderlich ist ist (Ausgabe/ Korrektur ist 3. Manipulation).

 

Nach der Haartransplantation

Nach einer DHI-Haartransplantation wird die Entnahmeregion mit einem Verband geschützt, der aber am Folgetag abgenommen werden kann. Auch wenn man nach dem Eingriff schnell wieder fit ist, sollte man sich ein paar Tage schonen. In den ersten drei Tagen sollte die Kopfhaut mit einem Feuchtigkeitsspray behandelt werden. Danach ist eine vorsichtige Haarwäsche möglich. Es wird empfohlen, für mindestens drei Monate den Kopf gut vor Sonne zu schützen, damit keine Pigmentstörungen entstehen.

Es ist normal, dass nach einer DHI-Haartransplantation die transplantierten Haare zunächst ausfallen. Nach ungefähr drei bis vier Monaten werden die Haare zunehmend dichter. Das endgültige Ergebnis lässt sich nach etwa 12 bis 15 Monaten beurteilen.

Wo kommt DHI zum Einsatz?

Die DHI kann prinzipiell genauso eingesetzt werden wie andere Methoden der Haartransplantation. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass der Haarausfall nicht mehr weiter voranschreitet. Langzeitbeobachtungen haben gezeigt, dass die besten Ergebnisse einer DHI bei Männern über 50 Jahre erzielt werden. Auch eine passende Haardicke und Haardichte spielen eine wichtige Rolle.

Neben dem Kopfhaar lassen sich mit der DHI auch Wimpern, Augenbrauen oder Schamhaare transplantieren, bei Männern auch Barthaare oder Brusthaar.

Kosten für eine Haartransplantation

In Deutschland wird in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) festgelegt, wie viel eine Haartransplantation kostet. Veranschlagt werden hier 2,33 Euro für ein einzelnes Haar oder Graft und 4,66 Euro für eine follikuläre Einheit.

Es ist individuell sehr unterschiedlich, wie viele Haare transplantiert werden müssen und können. Ein grober Anhaltspunkt:

  • Bei stark ausgebildeten Geheimratsecken sind etwa 1.500 Haare erforderlich. Daraus ergibt sich ein Preis von 1.500 x 2,33 Euro = 3.495 Euro.
  • Für eine Halbglatze sind rund 10.000 Transplantate erforderlich, was Kosten von rund 23.300 Euro entsprechen würde.

Eventuell gewünschte zusätzliche Behandlungen wie zum Beispiel regenerative Therapien werden gesondert berechnet. Dafür handelt es sich bei einer vom Experten durchgeführten Haartransplantation um eine einmalige Investition, wenn der Haarausfall denn gestoppt werden konnte - andernfalls sind weitere Behandlungen und Haartransplantationen erforderlich, wenn überhaupt noch genügend Spenderhaare zur Verfügung stehen. Daher ist es so wichtig, den Haarausfall vorher zu stoppen.

Anbieter im Ausland, beispielsweise in Ungarn oder der Türkei, werben mit deutlich niedrigeren Kosten. Teilweise bezahlt man dort nur ein Drittel des deutschen Preises. Die Qualität ist in diesen Fällen aber oft nicht zufriedenstellend, sodass zahlreiche weitere Kosten für eine Nachbehandlung fällig werden.

Vor- und Nachteile

Die DHI ist ein etabliertes Verfahren, nach dem sich Haartransplantationen durch eine standardisierte Technik durchführen lassen. Es gibt jedoch entscheidende Nachteile im Vergleich zu anderen Techniken der Haartransplantation.

Vorteile

  • Der Eingriff ist relativ schnell durchzuführen, dies ist allerdings eher ein Vorteil für den Anbieter. Vor allem im Ausland sind Haartransplantationen mit dieser Implantationstechnik häufig günstig zu bekommen.
  • Die Anwuchsraten sind mittelmäßig bis gut und häufig lassen sich visuell gute Ergebnisse erzielen.
  • Die Narbenbildung im Entnahmebereich und die Schmerzen hängen von der Entnahmetechnik ab: Bei der FUT-Methode sind Narben, starke Schmerzen und auch Nebenwirkungen durch Gewebetrauma nicht selten. Die FUE-Technik ist minimal invasiv und schonender.

