Das Wichtigste für ein optimales Haarwachstum sind eine ausreichende Nährstoffversorgung des Körpers, um die Grundsubstanz der Haare zu bilden und eine ausreichende Durchblutung der Kopfhaut, um die Nährstoffe auch bis zu den Haarwurzeln zu transportieren.
Die für das Haarwachstum benötigten Nährstoffe sind zum Beispiel Vitamine wie Vitamin A, C, D, E und verschiedene B-Vitamine, Mikronährstoffe wie Eisen, Zink, Selen und Kupfer und Mineralien wie Calcium und Magnesium. Da die Haare zu über 90 Prozent aus der Eiweißverbindung Keratin bestehen, ist auch eine ausreichende Versorgung mit Proteinen wichtig, die sich vor allem aus Fisch, magerem Fleisch, Milchprodukten oder Hülsenfrüchten aufnehmen lassen. Eine ausreichende Versorgung mit hochwertigen Fetten, vor allem Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, ist wichtig, um die Talgdrüsen zu versorgen und die Haare glänzend und geschmeidig zu machen.
Auch verschiedene Hormone haben Einfluss auf den Haarzyklus. Dazu gehören die männlichen und weiblichen Geschlechtshormone. Insbesondere das männliche Geschlechtshormon Dihydrotestosteron (DHT), eine biologisch hoch aktive Form von Testosteron, sorgt besonders häufig für einen gestörten Haarzyklus. Die genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem DHT gilt als der Hauptgrund für erblich bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie).
Die weiblichen Östrogene beeinflussen den Haarzyklus und damit das Haarwachstum positiv. Dadurch können sich jedoch Schwankungen des Östrogenspiegels ebenfalls auswirken, zum Beispiel im Rahmen der Pubertät, Schwangerschaft und Stillzeit oder der Menopause. Auch andere Hormonstörungen wie zum Beispiel eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse können Haarausfall begünstigen, jedoch durch eine medikamentöse Einstellung meist gut behandelt werden.