Nachteile

  • Der verwendete Implantationsstift ist einerseits praktisch, birgt jedoch Komplikationsrisiken. Da die Haarfollikel in den Stift eingeführt werden müssen und die anschließende Ausgabe mit Druck erfolgt, können die Follikel dabei beschädigt werden. Im schlimmsten Fall kann das dazu führen, dass der Follikel abstirbt und an dieser Stelle eine Lücke im Haarkleid entsteht. Jede Berührung der empfindlichen Haarfollikel ist zu vermeiden, da diese leicht beschädigt werden und absterben können. Die DHI-Implantation erfordert mindestens drei Manipulationen an den Haarfollikeln: 1. das Sortieren mit der Pinzette; 2. das Einführen in den Implanter; 3. die Ausgabe bzw. Korrektur beim Einsetzen.
  • Ein weiterer Nachteil ist, dass die zu erreichende Haardichte im Empfängerbereich durch die Dicke des Implantationsstiftes begrenzt ist. Die Transplantate lassen sich nicht so eng setzen, wie es bei vielen Menschen für ein wirklich natürliches Ergebnis notwendig wäre und wie es bei einer manuellen Technik erreicht werden kann.
  • Durch die grobe Technik der Kanalöffnung können bereits eingebrachte Transplantate herausspringen oder verdrängt werden. Die dicke Nadel verdrängt die eingepflanzten Transplantate, was auch als "Graft-Popping" bezeichnet wird.
  • Auch die Ausrichtung der Transplantate ist schwieriger als bei einem manuellen Vorgehen. Durch den verwendeten Implantationsstift werden die notwendigen Empfangskanäle zeitgleich mit dem Einsetzen des Haares hergestellt. Das macht die Methode zeitsparend, bedeutet aber auch, dass die Ausrichtung der Transplantate nicht im Vorhinein geplant werden kann. Die korrekte Ausrichtung muss daher sofort präzise und geschickt durchgeführt werden, was ein großes handwerkliches Können erfordert.
  • Beim Einsetzen des Haarfollikels kann es zu einer Drehung des Follikels kommen, da die Einsetztechnik weniger feinfühlig ist als bei einem manuellen Verfahren. Dann ist eine Nachkorrektur und erneute Manipulation des Haarfollikels erforderlich, was das Risiko einer Follikelverletzung erhöht.

Da wir mit der IFUE-Technik in Kombination mit der IG-Haartransplantation deutlich bessere und natürlichere Ergebnisse erzielen, wenden wir in unserer Praxis nur diese Technik an und bieten die DHI-Haartransplantation nicht an.

DHI im Vergleich mit anderen Haartransplantations-Techniken

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der DHI-Haartransplantation um eine reine "Einsetztechnik". Die Entnahme erfolgt je nach Anbieter mittels FUT, FUE oder einer anderen Methode:

  • FUT-Technik: Dabei werden die Transplantate aus einem Hautlappen am Hinterkopf gewonnen. Die Methode gilt jedoch aufgrund ihrer hohen Invasivität als veraltet.
  • FUE-Methode: Die Transplantate werden einzeln mit einer Hohlnadel entnommen.
  • IFUE-Methode: IFUE steht für "Intermittend Follicular Unit Extraction" und ist eine Weiterentwicklung der FUE-Methode, bei der das Verfahren angepasst wurde, um die Haarfollikel zu schonen und die Anwachsraten zu erhöhen.

Während die Entnahmetechnik je nach Anbieter stark variiert, unterscheiden sich DHI und andere Techniken vor allem bei der Implantation. Die wichtigsten Unterschiede werden hier in einer Übersicht dargestellt.

  • Anwuchsrate: Bei der DHI können die Haarfollikel bei mehreren Arbeitsschritten beschädigt werden. Dadurch können sie unbrauchbar werden oder schlechter anwachsen. Die Anwuchsrate ist deshalb bei anderen Methoden oft höher.
  • Natürlichkeit: Bei der DHI sind natürliche Ergebnisse möglich. Bedingt durch die Dicke des Implantierstifts sind jedoch der Haardichte Grenzen gesetzt, was der Natürlichkeit abträglich sein kann. Bei anderen Methoden ist durch das manuelle Vorgehen eine größere Haardichte und damit ein natürlicheres Ergebnis möglich. Auch das Einpflanzen in Wuchsrichtung ist bei anderen Methoden meist einfacher und besser möglich, was ein natürliches Ergebnis weiter begünstigt.
  • Dauer des Eingriffs: Bei der DHI kann der Empfangskanal im gleichen Schritt mit der Implantation gesetzt werden. Das spart Zeit. Daher dauert eine Behandlung mit DHI oft nicht so lange wie mit anderen Methoden.
  • Kosten: Da andere Haartransplantationstechniken in der Regel technisch und damit auch zeitlich aufwendiger sind, ist mit höheren Kosten zu rechnen. Die genauen Kosten sind von Patient zu Patient unterschiedlich und hängen von den individuellen Gegebenheiten ab.
  • Zeit bis zum Endergebnis: Bei der DHI fallen die transplantierten Haare zunächst aus und wachsen erst im nächsten Zyklus wieder. Dadurch ist erst nach etwa 12 bis 15 Monaten wieder eine "schöne" Frisur vorhanden. Wir verwenden eine spezielle Technik, die IG-Haartransplantation, bei der die meisten Haarfollikel direkt nachwachsen und nicht ausfallen, wie es sonst nach einer Haartransplantation der Fall ist. Dadurch ist die gewünschte Frisur schon bis zu sechs Monate früher vorhanden als bei anderen Techniken.

Haartransplantation und Alternativen im Vergleich - siehe Vergleich hier

DHI im Ausland?

Es ist mittlerweile ein gutes Geschäft, Haartransplantationen im Ausland durchzuführen. Insbesondere Südosteuropa oder die Türkei stehen hoch im Kurs. Die Anbieter werben mit Preisen, die keine seriöse Klinik in Deutschland leisten kann. Teilweise sind sogar "All-inclusive-Pakete" zu erwerben, bei denen es Flug und Hotel zum supergünstigen Preis obendrauf gibt.

Wer sich für den Anbieter einer Haartransplantation alleine nach dem Kostenfaktor entscheidet, für den können Anbieter im Ausland eine Alternative sein. Bedenken Sie aber auch diese Faktoren:

  • Man sollte beachten, was neben den Kosten an einer Haartransplantation hängt. Vorrangig sollte es um ein zufriedenstellendes Ergebnis gehen - und das erreicht man längst nicht bei allen Anbietern im Ausland. Dies erfordert Erfahrung, erstklassige Ausrüstung und die richtige Vorgehensweise.
  • Wir haben es leider schon oft erlebt bzw. Patienten betreut, bei denen die Haartransplantation nicht von Ärzten, sondern von ungelernten Hilfskräften durchgeführt wurde. Mit entsprechenden Auswirkungen auf das Ergebnis und Nebenwirkungen aufgrund mangelnder Erfahrung: Unnatürliche Ergebnisse, Übererntung im Spenderbereich (Shock Loss) und eine puppenkopfartige Haarlinie. Diese Unsitte ist trotz gesetzlicher Regelung auch bei Anbietern in Deutschland zunehmend zu beobachten.
  • Nicht selten wird mit veralteter Technik gearbeitet. Die medizinischen Standards im Ausland sind oft weit von denen in Deutschland entfernt. Auch die hygienischen Grundvoraussetzungen sind oft anders als in Deutschland.
  • Hinzu kommt, dass einige Anbieter zu sehr auf ihren Profit bedacht sind: Selbst wenn der Patient für eine Haartransplantation gar nicht geeignet ist oder andere Behandlungsmethoden viel sinnvoller wären, wird die Haartransplantation empfohlen und durchgeführt.

Sind erst einmal Komplikationen aufgetreten, wird die Situation sehr kompliziert. Die Rechtslage ist anders als bei uns, oft zu Ungunsten des Patienten. Hinzu kommen Sprachbarrieren, die eine Einigung erschweren. Im schlechtesten Fall zahlt man doppelt, wenn das Ergebnis so schlecht ist, dass ein echter Experte noch einmal nacharbeiten muss. Und nicht immer ist eine schlecht durchgeführte Haartransplantation noch zu retten.

Alternativen zu DHI

Die DHI ist nur eine Methode der Haar-Implantation, es gibt andere Techniken. Außerdem ist eine Haartransplantation nicht immer die einzige und beste Behandlungsmethode.

FUT

Die FUT-Methode (FUT= Follicular Unit Transplantation): Bei dieser Entnahmetechnik wird aus dem Hinterkopf ein Hautlappen mit Haarwurzeln entfernt. Der Hautlappen wird in einzelne Transplantate unterteilt und ins Spenderareal eingesetzt.

Die Methode gilt jedoch als veraltet, weil sie sehr invasiv ist, zu großen Narben führt und viele Nebenwirkungen haben kann. Die neuere FUE-Methode (FUE= Follicular Unit Extraction) ist minimal-invasiv. Dabei werden einzelne follikuläre Einheiten direkt mit einer Hohlnadel aus dem Spenderareal entnommen und ins Empfängerareal eingepflanzt. Vor der Übertragung werden die Transplantate in einer Kochsalzlösung zwischengelagert.

FUE & IFUE

Im Zentrum für moderne Haartransplantation in Berlin wird die selbstentwickelte Weiterentwicklung namens IFUE-Methode (IFUE= Intermittend Follicular Unit Extraction) genutzt. Der Eingriff verläuft analog zur FUE-Methode, ist jedoch durch eine sehr kurze Verweildauer der Transplantate außerhalb des Körpers besonders schonend. Sie zeichnet sich durch eine besonders hohe Überlebensrate der Transplantate und damit besonders hohe Anwuchsraten aus.

Kombination mit IG-Haartransplantation

Im Zentrum für moderne Haartransplantation in Berlin wurde diese Technik sogar nochmals verfeinert, sie wird standardmäßig mit der IG-Haartransplantation kombiniert. IG steht für Instant Growth - sofortiges Wachstum nach der Haartransplantation. Und das ist eine Revolution in der Technik der Haartransplantation! Üblicherweise fallen die transplantierten Haare nämlich zunächst aus und wachsen erst nach drei bis vier Monaten wieder nach. Mit der neuen Methode können jedoch bis zu 100 Prozent der Haare direkt weiterwachsen, wodurch sich der Weg zur Traumfrisur um mehrere Monate verkürzt.

Regenerative Therapien

Man muss jedoch klar sagen: Nicht immer ist eine Haarverpflanzung die Methode der Wahl. Nur wenn der Grund des Haarverlusts nicht behebbar ist und der Haarausfall nicht weiter voranschreitet, ist dies eine sinnvolle Option. Liegt zum Beispiel eine Mangelerscheinung als Grund des Haarverlusts vor, ist eine Haartransplantation der falsche Ansatz.

Eine oft hilfreiche Therapie, um eine Haartransplantation zu vermeiden, hinauszuzögern oder auch zu unterstützen, sind regenerative Therapien. Dabei werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte genutzt, um ohne Risiko ein gesundes und schönes Haarwachstum zu fördern.

Es gibt beispielsweise die PRP-Therapie. PRP steht für Platelet rich Plasma oder plättchenreiches Plasma. Bei dieser Eigenbluttherapie nimmt der Arzt dem Patienten Blut ab und bereitet es speziell auf. Dadurch entsteht ein Serum, das reich an Wachstumsfaktoren und Nährstoffen ist und direkt in die Kopfhaut gespritzt werden kann.

Bei einer weiteren Form, der Low-Level-Laser-Therapie, wird die Kopfhaut mit einem medizinischen Laser behandelt, um die Durchblutung der Kopfhaut und die Heilung der Haarfollikel zu fördern.

Auch eine Stammzellen-Therapie ist möglich, bei der körpereigene Stammzellen des Patienten gewonnen werden und durch Injektion in die Kopfhaut die Regeneration fördern können. Weitere Methoden der regenerativen Therapien können Sie gerne bei uns erfragen. Die Methoden sind häufig auch bei schweren und bisher therapieresistenten Formen des Haarausfalls wirksam.

Im besten Fall lassen Sie sich von unseren Haarexperten individuell beraten, welches für Sie persönlich die optimale Therapie ist. Dazu nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf - per E-Mail, telefonisch oder über unser Online-Formular.

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Reza P. Azar

Reza P. Azar ist einer der Pioniere innovativer Haarausfallbehandlungen und der modernen Haarchirurgie. Seit 2008 leitet er das „Zentrum für moderne Haartransplantation", in dem er als Haarchirurg und Experte für Haarausfalldiagnosen, -therapien und -behandlungen tätig ist. Im Laufe der Jahre konnten bereits tausende Patienten mit Haarausfall-Problemen erfolgreich behandeln werden.

Durch Forschungsarbeiten und ständige Weiterentwicklungen prägt er die Entwicklungen der modernen Haarchirurgie. Seine fachliche Meinung ist regelmäßig in TV, Presse und Radio gefragt, zudem ist er Autor verschiedener Fachbeiträge und Fachbücher.

Die Erfolgsraten bei Haarausfallbehandlungen liegen bei über 90%. Seine jüngste Errungenschaft ist die Entwicklung der "IG-Haartransplantation", transplantierten Haarfollikel gehen nach der Transplantation in direktes Wachstum über und fallen nicht zunächst aus, eine Revolution in der Haartransplantation.